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DWD warnte vor „Multizellen Cluster“

Unwetter in Bayern: Vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume halten Feuerwehren auf Trab

Erneut wüteten Unwetter über Deutschland.
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Erneut wüteten Unwetter über Deutschland.

Wassermassen auf Straßen und in Kellern: Heftiger Regen hat im Westen und Süden Deutschlands zu Schäden geführt. Auf einer Ruhrgebietsautobahn blieben zahlreiche Menschen mit ihren Fahrzeugen stecken.

Unwetter haben am Donnerstag in mehreren Regionen Deutschlands Keller und Straßen unter Wasser gesetzt. Betroffen waren vor allem Teile von Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Am Abend galten noch Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor schweren Gewittern mit heftigem Starkregen und Hagel in Teilen Bayerns und Baden-Württembergs. Neben der Überflutung von Kellern und Straßen sei mit Schäden durch Hagelschlag und örtlich auch mit Blitzschäden zu rechnen, teilte der DWD in Offenbach mit.

Unwetter in Ostbayern: Vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume

Bei Unwettern liefen am Donnerstag in Ostbayern mehrere Keller voll und Bäume stürzten auf Straßen. Nach Angaben der integrierten Leitstelle Passau rückten die Einsatzkräfte in den umliegenden Landkreisen bis zum frühen Abend 122 Mal zu Unwetter-Einsätzen aus. Am häufigsten gingen demnach Notrufe aus dem Landkreis Rottal-Inn ein (66). Es habe sich dabei überwiegend um Wasserschäden gehandelt, sagte ein Sprecher. Wie groß der entstandene Schaden war, konnte der Sprecher zunächst nicht sagen. „Die Kollegen von der Feuerwehr müssen das jetzt erst mal aufarbeiten.“ Die Wetterlage habe sich am frühen Abend vorerst beruhigt.

Ein Blitzeinschlag löste am Donnerstagabend einen Dachstuhlbrand in Irschenberg aus. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei war bereits eine starke Rauchentwicklung aus dem Dachstuhl festzustellen. Alle Bewohner konnten das Haus selbstständig verlassen, zogen sich dabei jedoch leichte Rauchgasvergiftungen zu und mussten durch den Rettungsdienst behandelt werden. Nach ca. zwei Stunden konnten die rund 85 Feuerwehrler das Feuer vollständig löschen. Der Sachschaden wird auf etwa 200.000 Euro geschätzt. Das Haus ist unbewohnbar.

Im Landkreis Altötting wurden aus Burghausen, Marktl und Perach mehrere vollgelaufene Keller gemeldet. Auch in Prien gab es für kurze Zeit heftigen Starkregen, welcher allerdings glücklicherweise bereits nach wenigen Minuten wieder nachließ. Über eventuelle Schäden durch die Ausläufer des Unwetters ist derzeit nichts bekannt.

Starkregen in Prien

Zahlreiche Einsätze im Landkreis Cham

Den Landkreis Cham in der Oberpfalz hatte es am Donnerstagabend stark getroffen. Die Polizei meldete rund 50 Einsätze im Bereich Bad Kötzting und Cham. Auch hier musste die Feuerwehr viele Keller auspumpen und umgestürzte Bäume beseitigen. Ein Baum fiel auf die Bahnstrecke Bad Kötzting - Lam, so dass der Bahnverkehr kurzfristig eingestellt werden musste. Einen Wassereinbruch gab es zudem in einem größeren Möbelhaus in Bad Kötzting. Über das Ausmaß des Schadens ist nichts bekannt.

Unwetter in Tirol: Hagel in Mieming, Murenabgang in Defereggen

In Tirol haben sich die Auswirkungen des starken Regens und der Gewitter bis Donnerstagabend noch in Grenzen gehalten. Gegen 23.30 Uhr kam es im bei Defeggen aufgrund der anhaltenden starken Regenfälle zu einem Murenabgang der die Defereggental Straße (L 25) auf einer Länge von etwa 100 Metern verlegte und unpassierbar machte. Aufgrund des Ausmaßes der Beeinträchtigung musste die Straße für den gesamten Verkehr gesperrt werden. 

Bei Mieming ging am Abend ein teils starker Hagelschauer mit bis zu murmelgroßen Körnern nieder. In mehreren Bereichen, wie etwa am Golfplatz, sammelten sie sich und tauchten die Landschaft in ein winterliches Weiß. Berichte über größere Schäden gibt es bisher nicht.

Ein Gewitter mit Hagel sorgt für weißen Rasen am Golfplatz Mieming in Tirol.

Zwei Menschen sterben bei Unwetter in Tschechien

In Tschechien starben bei einem Unwetter zwei Menschen, als ein Baum auf ihr Auto stürzte. Der Fahrer habe keine Chance gehabt, rechtzeitig zu reagieren, teilte die Polizei am Donnerstagabend mit. Zwei Kinder, die auf der Rückbank saßen, wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Zu dem Unfall kam es in der Nähe der südböhmischen Stadt Pisek, knapp 90 Kilometer südlich von Prag. Bei den Toten handelte es sich nach Angaben der Polizei um Fremde, die angeboten hatten, die Kinder in dem Sturm nach Hause zu fahren. Die Eltern, die zu Fuß weitergingen, blieben unverletzt.

Im Südwesten Tschechiens rückten die Feuerwehren am Abend zu Dutzenden Einsätzen aus, um umgestürzte Bäume von Straßen zu räumen und mit Regenwasser vollgelaufene Keller leer zu pumpen. Auf mehreren Bahnstrecken musste der Betrieb unterbrochen werden. Erst vor zwei Wochen hatte ein Tornado im Südosten Tschechiens sechs Menschen getötet, Hunderte Menschen verletzt und rund 1200 Häuser beschädigt.

A42 überschwemmt - Zahlreiche Autos bleiben stecken

Im Ruhrgebiet wurde die Autobahn 42 bei Herne überschwemmt. Zwischen dem Kreuz Herne und der Abfahrt Gelsenkirchen-Bismarck seien zahlreiche Autos im Wasser stecken geblieben, hieß es am Donnerstagabend aus der Leitstelle der Autobahnpolizei. Der Streckenabschnitt sei gesperrt worden. Polizei und Feuerwehr seien unter anderem mit Pumpen im Einsatz, um die Lage zu beobachten und sich wenn nötig um die Feststeckenden zu kümmern.

Menschen stehen vor einem gesperrten Teil der Autobahn. Heftige Regenfälle eines Gewitters haben im Ruhrgebiet die Autobahn 42 bei Herne überschwemmt. Zwischen dem Kreuz Herne und der Abfahrt Gelsenkirchen-Bismarck seien zahlreiche Autos im Wasser stecken geblieben.

Die Feuerwehr-Leitstelle Herne sprach am Abend von mehr als 50 Einsätzen. Man sei mit 130 Kräften im Einsatz. Es waren den Angaben nach zahlreiche Keller vollgelaufen und mehrere große Ausfahrtsstraßen überflutet worden.

In der Nachbarstadt Bochum musste die Feuerwehr ebenfalls zu unwetterbedingten Einsätzen ausrücken. Zweimal war dort ein Blitz in Bäume eingeschlagen, die umzustürzen drohten. Auch in der bereits vor einigen Tagen durch Überschwemmungen schwer getroffenen Stadt Fröndenberg an der Ruhr liefen wieder mehrere Keller voll.

mh/dpa

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