Feuer-Unfall auf  B15: Ablauf steht fest

Pfaffenhofen - Neue Erkenntnisse zum schweren Unfall auf der B15 bei Pfaffenhofen: Die Polizei hat jetzt die genauen Abläute des Unfalls geklärt und die Indentität des Toten festgestellt.

Der folgenschwere Unfall hatte sich am Donnerstag, 25. März 2010, gegen 14 hr ereignet.  Die Polizei konnte jetzt die genauen Abläufe des Unfalls rekonstruieren.

Ablauf des Unfalls

Der Jaguar war in Richtung Wasserburg unterwegs, als er nach Pfaffenhofen plötzlich auf die Gegenfahrbahn geriet. Dabei kollidierte das Fahrzeug mit einem Sattelzug, der in die Gegenrichtung unterwegs war. Wie die Polizei jetzt bestätigte, liegt kein Fahrfehler des Lkw-Fahrers vor. Nach Zeugenaussagen und laut des Gutachters war der Sattelzug ganz normal auf dem Fahrstreifen unterwegs gewesen. Als der Jaguar auf seine Fahrspur kam, versuchte der 42-jährige Lkw-Fahrer noch auszuweichen.

Franz Sommerauer von der Pressestelle Oberbayern Süd meinte: "Es war wichtig, dass das geklärt werden konnte, damit sich der Lkw-Fahrer sicher sein kann, dass er keinen Fehler begangen hat."

Weitere Bilder von der Unfallstelle

Beide Fahrzeuge fingen nach dem Zusammenprall sofort Feuer. Sie brannten vollständig aus. Aufgrund des geplatzten Treibstofftanks standen auch etwa 50 Meter der Fahrbahn mit den Seitenstreifen in Flammen. Dem 42-jährigen Lkw-Fahrer gelang es selbst, sich verletzt aus dem Führerhaus zu befreien. Der Fahrer des Jaguar hatte keine Überlebenschance und war sofort tot.

Bilder von der Unfallstelle

Identität des Fahrers geklärt

Der Jaguar wurde anschließend in eine Werkstatt gebracht, wo man versuchte, das Fahrzeug zu öffnen. Dabei wurde festgestellt, dass der Fahrer definitiv alleine im Auto saß. Bei der weiteren Durchsuchung tauchten auch noch Dokumente des Mannes auf. So konnte seine Identität geklärt werden. Es war ein 45-jähriger Mann mit Wohnsitz in München. Nach Aussagen der Polizei, stammte der Mann ursprünglich aus der Region um Pfaffenhofen. Die Polizei informierte sofort die Angehörigen des Opfers.

Warum der 45 Jahre alte Mann auf die Gegenfahrbahn geraten war, ist noch unklar. Franz Sommerauer sagte: "Ich bin nicht zuversichtlich, dass wir noch klären, wieso der Mann mit seinem Pkw auf die Gegenfahrbahn gekommen ist. Das Fahrzeug ist einfach zu lädiert, als dass man da noch viel herausfinden könnte. Wenn es einen technischen Defekt am Fahrzeug gegeben hat, lässt sich das jetzt nur noch schwer ermitteln. Das Gutachten wird wenigstens eine Woche dauern. Aber wahrscheinlich länger."

 

Rubriklistenbild: © Reisner/re

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