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Raubüberfall auf Juwelier in Mühldorf

Täter stahlen sündhaft teure Uhren!

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Mühldorf - Ein Überfall, drei Schüsse und ein mutiger Verfolger - in Mühldorf spielten sich am Donnerstag dramatische Szenen ab. Die Polizei konnte nun weitere Einzelheiten bekanntgegeben:

UPDATE, Freitag, 11.40 Uhr:

Nach dem bewaffneten Überfall auf ein Juweliergeschäft am gestrigen Donnerstagnachmittag laufen die Ermittlungsarbeiten der Mühldorfer Kriminalpolizei auf Hochtouren. Jetzt können weitere Einzelheiten der Tat bekannt gegeben werden.

Drei Unbekannte hatten am Donnerstagnachmittag, 5. März, das Juweliergeschäft am Katharinenplatz in Mühldorf betreten, mit einer mitgebrachten Axt Glasvitrinen zertrümmert und daraus etliche hochwertige Armbanduhren genommen. Zu dieser Zeit waren zwei Angestellte und ein Kunde im Geschäft, die mit einer Schusswaffe bedroht wurden. Dabei gaben die Täter auch mindestens einen Schuss ab. Verletzt wurden dabei glücklicherweise niemand.

Fluchtauto mit gestohlenen Nummernschildern

Nachdem die maskierten Männer zu Fuß aus dem Laden flüchteten, verfolgte sie ein Zeuge, der das Geschehen von außerhalb durch die Schaufensterscheibe beobachtet hatte. Auch dabei kam es zu zwei Schussabgaben in Richtung des Verfolgers, der unverletzt blieb. Die Räuber stiegen dann am Parkplatz „Am Stadtwall“ in einen dunklen Mittelklasse-Pkw, vermutlich Kombi, an dem die Kennzeichen BGL-LR 72 angebracht waren und flüchteten von dort über die Straße „Am Stadtwall“ in östlicher Richtung. Die Kennzeichen waren wenige Tage zuvor entwendet worden.

Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung nach den Flüchtigen ein, an der sich alle Polizeidienststellen der Region und auch ein Polizeihubschrauber beteiligten. Leider konnten die Täter dabei nicht gefasst werden. Die Ermittler der Kriminalpolizeistation Mühldorf übernahmen die Untersuchungen in diesem Fall.

Zur Beschreibung der Gesuchten, die bei der Tat maskiert waren, kann derzeit nur gesagt werden, dass es sich um drei Männer mit vermutlich osteuropäischer Herkunft handelte, die alle zwischen 165 und 170 cm groß waren, zwei davon mit schlanker und einer mit kräftiger Statur, alle drei trugen dunkle Jacken.

Die genaue Zusammensetzung der Tatbeute ist noch nicht bekannt. Fest steht, dass bei dem Überfall etliche sehr hochwertige Armbanduhren erbeutet wurden, deren Gesamtwert mehrere Zehntausend Euro beträgt. Am Inventar in dem Geschäft richteten die Räuber einen Sachschaden von mehreren Tausend Euro an.

Welche Waffen benützten die Täter?

Wahrscheinlich benutzten die Täter bei dem Überfall eine Schreckschusswaffe, möglicherweise mit Reizgaspatrone. Im Umfeld des Ladengeschäftes wurden Patronenhülsen gefunden, die aber mit der Tat nichts zu tun haben dürften. Bei den Ermittlern gingen seit Donnerstag bereits zahlreiche Hinweise ein, die sich vor allem auf Fahrzeuge mit einer auffälligen Fahrweise beziehen. Diese Hinweise werden derzeit alle überprüft, führten bis jetzt aber noch nicht auf die sprichwörtlich „heiße Spur“.

Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizeistation Mühldorf unter der Telefonnummer 08631/36730 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. Die Kriminalpolizei bittet insbesondere zwei ältere Herren, sich zu melden. Die drei Räuber flohen auf der Straße „Am Stadtwall“ zu Fuß in Richtung Parkplatz und liefen dabei an den beiden Zeugen vorbei.

Freitag, 8 Uhr:

Ein Raubüberfall auf den Juwelier "Knappe" schockierte am Donnerstagabend die Bevölkerung. Drei bewaffnete Männer gingen brutal vor, schlugen mit einer Axt mehrere Glasvitrinen ein und bedrohten eine Mitarbeiterin des Geschäfts. Dabei wurde die Frau mit einer Waffe bedroht und es fielen auch "mindestens zwei Schüsse", so Polizeipressesprecher Markus Weßner vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Die Frau wurde jedoch nicht verletzt. Derzeit muss noch geklärt werden, ob auf sie gezielt wurde.

Noch immer fehlt von den flüchtigen Tätern jede Spur. "Wir suchen sie nach wie vor", erklärte Frank Konrad von der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Nachfrage von innsalzach24.de. "Die Auswertung nach der Spurensicherung wird noch einige Tage andauern."

Erhartinger nahm Verfolgung auf

Mutig präsentierte sich der Verfolger der drei Täter. Ein 50-jähriger Erhartinger schaute nicht tatenlos zu und ergriff die Initiative. Während des Überfalls ging er auf den Mann zu, der Schmiere gestanden hatte.  "Ich bin auf ihn zu und habe ihm gesagt: Schleich dich", erklärte der 50-Jährige dem Mühldorfer Anzeiger.

Das Risiko, das er dabei eingegangen ist, war ihm dabei bewusst. "Aber ich kann doch da nicht einfach zuschauen", betonte der Erhartinger gegenüber dem Mühldorfer Anzeiger. Er versuchte die Täter, die mit ihrer Beute an ihm in nordöstlicher Richtung vorbei stürmten, zu verfolgen. Dabei wurde er von ihnen mit Pfefferspray angesprüht. Dennoch ließ er nicht von ihnen ab und setzte die Verfolgung zu Fuß fort. Daraufhin ist auf ihn geschossen worden, bestätigte Polizeisprecher Weßner. "Und das mitten in Mühldorf. Hey, geht's eigentlich noch", so der auch noch eine Stunde nach dem Überfall geschockte Erhartinger.

Bilder vom Tatort

Der Tatort: Überfall auf Juweliergeschäft in Mühldorf

Bewaffneter Raubüberfall auf Juwelier

hy/redro24/Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: innsalzach24.de

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