Neue Blumenschau: Überraschende Blühwunder

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Rosenheim – Ob Kugel, Würfel oder Pyramide, die Fuchsie ist von kaum einem Balkon oder einer Terrasse wegzudenken. So darf dieses Nachtkerzengewächs natürlich auch auf der Landesgartenschau nicht fehlen.

Die siebte der insgesamt vierzehn Blumenschauen widmet sich ab Samstag, 3. Juli dieser Zierpflanze, die nach einem deutschen Botaniker benannt wurde.

Um 10:00 Uhr eröffnet Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer dann feierlich die Fuchsienschau. Floristen, Aussteller und Verbände werden ebenfalls anwesend sein und ihre Arrangements präsentieren. Im Rahmen der Veranstaltung wird auch eine Fuchsienneuzüchtung auf den Namen „Stadt Rosenheim“ getauft. Ein Mitglied der Deutschen Fuchsiengesellschaft, Georg Dürr, hat diese schädlingsresistente Sorte gezüchtet. Taufpatin ist auch diesmal Gabriele Bauer. Sie wird der rosa-roten Zierpflanze ihren Namen verleihen. Alle Blumen- und Gartenfans sind herzlich zu dieser Zeremonie eingeladen!

Der Formenreichtum der Fuchsien wird von Jahr zu Jahr größer und damit auch die Gestaltungsmöglichkeiten. Mit ausgesuchten Formschnittgehölzen, überwiegend aber Heckenelementen, soll eine formal strenge Schau entstehen. In diesen Räumen hat die Fuchsie ihren großen Auftritt. Ob als Solitär, oder als Bodendecker, ob als Kübelpflanze für Terrasse und Balkon, oder als Bonsai. Die Form- und Farbenvielfalt dieser Blühwunder aus Mittelamerika wird begeistern. Denn ursprünglich kommt das meist rot bis rosa blühende Gewächs aus der Karibik.

1695 unternahm Pater Charles Plumier im Auftrag Ludwig des XIV. eine große Forschungsreise in die Dominikanische Republik und entdeckte dort einen zierlichen Blütenstrauch, den er als dreiblättrige Fuchsie mit roten Blüten beschrieb. Namenspatron war Leonhart Fuchs, ein deutscher Mediziner und Botaniker. Somit folgte Plumier einem Brauch der damaligen Zeit und gab der neu entdeckten Pflanze den Namen eines berühmten Botanikers der von 1535 bis zu seinem Tode 1566 als Professor der Medizin an der Universität Tübingen wirkte.

1929 kamen einige besonders interessierte Fuchsienfreunde zusammen und gründeten die erste Fuchsiengesellschaft der Welt „American Fuchsia Society“ (AFS)

Eine Fuchsien-Renaissance hatte begonnen. Zahlreiche neue Fuchsien kamen über den Atlantik, so konnte es gar nicht ausbleiben, dass die Welle der Begeisterung auch Europa erfasste und bis jetzt auch in Deutschland anhält. Bisher wurden ca. 20.000 Fuchsiensorten gezüchtet und wissenschaftlich erfasst.

Die Schau ist dann bis zum Sonntag, 11. Juli 2010 zu sehen.

Pressemitteilung LGS Rosenheim

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