Urlauber-Drama an der Raststätte

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Hofolding - Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Freitagvormittag auf der Autobahn A8 ereignet. Die traurige Bilanz: Sieben Leichtverletzte und eine Schwerverletzte.

Ein 58-jähriger Mann aus Bamberg befuhr mit einem Wohnmobil gegen 11.27 Uhr die Autobahn in Richtung Salzburg. Kurz nach dem Autobahnkreuz München-Süd wollte er offenbar auf den dortigen Parkplatz ausfahren. Aus bislang noch nicht geklärten Gründen folgte er jedoch mit dem Wohnmobil nicht der Zufahrtskurve, sondern fuhr mit den linken Rädern in den dortigen Grünstreifen.

Das Wohnmobil fuhr zwei Verkehrszeichen um und geriet dann auf die Stellfläche auf der linken Parkplatzseite. Dort prallte das Wohmobil zunächst nahezu ungebremst gegen das Heck eines dort geparkten Pkw Toyota mit portugisischer Zulassung. Der Pkw wurde um 180 Grad um die Hochachse gedreht und nach vorne geworfen. Dort prallte der Wagen gegen das Heck eines dort abgestellten Wohnwagengespannes aus den Niederlanden. Die Insassen des Wohnwagengespannes befanden sich zum Glück zum Unfallzeitpunkt im Kiosk, wurden somit nicht verletzt.

Auch das Wohnwagengespann wurde nach vorne geschoben und der ziehende Pkw Mitsubishi prallte mit der linken Längsseite gegen das Heck eines davor stehenden Pkw Audi mit Mainzer Zulassung.

Unfall am Hofoldinger Forst

Das Unfallverursachende Wohnmobil stürzte nach dem Aufprall auf den Pkw Toyota nach links um und rutsche ebenfalls noch gegen den Wohnwagen. Erst eine Peitschenlampe konnte das Wohnmobil zum Stehen bringen.

Bei dem Unfall wurden der Verursacher, seine Ehefrau (57 Jahre alt) und deren gemeinsame Tochter (30 Jahre alt) jeweils leicht verletzt.

Die Fahrerin des Pkw Toyota (55 jährige Ukrainerin mit Wohnsitz in Portugal) wurde in ihrem Pkw eingeklemmt. Sie wurde durch die Feuerwehren Taufkirchen und Brunnthal aus ihrem Fahrzeug geschnitten und anschließend durch einen Rettungshubschrauber in ein Münchner Klinikum geflogen.

Im Pkw Audi wurden die drei Mitfahrer eines 59-jährigen Mannes aus Kronberg ebenfalls leicht verletzt. Sie wurden durch das BRK zur ambulanten Versorgung in das Krankenhaus Agatharied gebracht.

Bei dem Unfall entstand ein geschätzter Gesamtschaden in Höhe von 50.000 Euro.

Bedingt durch den Unfall kam es zu einem mehrere Kilometer langen Rückstau, da viele vorbeifahrende Fahrzeuginsassen sich die spektakuläre Unfallstelle ansehen mussten und somit nur langsam vorbeifuhren, obwohl die Hauptfahrbahn überhaupt nicht betroffen war.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Holzkirchen

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