Feuerwehr am Donnerstag im Einsatz

Unwetter nach Hitzewelle: Gewitter ziehen über Bayern und die Steiermark hinweg - ein Toter

Bayern - Nach Tagen der Hitze haben sich in Bayern und Deutschland erste Unwetter entladen. Besonders schlimm traf es erneut die Oberpfalz und Nordrhein-Westfahlen, wo die Feuerwehr unzählige Male ausrücken musste.

Volle Badeseen, Menschenmassen in den Freibädern und beim Eiseissen: Der Sommer 2020 zeigte sich die letzten Tage von seiner schönsten Seite - eine regelrechte Hitzewelle überrollte Bayern und Deutschland. In der Bundesrepublik wurden Temperaturen von bis zu 39 Grad Celsius erreicht. In den Wäldern herrschte teils höchste Waldbrandgefahr. An manchen Orten wurde sogar das Trinkwasser knapp. Nebeneffekt: Es kann auch zu schweren Gewittern kommen.

Unwetter im Kreis Cham sorgen für Überschwemmung

Während die Region am Donnerstag (13. August) nach dem Hochwasserstress vor gut zehn Tagen sehr gut weggekommen ist, hat es erneut die Oberpfalz „erwischt“ - im besonderen den Landkreis Cham. Zuletzt war Ende Juli ein Unwetter über die Oberpfalz hinweggezogen. Einsatzkräfte sprachen im Nachgang von einer „Schneise der Verwüstung", die das Unwetter hinterließ.

Gut eine Stunde lang (zwischen 16 und 17 Uhr) fegte am Donnerstag ein Unwetter über den Landkreis Cham, sorgte für Überschwemmungen und entwurzelte Bäume.

Unwetter sorgen für 200 Feuerwehreinsätze in Grevenbroich (NRW)

Auch über das Stadtgebiet von Grevenbroich zog am Donnerstag ein Unwetter mit Starkregen und vereinzelten Sturmböen. Innerhalb von einer Stunde gingen danach über 220 Meldungen bei der Feuerwehr Grevenbroich ein. Um alle Einsätze bewältigen zu können, wurde Stadtalarm ausgelöst und Erkunderfahrzeuge ins Stadtgebiet entsandt. Erst nach 23 Uhr konnten die letzten Einsätze beendet werden.

Bei rund 40 Meldungen mussten die Florianer aber doch teils mehrere Stunden tätig werden. Oft ging es dabei um vollgelaufene Keller. In der Südstadt liefen beispielsweise die Kellerräume einer Apotheke voll Wasser. Auch die Feuerwehr blieb nicht verschont. In Kapellen musste die Feuerwehr zu später Stunde das Wasser aus den Kellerräumen des dortigen Feuerwehrgerätehauses pumpen.

Unwetter fordert Todesopfer in Graz

Hagel, Sturm, Regen suchten am Donnerstagnachmittag auch Teile Österreichs heim. Besonders getroffen hat es die Steiermark mit der Landeshauptstadt Graz. Hier wurden zahlreiche Bäume entwurzelt, Keller liefen voll Wasser. Im Grazer Stadtpark wurde laut „Der Grazer" ein 26-jähriger von einem umfallenden Baum erschlagen. Der Park wurde nun bis einschließlich Sonntag für die Öffentlichkeit gesperrt.

mh

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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