US-Armee streicht Stellen - Bayern besonders betroffen

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Die US-Armee will ihre Ressourcen in Deutschland verkleinern.

Heidelberg/Grafenwöhr - Die US-Armee tritt in Europa auf die Kostenbremse und streicht allein in Deutschland rund 540 Stellen von ortsansässigen Mitarbeitern. Welche Standorte in Bayern betroffen sind:

Insgesamt sollen in Europa unter anderem durch die Neugliederung von Standorten 619 Jobs von Ortskräften, 389 US-Zivilstellen und 60 Militärstellen entfallen, wie das Hauptquartier der US Army Europa am Dienstag in Heidelberg mitteilte.

Teile des Hauptquartiers der US-Standortverwaltung sowie Verwaltungsabteilungen für europaspezifische Aufgaben werden aus Heidelberg, Mannheim und Grafenwöhr nach Kaiserslautern verlagert. Die Kommandostruktur am Standort Garmisch wird aufgelöst und dem Standort in Grafenwöhr unterstellt. Betroffen von Umstrukturierungen sind den Angaben zufolge auch Standorte in Ansbach, Bamberg, Hohenfels, Schweinfurt und Wiesbaden. Insgesamt sollen in Deutschland 325 Jobs von Ortskräften gestrichen werden, hinzu kommen 159 US-Zivilstellen. Umstrukturierungen gibt es auch in Niederlanden, Belgien und Italien.

US-Armee will Ressourcen weltweit besser verteilen

Zusätzlich zur Umstrukturierung sollen durch Streichen bis 30. September 2012 in Europa 432 Jobs beim Zivilpersonal abgebaut werden. In Deutschland entfallen 218 Stellen bei ortsansässigen Beschäftigten und 162 bei US-Zivilangestellten. Ein Teil davon ist bereits unbesetzt. Die US-Armee will damit nach eigenen Angaben, weltweite Ressourcen besser umverteilen.

“Ich bin mir bewusst, dass diese Kürzungen Auswirkungen auf das Leben dieser engagierten Mitarbeiter der US Army haben“, erklärte der kommandierende General der US Army Europa, Generalleutnant Mark P. Hertling laut Mitteilung. Die Folgen sollten so gering wie möglich gehalten werden.

dpa

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