Huber setzt sich gegen Klonen ein

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Der Europäische Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, John Dalli, war zu Gast in München, um sich mit Staatsminister Dr. Marcel Huber über aktuelle EU-Regelungen auszutauschen.

München - Umweltminister Marcel Huber hat sich gegen das Klonen von Tieren ausgesprochen. "Die Verbraucher müssen sich auf die Herkunft der Lebensmittel verlassen können!"

Bayern ist gegen Grüne Gentechnik auf bayerischen Feldern und das Klonen von Tieren für die Lebensmittelproduktion. Das betonte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber anlässlich eines Besuchs des EU-Kommissars für Gesundheit und Verbraucherschutz, John Dalli, in München.

"Die Menschen in Bayern haben eine enge Beziehung zu Lebensmitteln, zu ihrem Ursprung und Erzeugung. Sie kaufen bewusst regional und saisonal. Gentechnik und Klonen passen nicht dazu", sagte Huber.

"Verbraucher müssen sich verlassen können!"

Weiter sprach sich der Umweltminister deutlich gegen das Klonen von Tieren aus. Huber: "Aus Verantwortung gegenüber der Schöpfung lehnt Bayern das Klonen von Tieren strikt ab." Die EU-Kommission hat für das kommende Jahr eine Rechtsgrundlage zum Klonen für die Lebensmittelproduktion angekündigt. Im Konsultationsverfahren hat Bayern bereits seine strikte Haltung zum Ausdruck gebracht. Auch im Gespräch mit Dalli betonte Huber: "Eine Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnungspflicht, wie es bisher diskutiert wird, sind nicht ausreichend. Die Verbraucher müssen sich auf die Herkunft heimischer Lebensmittel verlassen können." Bayern fordert die EU auf, ethische Aspekte in künftige Entscheidungen einzubeziehen.

Bundesländer sollen Entscheidungen treffen

Minister Huber lobte den Vorschlag Dallis und der EU-Kommission, die Länder selbst über den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen entscheiden zu lassen. Huber: "Wir wollen keine kommerzielle Nutzung der Grünen Gentechnik auf bayerischen Feldern. Wir werben auch weiterhin beim Bund nachdrücklich dafür, die Länder und Regionen selbst entscheiden zu lassen."

Seit 2010 werden in Bayern gentechnisch veränderte Pflanzen weder angebaut noch zu Forschungszwecken freigesetzt. "Jetzt müssen wir sicherstellen, dass Bayern dauerhaft gentechnikanbaufrei bleiben kann", so Huber. Bis Bayern selbst entscheiden kann, müsse der Bund das Recht, eigenständig Abstände zwischen Feldern mit und ohne Gentechnik festlegen zu können, auf die Länder übertragen. Dies sei im Koalitionsvertrag so vereinbart worden. Gentechnisch veränderte Pflanzen seien mit empfindlichen Naturräumen und der kleinräumigen bayerischen Landwirtschaft nicht vereinbar. Zudem seien Umweltrisiken nicht ausreichend geklärt und ein Nutzen für bayerische Landwirte nicht gegeben.

Pressemitteilung / red

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