U-Bahn-Schläger-Prozess: Staatsanwalt fordert lange Haftstrafe

Nürnberg - Im Prozess um einen mutmaßlichen U-Bahn-Schläger aus der Neonazi-Szene hat die Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von sieben Jahren und neun Monaten gefordert.

Die Verteidigung dagegen sprach sich für drei Jahre Gefängnis aus. Das Urteil wurde für den Dienstagnachmittag erwartet.

Der Angeklagte soll einen 17 Jahre alten Schüler aus Hass gegen Linke in einer Nürnberger U-Bahn brutal zusammengeschlagen haben. Er müsse deshalb wegen versuchten Totschlags, gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung verurteilt werden, erläuterte die Anklagebehörde am Dienstag vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth. Der 24-Jährige sei extrem in Rage gewesen und habe sein Opfer äußerst brutal attackiert.

Der Verteidiger nannte die Beweislage “diffus“. Sein Mandant könne deshalb lediglich wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt werden. Der Angeklagte habe sicher überreagiert, allerdings sei er auch vom späteren Opfer provoziert worden. Nach der Auseinandersetzung hatte der 17-Jährige einen lebensbedrohlichen Atem- und Herzstillstand erlitten und war ins Koma gefallen.

dpa

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