Erschreckende Bilder aus Österreich

Mure verwüstet Uttendorf - Anwohner fürchten um Existenz: "Alles ist kaputt"

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Landkreis - Am Montagnachmittag sorgten teils heftige Gewitter in Bayern und Österreich für Abkühlung. Die Regengüsse haben im Salzburger Land einen Murenabgang ausgelöst.

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Niederschlagsradar

Update, 15.15 Uhr: Video von Situation in Uttendorf

In Uttendorf müssen nach der Vermurung massive Schäden beseitigt werden. Den Mut verlieren die Betroffenen nicht, denn: Es wurde niemand verletzt und die Hilfe der Einsatzkräfte, des Bundesheeres sowie der Nachbarn ist enorm. „Ich bin mit den Einsatzkräften in ständigem Kontakt. Alle haben mir versichert, dass der Zusammenhalt in der Gemeinde enorm ist. Außerdem funktioniert das Zusammenspiel von Bezirkshauptmannschaft und Blaulichtorganisationen hervorragend“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der sich bei allen Helfern herzlich bedankt, berichtet Land Salzburg

Zirka 90 Häuser zwischen dem Ortszentrum und Litzeldorf sind von den Schlamm- und Wassermassen beschädigt worden, einige davon massiv. Der Katastrophenschutz der Bezirkshauptmannschaft Zell am See, die Feuerwehren von Krimml bis Piesendorf, alle anderen Blaulichtorganisationen, der Wildbach- und Lawinenverbauung, Baggerunternehmer, Nachbarn, Freunde und viele mehr packen mit an. Großteils kommt schweres Gerät zum Einsatz, aber vielerorts können nur fleißige Hände helfen. Am Dienstag rückte auch das Bundesheer mit 30 Soldaten aus Saalfelden und 20 aus St. Johann an.

„Das Wasser ist nicht das größte Problem, es ist vielmehr der Schlamm, der schnell entfernt werden muss“, so Florian Schett, stellvertretender Ortsfeuerwehrkommandant in Uttendorf. Er schildert die Szenen, als am Montagabend ganze Familien nur mehr mit der Baggerschaufel aus dem ersten Stock ihrer Häuser geborgen werden konnten. 

Pressemeldung LandSalzburg

Update, 11.08 Uhr - Aufräumarbeiten in Uttendorf laufen

Am Montagabend trat nach einem kurzen aber heftigem Regenfall der Manlitzbach über die Ufer und verwüstete Teile des Ortes Uttendorf. seitdem sind 150 Feuerwehrler und 50 Kräfte des Bundesheeres im Dauereinsatz. „Ausgehend von einem einzigen Bach, ist das ein Ereignis, das so noch nie dagewesen ist“, sagt Mario Rieder von der Feuerwehr Uttendorf im Gespräch mit salzburg24.at. Aktuell seien sämtliche verfügbaren Feuerwehrleute mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Zusätzlich verschärfe derzeit ein Waldbrand am Sonnberg, im Grenzgebiet von Uttendorf und Niedernsill, die Lage. „Dort sind wir gemeinsam mit den Kamaraden aus Niedernsill und einem Hubschrauber des Innenministeriums im Einsatz“, schildert Rieder im Gespräch mit salzburg24.at weiter. „Wir versuchen den Brand punktuell zu halten.“

Update, 7.45 Uhr - Die Wetteraussichten für die Region am Dienstag

Während wir gestern noch ordentlich schwitzen durften, beginnt der Dienstag nass, grau und mit Gewittern. Bereits in den Morgenstunden können in der gesamten Südostbayerischen Region Blitz und Donner dabei sein. Die Frühwerte liegen zwischen 20 Grad in den Landkreisen Traunstein und Altötting und jeweils 21 Grad Celsius in den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf und dem Berchtesgadener Land.

Mittags das gleiche Bild. Überall in der Region ist neben Regen auch mit Blitz und Donner wieder zu rechnen. Dabei erreichen die Temperaturen Werte zwischen 20 Grad im Landkreis Traunstein und maximal 22 Grad Celsius in den Landkreisen Mühldorf und Altötting.

Der Nachmittag ist in den Landkreisen Mühldorf und Altötting stark bewölkt und trocken. Lediglich in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land ist neben Regenschauern weiterhin mit Gewittern zu rechnen. Die Höchstwerte erreichen dabei nur noch angenehme Werte von 20 Grad im Landkreis Traunstein und bis zu 23 Grad Celsius in den Landkreisen Mühldorf und Altötting.

Zum Abend ist es bereits wieder in der gesamten Region trocken. Während es in den Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land noch Stark Bewölkt ist scheint im Landkreis Rosenheim wieder die Sonne. In den Landkreisen Mühldorf und Altötting ist es leicht bewölkt. Die Temperaturen erreichen am Abend zwischen 18 Grad im Berchtesgadener Land und 21 Grad im Landkreis Altötting.

Die Nacht zum Mittwoch ist in den Landkreisen Altötting und Mühldorf sternenklar. In den Landkreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Rosenheim herrscht eine starke Bewölkung bei Tiefsttemperaturen zwischen 12 Grad im Landkreis Mühldorf und 16 Grad Celsius im Landkreis Traunstein.

Update, 6.25 Uhr - Bis zu 70 Häuser von Murenabgang betroffen

Es war ein kurzer, starker Regenfall am Montagabend, die Folgen sind fatal. Der Manlitzbach ist über die Ufer getreten, hat Teile Uttendorfs vermurt, 60 bis 70 Häuser sind betroffen. Doch Bezirkshauptmann Bernhard Gratz konnte am Montagabend nach der Befliegung des Oberlaufes des Baches sowie der Sitzung des Einsatzstabes leichte Entwarnung geben: „Das Wasser fließt durch Sofortmaßnahmen wieder in seinem Bett, keine Personen wurden aus derzeitiger Sicht verletzt, die Aufräumarbeiten laufen gut und effektiv.“

Mure verwüstet nach Unwetter Teile von Uttendorf

Noch am Abend ist in Uttendorf schweres Gerät angerückt, den Bach wieder in sein Bett zu bringen und die bis zum Rand gefüllten Sperren auszubaggern. „Wir tun alles, damit nicht bei weiterem Regen noch mehr passiert“, so Bezirkshauptmann Bernhard Gratz. Meteorologen sagen allerdings nur wenige Niederschläge an, leichtes Aufatmen in der Gemeinde. Dennoch werden in der Nacht Beobachtungsposten der Freiwilligen Feuerwehr aufgestellt, die im Falle des Falles, also zum Beispiel weiteren Muren sofort Alarm schlagen können.

100 Feuerwehrleute im Einsatz, Bundesheer schickt 50 Soldaten

Die verschlammten Häuser, Gärten und Straßen müssen gereinigt sowie die gesamte Infrastruktur wie die Abflüsse wieder hergestellt werden. „Daher haben wir den Antrag auf Assistenzeinsatz an das Bundesheer gestellt. Unbürokratisch und schnell haben wir eine Zusage erhalten. Auch die Feuerwehren und alle anderen Einsatzkräfte und auch die Baggerunternehmen waren und sind sofort zur Stelle“, ist Gratz dankbar für den raschen Einsatz.

Pinzgaubahn steht still

Durch die vereinten Kräfte war es nicht nur möglich, die B168 schon am Abend wieder für den Verkehr frei zu geben, sondern auch die Straßen soweit aufzuräumen, dass alle Bürgerinnen und Bürger erreichbar sind. Jene Personen, die im ersten Stock ihrer Häuser die Überflutung sicher überstanden haben, sind nicht in Gefahr, mit ihnen steht man in ständigem Kontakt. Die Pinzgaubahn bleibt aus derzeitiger Sicht bis Freitag gesperrt, von Uttendorf bis nach Krimml verkehrt ein Schienenersatzverkehr.

Update, 17.53 Uhr - Video aus dem Salzburger Land

Erschreckende Videoaufnahmen erhalten wir aus dem Salzburger Land. Dort traten nach schweren Gewittern und starken Regenfällen zum Teil Bäche über die Ufer und wurden zu reißenden Flüssen. Unter anderem sei die Manlitzbach über die Ufer getreten, berichtet salzburg24.de.

Es sind im Ortsgebiet Uttendorf mehrere Häuser betroffen und die Mure hat teilweise große Schäden an den Gebäuden verursacht.

Update, 15.43 Uhr - DWD gibt Entwarnung

Der Deutsche Wetterdienst gibt Entwarnung. Die Unwetterwarnungen vor schweren Gewittern in den Landkreisen Rosenheim, Mühldorf am Inn, Altötting und Traunstein wurden soeben aufgehoben. 

Update, 15.03 Uhr - Unwetterwarnung verlängert

Wieder meldet sich der Deutsche Wetterdienst. Für die Landkreise Rosenheim, Altötting, Mühldorf am Inn und Traunstein wurden die Unwetterwarnungen vor schweren und extremen Gewittern bis 17 Uhr verlängert. 

Update, 14 Uhr - schwere Gewitter auch in Altötting und BGLand

Nun erwischt es die gesamte Region. Der Deutsche Wetterdienst hat seine Warnungen nochmals erweitert. Zwischen 14 Uhr und 15 Uhr warnt der DWD auch in den Landkreisen Altötting und Berchtesgadener Land vor schweren Gewittern. 

Gleichzeitig hat der Wetterdienst die Unwetterwarnung für den Landkreis Traunstein verschärft. Dort werden nun auch extreme Gewitter erwartet. 

Hinweise auf mögliche Gefahren:

Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr! Es sind unter anderem verbreitet schwere Schäden an Gebäuden möglich. Bäume können entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. 

Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen sind möglich. Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen! 

Sichern Sie Gegenstände im Freien! Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen! Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!

Update, 13.40 Uhr - schwere Gewitter in Traunstein

Nun hat der Deutsche Wetterdienst seine Warnung vor schwerem Gewitter auch auf den Landkreis Traunstein ausgeweitet. Bis 15 Uhr besteht die Gefahr des Auftretens von schweren Gewittern der Stufe 3 von 4.

"Von Westen ziehen einzelne Gewitter auf. Dabei gibt es heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 und 40 Liter pro Quadratmeter pro Stunde sowie schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 90 km/h und Hagel mit Korngrößen um vier Zentimeter", heißt es.

Update, 13.35 Uhr - extreme Gewitter in Rosenheim erwartet

Der Deutsche Wetterdienst hat seine amtliche Unwetterwarnung nun hoch priorisiert. Es wird vor extremem Gewitter für den Landkreis und die Stadt Rosenheim gewarnt. Diese Warnung gilt zunächst bis 15 Uhr. Es besteht die Gefahr des Auftretens von extremen Gewittern der Stufe 4 von 4.

Update, 13.15 Uhr - Warnung auch für den Landkreis Mühldorf

Der Deutsche Wetterdienst hat seine Warnung vor schwerem Unwetter nun nochmals präzisiert. Für denLandkreis Rosenheim gilt die ausgegebene Warnung nun bis 15 Uhr.

Zudem gibt es nun ebenfalls bis 15 Uhr eine amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter für den Landkreis Mühldorf am Inn. Es besteht die Gefahr des Auftretens von schweren Gewittern der Stufe 3 von 4.

"Von Westen ziehen einzelne Gewitter auf. Dabei gibt es heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 und 40 Liter pro Quadratmeter pro Stunde sowie schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 90 km/h und Hagel mit Korngrößen um drei Zentimeter", heißt es.

Update, 13 Uhr - Starkregen, Sturmböen und Hagel im Landkreis Rosenheim

Von Westen her ziehen verbreitet Gewitter auf, berichtet der Deutsche Wetterdienst. Dabei gibt es heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 25 und 40 Liter pro Quadratmeter pro Stunde sowie schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 90 km/h und Hagel mit Korngrößen um vier Zentimeter.

Update, 12.10 Uhr - Warnung vor schwerem Gewitter im Landkreis Rosenheim

Soeben hat der Deutsche Wetterdienst eine amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter für den Landkreis Rosenheim ausgegeben. Es besteht die Gefahr des Auftretens von schweren Gewittern der Stufe 3 von 4. Die Warnung gilt zunächst bis 14 Uhr.

Vorbericht

Nach der Hitze am Wochenende und dem heißesten Junitag überhaupt seit den Wetteraufzeichnungen drohen nun wieder heftige Gewitter. Der Deutsche Wetterdienst warnt in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Altötting und Mühldorf am Inn vor starken Gewittern. Diese Warnung gilt zunächst von Montagmittag, 12 Uhr, bis Dienstagnacht, 3 Uhr.

Ein Tiefdrucksystem über Nordeuropa lenkt mit einer Kaltfront mäßig warme Meeresluft in den Freistaat. Die Folge: Ab dem Nachmittag kann es in Südbayern zu starken Gewittern kommen, vereinzelt mit heftigem Starkregen, wie der Deutsche Wetterdienst berichtet. Bis zu 70 Liter pro Quadratmeter, großer Hagel um die fünf Zentimeter und orkanartige Böen bis 120 km/h sind wahrscheinlich.

Im Alpenvorland muss gebietsweise mit heftigem Starkregen um die 40 Liter pro Quadratmeter und mit stürmischen Böen um 70 km/h gerechnet werden. Dennoch bleibt die Südhälfte Bayerns zugleich weiter stark von der Wärme belastet. Auch besteht weiterhin hohe bis sehr hohe Waldbrandgefahr, berichtet der Deutsche Wetterdienst in seinem aktuellen Wetterbericht.

In der Nacht zum Dienstag ist im Süden Bayerns weiter mit anhaltenden Gewittern und mit Unwettergefahr zu rechnen. Am Dienstag (2. Juli) bleibt es an den Alpen zunächst bei trüben Aussichten mit dichten Regenwolken, vereinzelt mit Blitz und Donner.

Unterdessen warnt der Deutsche Wetterdienst bis Montagabend, 19 Uhr, noch vor einer starken Wärmebelastung aufgrund der hohen Temperaturen in den vergangenen Tagen und zu Wochenbeginn. Auch in der vergangenen Woche ist mehrfach vor Hitze gewarnt worden.

Die Aussichten für die Region:

  • Aussichten für Rosenheim: In den nächsten Tagen zeigt sich das Wetter heiter. Am Montag und Dienstag können Gewitter auftreten. Die Tagestemperaturen sinken von 33 Grad am Montag auf 21 Grad am Dienstag. Am Montag weht ein teilweise kräftiger Wind aus südlicher Richtung.
  • Aussichten für Traunstein: Nach einem Dienstag mit Wolken und Sonne steht beim Wetter einem sonnenreichen Mittwoch nichts mehr im Wege. Dabei können am Montag auch Gewitter auftreten, auch am Dienstag bleibt es nicht trocken. Von 33 Grad am Montag gehen die Höchstwerte auf 19 Grad am Dienstag zurück. Es weht ein teilweise böig auffrischender Wind aus südwestlicher Richtung.
  • Aussichten für Bad Reichenhall: Trübe Aussichten für das Wetter am Dienstag, wogegen an den anderen Tagen auch die Sonne zum Vorschein kommt. Dabei treten am Montag und Dienstag Gewitter auf. Von 34 Grad am Montag gehen die Höchstwerte auf 22 Grad am Mittwoch zurück.
  • Aussichten für Altötting und Mühldorf: Nach einem Dienstag mit Wolken und Sonne steht einem freundlichen Mittwoch nichts im Wege. Am Montag können aber auch Gewitter auftreten. Die Hitze schwächt sich ab: Von 34 Grad Celsius am Montag gehen die Höchstwerte auf 25 Grad Celsius am Dienstag zurück. Am Montag weht ein teils kräftiger Wind aus südwestlicher Richtung.
  • Weitere Details zum Wetter in Ihrer Heimat finden Sie hier.

ksl

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