Katastrophenalarm in Bayern

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Das übeflutete Innufer in Passau.

München/Nürnberg - Heftige Unwetter haben am Wochenende in Bayern für neue Überschwemmungen gesorgt und die Rettungsdienste in weiten Teilen des Landes in Atem gehalten.

In Wielenbach nahe dem oberbayerischen Weilheim wurde kurzzeitig sogar Katastrophenalarm ausgelöst. Durch die Regengüsse wurden zahlreiche Straßen und Keller überflutet. Auf regennassen Fahrbahnen ereigneten sich zudem zahlreiche Unfälle.

Allein im südlichen Oberbayern wurden die Feuerwehren zu 150 Einsätzen gerufen. Land unter hieß es am frühen Sonntagmorgen auch in Gündlkofen (Landkreis Landshut ). Dort war nach heftigen Regenfällen ein Bach über die Ufer getreten und hatte die komplette Ortsmitte überflutet. Bei mindestens 20 Anwesen liefen die Keller voll.

In der Stadt Landshut sorgte ein Erdrutsch dafür, dass Schlamm und Geröll den Kanal verstopften. Das Regenwasser konnte nicht mehr abfließen und überflutete die komplette Straße. In Garmisch-Partenkirchen und in der Nähe von Donauwörth stand die Bundesstraße 2 unter Wasser. Auf der Bundesstraße 15 bei Weilheim blieb ein Auto in einer Unterführung stecken. Der Wagen stand bis auf Fensterhöhe im Wasser und musste von der Feuerwehr geborgen werden.

Unwetter in Landshut

Durch einen Blitzschlag wurde in Diespeck (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) der Dachstuhl eines Einfamilienhauses in Brand gesetzt. Das Feuer konnte jedoch schnell gelöscht werden. Der Sachschaden beträgt nach Angaben der Polizei rund 10 000 Euro. Mit dem Schrecken kamen die Bewohner eines Hauses in Pähl (Landkreis Weilheim-Schongau davon. Auch dort schlug ein Blitz in das Dach, löste aber keinen Brand aus.

In einem Hotel in Passau drang Wasser in den Stromverteilerkasten ein. Bei dem dadurch verursachten Kabelbrand entstand ein Sachschaden von rund 20 000 Euro. Die 85 Hotelgäste mussten in anderen Hotels untergebracht werden. Verletzt wurde aber niemand.

Bei einem Unfall auf der Bundesstraße 16 in der Nähe von Mindelheim wurden acht Menschen teils schwer verletzt.

Eine 18 Jahre alte Fahranfängerin war auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern gekommen und mit ihrem voll besetzten Fahrzeug frontal gegen das Auto eines Ehepaares geprallt. Der 56-Jährige und seine Ehefrau wurden eingeklemmt und wie der mitfahrende Sohn schwer verletzt.

Aquaplaning verursachte am Samstagnachmittag auf der A7 Kassel-Würzburg bei Werneck (Landkreis Schweinfurt) eine Unfallserie mit sechs Fahrzeugen und einem Sachschaden von 55 000 Euro. Lediglich ein Autofahrer wurde leicht verletzt. Auch für den Wochenbeginn rechnen die Meteorologen vor allem im Süden des Freistaats noch mit Gewittern. In Franken setzt sich dagegen schon mehr und mehr die Sonne durch. Auch die Temperaturen werden nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia langsam wieder auf sommerliche Werte steigen. Lokale Schauer und Gewitter bleiben aber vor allem am Alpenrand auch weiterhin nicht aus.

dpa

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