Drohungen auf Flugblättern: Schule fällt aus

Schongau/München - Unbekannte Autoren verfassten Flugblätter, auf denen Lehrer massiv bedroht werden. Der Unterricht an den Schongauer Schulen fällt deswegen heute aus.

Am Sonntagabend haben bislang unbekannte Täter fünf Flugblätter verteilt, in denen auf eine mögliche Bedrohung für Angehörige des Schulzentrums hingewiesen wird. Identische Schreiben befanden sich an Privatfahrzeugen, auf dem Schulgelände und an Wohnadressen von Lehrkräften. Da die Ernsthaftigkeit der Drohungen nicht ausgeschlossen werden kann, haben die Schulleitung und die eingebundene Polizeikräfte das weitere Vorgehen gemeinsam abgestimmt.

Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus hat den Unterricht am Schulzentrum, bestehend aus Grundschule, Mittelschule, Realschule, Gymnasium und Berufsschule, für Montag, den 12. Dezember, abgesagt. Eltern und Schüler wurden von dem Schulausfall frühzeitig mittels Radiodurchsagen, Polizeipräsenz an den Bahnhöfen und Schulbusfahrer informiert. Unter Führung der Polizeiinspektion Schongau wird das Schulgelände mit Kräften der Bereitschaftspolizei und der Operativen Ergänzungsdienste Weilheim seit den frühen Morgenstunden durchsucht. Zeitgleich hat die Kriminalpolizei Weilheim die Ermittlungen zur Herkunft der Flugblätter aufgenommen.

Kultusminister Spaenle: „Vorsorge für die Schülerinnen und Schüler“ 

Der Unterricht an den Schulen des Schulzentrums Schongau und in der Berufsschule Schongau wurde für heute abgesagt. Grund für diese Entscheidung war die anonyme Ankündigung einer Gewalttat an der Schule. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat in Abstimmung mit dem Polizeipräsidium Süd heute Nacht entschieden, dass die Schule geschlossen bleibt. „Wir haben Verantwortung für das Wohl unserer Kinder und wollen dieser gerecht werden“, so der Minister.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © dpa

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