Ganz schlechter Scherz in München

Notruf: "Mann hält Frau Pistole an den Kopf" - SEK im Einsatz

München - Zu einem Großeinsatz führte ein schlechter Scherz in Unterschleißheim. Ein Zeuge hatte dort beobachtet, wie eine junge Frau mutmaßlich mit einer Waffe bedroht worden war:

Am Dienstag, den 10. April, rief ein aufmerksamer Zeuge, gegen 17.15 Uhr, die Einsatzzentrale der Polizei an und teilte mit, dass er beobachtet habe, wie im Furtweg in Unterschleißheim, ein Mann einer Frau in einem Auto eine Pistole an den Kopf gehalten habe. 

Der Zeuge teilte der Polizei auch das Kennzeichen des Wagens mit und gab an, dass das Fahrzeug nun über Feldwege in Richtung Haimhausen davonfahren würde. Daraufhin wurden Einsatzkräfte der Polizei München sowie Beamte der Polizei Oberbayern Nord an die Halteranschrift des flüchtigen Autos in Haimhausen entsandt. 

Auch die Besatzung eines Polizeihubschraubers und Spezialeinsatzkräfte waren in dem Einsatz eingebunden. Offensichtlich durch den Hubschrauberlärm verunsichert, verließ der Beschuldigte, ein 26-jähriger Deutscher, gegen 18.16 Uhr das Wohnanwesen und konnte von Einsatzkräften widerstandslos festgenommen werden. 

In einer ersten Befragung gaben sowohl er, wie auch die vermeintlich bedrohte Frau, eine 23-jährige Deutsche, an, dass es sich lediglich um einen „Spaß“ gehandelt habe. Es hätte weder Streit noch eine Bedrohung gegeben. 

Im Fahrzeug des Mannes konnte die Tatwaffe, eine schwarze Plastikspielzeugpistole aufgefunden werden. Nach ihren Vernehmungen vor Ort wurden alle Beteiligten aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen. Sie wurden wegen eines Vergehens der Störung des öffentlichen Friedens angezeigt.

Pressemeldung Polizeipräsidium München

Rubriklistenbild: © (Symbolbild) Oliver Killig/dpa-Zentralbild/dpa

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