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Das sagt ein Meteorologe zur aktuellen Wetterlage

Nach heftigen Unwettern in den letzten Tagen: Müssen wir langfristig mit der Gewittergefahr leben?

Blitzeinschlag in Laufen (Symbolbild)
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Blitzeinschlag (Symbolbild)

Fast schon täglich wurden zuletzt vom Deutschen Wetterdienst (DWD) Unwetterwarnungen herausgegeben, den Landkreis Altötting und Bischofswiesen erwischte es in den vergangenen Tagen besonders hart. Meteorologe Kai Zorn klärt auf, ob wir uns auch in den nächsten Tagen vermehrt auf Unwetter einstellen müssen.

Südostbayern - Immer wieder kam es in den letzten Tagen regelmäßig zu Unwetterwarnungen in der Region, im Landkreis Altötting war am Samstag, den 5. Juni, stellenweise „Land unter“, am Mittwoch, den 9. Juni, zog ein heftiges Unwetter mit Starkregen über Bischofswiesen hinweg. Müssen wir uns also vielleicht in Zukunft vermehrt auf derartige Wetterereignisse einstellen?

Grundlegend hätten die Gewitter der letzten Tage an der recht stabilen Wetterlage gelegen, die eben auch eine stabile Gewitterneigung beinhaltet. Meteorologe Kai Zorn beschreibt es so: „Das hat schlicht einfach und ergreifend mit der Wetterlage zu tun, die über mehrere Tage fast gleich ist. Dabei ist es völlig normal, dass es wiederholt ähnliches Wetter - in diesem Falle Unwetter - gibt. Es ist vergleichbar mit anderen Wettererscheinungen wie mehrere Tage Sonnenschein bei Hochdruck und mehrere Tage Regen oder Schnee bei Tiefdruck.“

Unwettergefahr auch in der kommenden Woche

Dann kann aber auch einfach der Faktor „Pech“ dazukommen. Denn in der Woche ab 14. Juni besteht schon wieder Unwettergefahr, diesmal hat sie aber ganz andere Gründe, wie Zorn erklärt: „Im Laufe der kommenden Woche besteht wieder die Gefahr von Unwettern mit einer gänzlich anderen Wetterlage. Hier steht dann nicht die Luft, sondern wir befinden uns im Grenzbereich zwischen heißer Subtropikluft und Nordmeerluft. Diese Gewitter beziehungsweise Unwetter haben einen völlig anderen Charakter und entstammen aus einer anderen Wetterlage.“

Nächste Woche sollen es also keine Gewitter wie momentan sein, die entstehen und dann fast wie festgenagelt an einem Ort immense Wassermassen auskippen, sondern es werde die Gefahr eher von Sturm- und eventuell Orkanböen beziehungsweise auch „Downbursts“ (sehr starke Fallwinde, bei denen die hohen Windgeschwindigkeiten aus oberen Luftschichten nach unten durchgemischt werden) und Hagel ausgehen. Es sei auch wieder Platzregen dabei. Da diese Zellen aber viel schneller als bei den Unwettern zuletzt ziehen, dürfte der Regen dann nicht das Hauptproblem darstellen.

„Normalste Wettererscheinung des Sommers“

„Es handelt sich um die normalste Wettererscheinung des Sommers überhaupt, die es seit Jahrhunderten gibt und sowohl in Wetteraufzeichnungen als auch in Chroniken von einst dokumentiert ist“, bestätigt der Meteorologe. Ergänzend berichtet Zorn: „Solche Unwetterlagen gibt es mit kälterem und wärmerem Klima. Die Auswirkungen auf die Umwelt - beispielsweise bei Überschwemmungen - sind durch die Eingriffe des Menschen natürlich deutlich schädlicher, als es früher der Fall war, in dem die Natur mit solchen Wetterphänomenen besser umgehen konnte als jetzt durch künstliche Versieglung und Flurbereinigung.“

aic/www.der-himmel-im-suedosten.de

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