Unwetter fordern Feuerwehren

Unwetter-Entwarnung für Region - 200 Menschen in Grainau evakuiert

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Über Bayern wüteten schwere Unwetter

Vollgelaufene Keller, über die Ufer getretene Gewässer und zahlreiche Blitzeinschläge: Unwetterartige Regenfälle und Gewitter haben in der Nacht zu Sonntag in vielen Regionen Deutschlands für zahlreiche Rettungseinsätze gesorgt.

Das Wichtigste in Kürze:

- Aktuelle Warnkarte des DWD

- DWD warnt für die Landkreise in der Region vor schwerem Gewitter und Starkregen

- Warnung gültig von Samstag (13. Juni) 19.08 Uhr bis Sonntag (14. Juni) 9 Uhr

- Gewitter können sehr lokal und mit voller Intensität auftreten

Update, 9.09 Uhr - Entwarnung auch für Traunstein, Berchtesgaden, Altötting

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf Anfrage mitteilt, kann auch Unwetter-Entwarnung für die Landkreise Altötting, Traunstein und Berchtesgadener Land gegeben werden. Es falle kein Starkregen mehr, auch "sonstige Wettergefahren" seien nicht in Sicht. 

"Unwetter am Nachmittag sind zwar nicht vollkommen auszuschließen", wie Martin Schwienbacher vom DWD München verdeutlicht, die Wahrscheinlichkeit dafür sei aber "sehr gering". 

Unwetterschäden oder größere Feuerwehreinsätze blieben indes auch im Landkreis Traunstein aus, wie die Integrierte Leitstelle auf Nachfrage bestätigt.  

Update, 8.56 Uhr - 200 Menschen in Grainau evakuiert

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd auf Anfrage mitteilt, mussten in der Nacht auf Sonntag in Grainau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen 200 Menschen von der Feuerwehr evakuiert werden, nachdem der Hammersbach aufgrund der massiven Niederschlagsmengen über das Ufer getreten ist. 

Die Einwohner können wahrscheinlich am Sonntagvormittag in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Berichte über mögliche Verletzte liegen keine vor.

Wie die Polizei weiter ausführt, sei es im Landkreis Rosenheim zu keinen größeren Einsätzen im Zusammenhang mit dem Unwetter gekommen. 

Update, 14. Juni, 7.20 Uhr - Entwarnung in Mühldorf und Rosenheim, Evakuierung in Garmisch-Partenkirchen

Vollgelaufene Keller, über die Ufer getretene Gewässer und zahlreiche Blitzeinschläge: Unwetterartige Regenfälle und Gewitter haben in der Nacht zu Sonntag in vielen Regionen Deutschlands für zahlreiche Rettungseinsätze gesorgt.

Im bayerischen Landkreis Garmisch-Patenkirchen musste laut dpa-Bericht ein Gemeinde-Ortsteil evakuiert werden. Dort war nach den starken Regenfällen ein Bach über die Ufer getreten. Betroffen waren nach Angaben der Polizei Dutzende Bewohner.

Für die Regionen Mühldorf und Rosenheim gibt der DWD Entwarnung: So wurde die Unwetterwarnung für die Stadt und den Landkreis Rosenheim sowie für den Landkreis Mühldorf aufgehoben. 

Update, 22.10 Uhr - Unwetter zieht in der Nacht über die Region hinweg

Während sich im Norden und Osten Deutschlands die extreme Unwetter-Lage langsam entspannen dürfte, breiten sich Unwetter, Regen und Hagel nun in Bayern immer weiter aus. Laut DWD ziehen in den kommenden Stunden schwere Gewitter begleitet von Starkregen und Sturmböen über die Region hinweg. Gültig ist die Unwetterwarnung aktuell bis Sonntag 9 Uhr. 

Aktueller Warnlagebericht des DWD - Stand 22 Uhr

Update, 21.14 Uhr - Überflutungen und heftige Hagelschauer im Allgäu

Nach einem sonnigen und sehr warmen Samstag (13.06.2020) wurde das Allgäu von einer Gewitterfront erfasst. Neben Starkregen, gab es auch Hagel. So sah es stellenweise aus, wie nach einem Schneeschauer. Gegen 19 Uhr gingen bei der Feuerwehr die ersten Meldungen über vollgelaufene Keller im südlichen Oberallgäu ein. Innerhalb kürzester Zeit fielen mehrere Liter Regen pro Quadratmeter. 

Die Feuerwehren im südlichen Oberallgäu hatten stellenweise alle Hände voll zu tun. So wurden in Fischen mehrere Keller überflutet, in Ofterschwang und Hüttenberg musste die Feuerwehr ebenfalls zu vollgelaufenen Kellern und überschwemmten Straßen ausrücken. Stellenweise lagen Faustgroße Steine und Altholz auf den Straßen. Bäche traten über die Ufer, die Kanalisation konnte nicht alles aufnehmen - so wurde das Wasser stellenweise aus den Gullideckeln herausgedrückt.

Überflutungen und heftige Hagelschauer im Allgäu

Überflutungen und heftige Hagelschauer im Allgäu
Überflutungen und heftige Hagelschauer im Allgäu © News5
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Überflutungen und heftige Hagelschauer im Allgäu
Überflutungen und heftige Hagelschauer im Allgäu © News5

Update, 19.25 Uhr - DWD: Vorabinfo vor schwerem Gewitter in der Region

Soeben hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Vorabinformation vor schwerem Gewitter für 

- Stadt und Kreis Rosenheim

- Kreis Traunstein

- Kreis Altötting

- Kreis Mühldorf

- Kreis Berchtesgadener Land 

herausgegeben. Die Warnung ist gültig von Samstag (13. Juni) 19.08 Uhr bis Sonntag (14. Juni) 9 Uhr

Örtlich könnten die Niederschläge zu Überschwemmungen führen. Laut dem Warnlagebericht für den Freistaat könnten vereinzelt in kurzer Zeit bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. In Gewitternähe weht der Wind mit Sturmböen von bis zu 90 Kilometern pro Stunde.

Aktueller Warnlagebericht des DWD - Stand 19.20 Uhr

Autobesitzer sollten den angekündigten Hagel im Auge behalten: Vereinzelt sei eine Korngröße von bis zu drei Zentimetern Durchmesser möglich, wie der DWD in einer Vorabinformation für alle Regierungsbezirke mitteilte.

Gewitter mit den genannten Begleiterscheinungen treten typischerweise sehr lokal auf und treffen mit voller Intensität meist nur wenige Orte. Genauere Angaben zu Ort, Gebiet und Zeitpunkt des Ereignisses können erst mit der Ausgabe der amtlichen Warnungen erfolgen.

Update, 18.21 Uhr - Noch Ruhe in Bayern, Gewitter ziehen über Teile Deutschlands

Zwei Tage weiß-blaues Bilderbuchwetter gehen am Samstagabend zu Ende. Der DWD warnt für Bayern ab 20 Uhr vor Gewitter und Starkregen. "Mindestens bis zum Montag ist viel Regen zu erwarten, vor allem im Südwesten Bayerns", sagte ein Experte des DWD am Samstag. Aktuell herrscht in Bayern noch strahlender Sonnenschein.

Heftige Gewitter und Starkregen sind am Samstag über Teile Deutschlands hinweggezogen. Besonders stark traf es am Nachmittag den Nordosten. Etwa in Wismar und Umgebung hatten die Feuerwehrleute am Nachmittag rund 65 Einsätze, wie ein Sprecher der Regionalleitstelle sagte. Menschen kamen dabei nach ersten Erkenntnissen nicht zu Schaden.

Auch in Lübeck gab es bis zum Nachmittag Dutzende Einsätze. Mehrere Keller seien vollgelaufen, hieß es von der Regionalleitstelle. Nähere Angaben zu den angerichteten Schäden konnte der Sprecher zunächst nicht machen. In Thüringen traf es besonders die Region Greiz wo innerhalb einer Stunde schätzungsweise etwa 25 Liter Regen pro Quadratmeter niedergingen. Vereinzelt habe es auch kleinkörnigen Hagel gegeben. Auch über Brandenburg blitzte und donnerte es kräftig.

Probleme bereiteten die Regenmassen Autofahrern. Auf der Autobahn 20 im Bereich Wismar gab es am Nachmittag drei wetterbedingte Unfälle, wie ein Polizeisprecher sagte. Dort verloren Autofahrer die Kontrolle und prallten mit ihren Autos gegen die Leitplanken. In allen drei Fällen blieb es bei Blechschäden.

Brandenburg, Eberswalde: Autos fahren auf einer Straße, die nach einem Unwetter mit Starkregen überschwemmt ist.

Die "Ostsee-Zeitung" berichtete auf ihrer Internetseite, dass Gewitter an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein zwischen Groß Sarau und Schönberg sowie zwischen dem Kreuz Wismar und der Raststätte Fuchsberg den Verkehr auf der Autobahn 20 zeitweilig zum Erliegen gebracht hätten. Stellenweise habe das Wasser 20 Zentimeter hoch auf der Fahrbahn gestanden.

Update, 15.38 Uhr - Noch keine Unwetterwarnung für die Region

Aktuell liegen noch keine Unwetterwarnungen für die Region vor. Für Teile Münchens liegen jedoch bereits erste Vorwarnungen vor. Von Süden her kommen jedoch ab dem Abend (ab 20 Uhr) teils kräftige Gewitter auf, die im Laufe der Nacht in gewittrigen Starkregen übergehen. 

Lokal ist laut DWD bei den Gewittern mit Starkregen zwischen 30 und 40 Liter pro Quadratmeter, vereinzelt auch mit höheren Mengen zu rechnen, desweiteren können Sturmböen um 85 km/h und Hagel mit Korngrößen um zwei Zentimeter auftreten. 

Im Laufe der Nacht gehen die Gewitter mehr und mehr in teils noch gewittrigen Starkregen über. Dabei sind dann über mehrere Stunden hinweg Regensummen von mehr als 50 Liter pro Quadratmer möglich.

Schwere Gewitter im Norden Deutschlands

Schwere Gewitter und Regenschauer sind am Samstag über weite Teile von Hamburg und Schleswig-Holstein gezogen. Allein im Bereich Lübeck gab es bis zum Nachmittag dutzende Einsätze, wie ein Sprecher der Regionalleitstelle der Deutschen Presse-Agentur sagte. Mehrere Keller seien vollgelaufen. Nähere Angaben zu den angerichteten Schäden konnte die Leitstelle zunächst nicht machen.

Alle Infos zu den Gewittern im Norden Deutschlands findet Ihr hier.

Vorbericht

Hagel und unwetterartiger Regen: Am Wochenende blitzt und donnert es heftig über Deutschland. Teilweise können bis zu 50 Liter pro Quadratmeter fallen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert. Ab Samstagnachmittag sei das Unwetterpotenzial besonders hoch. Der DWD werde auch erst dann - wenige Stunden zuvor - erkennen können, wo die Gewitter lokal am schlimmsten ausfallen und entsprechende Warnungen herausgeben, sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich. "Jeder, der sich draußen aufhält oder eine Grillparty plant, sollte die Warnlage verfolgen." Diese könne sich innerhalb von ein bis zwei Stunden dramatisch ändern.

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Problematisch sei, dass über Deutschland ein flaches Tiefdruckgebiet liege und gleichzeitig kaum Wind wehe, so dass die Gewitter lokal auch länger andauern könnten, sagte Friedrich. So könnten "enorme Regenmengen" zusammenkommen. Auch Sturmböen und Hagel könnten dazu kommen. Für Tornados herrsche jedoch keine spezielle Wetterlage. Die Tiefdruckrinne, die sich quer über Deutschland bilde, könne sich auch noch verschieben, erklärte DWD-Meteorologe Jens Bonewitz. Die Vorhersageunsicherheit sei deshalb relativ hoch.

So sieht die Situation in Bayern aus:

Spezifisch auf Bayern bezogen, sei am Samstagnachmittag und Abend mit Gewitterneigung zu rechnen. Das größte Risiko bestehe von der Rhön bis zum Bayerischen Wald, etwas geringeres im Allgäu, dabei in erster Linie im Bergland. 

Vereinzelt käme es zu Starkregen mit bis zu 40 l/qm in kurzer Zeit, Hagel und Sturmböen bis zu 90 km/h. In der Nacht zum Sonntag werden noch verbreiteter derartige Gewitter prognostiziert. Die Hauptaktivität sei in Südbayern. Besonders betroffen sei in Schwaben.

Am Sonntag komme es nach einer Abschwächung am Vormittag zu einem neuerlichen Aufleben. Der Schwerpunkt des Unwettergeschehens liege voraussichtlich am Nachmittag in Nordbayern, es sei mit den gleichen Begleiterscheinungen wie am Samstag zu rechnen. Durch wiederholte Starkregenereignisse seien laut DWD bis Montag großflächig über 100 l/qm keineswegs ausgeschlossen. Das größte Risiko bestehe in Schwaben, das kleinste in Niederbayern.

dp/mh/DWD

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