Erhöhter Stressfaktor führt zu erhöhtem Unfallrisiko

Unfallverursacher "Stress" - Zeit einplanen!

+
  • schließen

Landkreis - Frau Holle nahm ihre Arbeit auf und bescherte der Verkehrspolizei und dem Rettungsdienst am Wochenende so manchen Einsatz. Was Sie als Autofahrer beherzigen sollten:

Jetzt ist er also da, der Winter: An Weihnachten nahm Frau Holle ihre Arbeit auf und schenkte uns zumindest weiße Weihnachtstage. So sehr Schneemann-Bauen und Schlittenfahren Spaß machen, so gefährlich ist es momentan auch auf den Straßen. Schneeglätte erschwert den Verkehrsteilnehmern vor allem in den Abendstunden das Weiterkommen.

Doch gerade in den Abendstunden sind die Räumfahrzeuge im Dauereinsatz. Auf Anfrage von unserer Redaktion teilt beispielsweise der Rosenheimer Stadtbauhof mit, dass tagsüber, wenn das Verkehrsaufkommen in der Innenstadt sehr hoch ist, nur zwei Räumfahrzeuge im Einsatz sind. Ist aber gegen 18 Uhr der Hauptverkehr vorbei, rücken alle 30 Räumfahrzeuge aus und räumen den Schnee von den Straßen im Landkreis. Diese "Runde" ist dann nach fünf bis sechs Stunden erledigt. Seit dem ersten Schneefall am ersten Weihnachtsfeiertag wurden so rund 300 Tonnen Salz im Landkreis Rosenheim gestreut. Und man ist dank dem kurzen Winter im letzten Jahr noch ausreichend mit Salz versorgt, so dass der Winter aus dieser Sicht noch einige Zeit anhalten dürfte.

Jürgen Thalmeier, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, gibt gegenüber unserer Redaktion an, dass das Verkehrsaufkommen am Wochenende lediglich leicht erhöht war. "Der Reiseverkehr in Verbindung mit dem Schneefall hat zu Verkehrsbehinderungen geführt."

Dennoch: Die Verkehrspolizei und die Rettungsdienste hatten an dem schneereichen Wochenende einiges zu tun - ob eine gelöste Eisplatte, die von einem Lkw in die Windschutzscheibe eines Autos flog oder ein Räumfahrzeug, das ebenfalls in einen Unfall verwickelt war. Obwohl Winterreifen selbstverständlich sein sollten, nahmen ein Franzose und ein Holländer das nicht so genau und lösten am Sonntagabend ein Verkehrschaos aus.

Am Montagmittag rieselte es erneut Schneeflocken vom Himmel und ein Frontal-Crash verursachte die Sperrung der RO36.

Fotos: Ein Verletzter bei Frontalunfall

Bei einem Unfall auf der Kreisstraße AÖ5 wurde eine Frau verletzt, ihr Auto stellte sich quer in den Schnee.

Jürgen Thalmeier rät unseren Lesern, etwas mehr Zeit auf den Straßen einzuplanen: "Ein zeitlicher Puffer sollte eingeplant werden - sollte der Fahrer aufgrund von Verkehrsbehinderungen länger als gewohnt benötigen, entsteht für ihn Stress. Dadurch kann es zu überhöhter Geschwindigkeit und zu einem erhöhten Unfallrisiko kommen."

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser