Am US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr

Fallschirmspringer verunglücken bei Übung: Weitere Details nun bekannt

Großeinsatz auf US-Truppenübungsplatz
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Mehrere Fallschirmspringer der US-Armee verletzten sich bei einer Übung. Ein Großaufgebot von Rettern rückte aus.

Grafenwöhr/Oberpfalz - Auf dem US-Truppenübungsplatz in Grafenwöhr sind am Mittwochabend (1. Juli) mehrere Fallschirmspringer verunglückt. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war vor Ort.

Update, Freitag (3. Juli): Weitere Details zu Großeinsatz auf Truppenübungsplatz Grafenwöhr

Nach der missglückten Luftlandeübung mit rund 200 US-Fallschirmjägern in Grafenwöhr sind jetzt weitere Einzelheiten bekannt geworden. Bei einer Fallschirmübung auf einem US-Truppenübungsplatz in der Oberpfalz sind sechs Soldaten und zwei Feuerwehrmänner verletzt worden. Die Soldaten seien mit ihren Fallschirmen in Bäumen gelandet, teilte ein Sprecher des Truppenübungsplatzes am Donnerstag mit. Sie erlitten nach Angaben der deutschen Polizei Knochenbrüche, Verstauchungen oder Prellungen. Drei der Soldaten hatten bis zum Nachmittag das Krankenhaus verlassen können und seien wieder dienstfähig, hieß es von US-Seite.

Ein 62-jähriger US-Feuerwehrmann wurde bei der Bergung auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) schwer verletzt, teilte die deutsche Polizei mit. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in das Klinikum Amberg geflogen. Ein weiterer US-Feuerwehrmann erlitt eine leichte Beinverletzung.

Insgesamt waren am Mittwochabend etwa 160 Einsatzkräfte vor Ort. Die Unfallursache blieb erst einmal unklar und sollte untersucht werden. Nach Einschätzung von deutscher Polizei und Staatsanwaltschaft gab es bislang keine Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten. Luftlandeübungen seien aber grundsätzlich mit Gefahren verbunden, sagte der Sprecher des Truppenübungsplatzes.

Erstmeldung, Donnerstag (2. Juli):

Auf dem US-Truppenübungsplatz in Grafenwöhr in der Oberpfalz, sind am Mittwochabend (01.07.2020) bei einer Großübung der US-Armee mehrere Fallschirmspringer zum Teil schwer verletzt worden. Einige verfingen sich bei der Landung in hohen Bäumen und mussten befreit werden, so die Nachrichtenagentur News5.

Verletzt wurden nach ersten Informationen von vor Ort insgesamt sieben Personen. Drei davon schwer. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. 

Großeinsatz am US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr

Großeinsatz am US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr
Großeinsatz auf US-Truppenübungsplatz © News5
Großeinsatz am US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr
Großeinsatz auf US-Truppenübungsplatz © News5
Großeinsatz am US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr
Großeinsatz auf US-Truppenübungsplatz © News5
Großeinsatz am US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr
Großeinsatz auf US-Truppenübungsplatz © News5
Großeinsatz am US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr
Großeinsatz auf US-Truppenübungsplatz © News5
Großeinsatz am US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr
Großeinsatz auf US-Truppenübungsplatz © News5

Insgesamt befanden sich rund 170 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehr, der Bergrettung sowie der Polizei vor Ort. Unterstützt wurden sie dabei von einem Rettungshubschrauber aus Nürnberg und zwei Hubschraubern der Bayerischen Polizei.

Zur Ursache des Unglücks gibt es bislang noch keine Erkenntnisse.

Truppenübungsplatz Grafenwöhr

Der Truppenübungsplatz liegt in der Nähe südwestlich der Stadt Grafenwöhr im Landkreis Neustadt an der Waldnaab (Oberpfalz) in Bayern und gehört großteils zur Gemarkung von Grafenwöhr. Er nimmt eine Fläche von 233 km² ein.[2] Die Ost-West-Ausdehnung beträgt etwa 25 km und die Nord-Süd-Ausdehnung umfasst circa 14 km.

Truppenübungsplatz der US-Army in Grafenwöhr

Der Übungsplatz wird seit 2006 als Joint Multinational Command Training Center (JMCTC) bezeichnet und bietet etwa 4000 amerikanischen Soldaten Platz. Der Truppenübungsplatz ist ein weitläufiges Übungsgelände mit Schießbahnen und Zielgebiet (impact area) und gilt als modernstes Übungsareal Europas. Er ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und einer der größten Arbeitgeber in der Region (3600 lokale Arbeitnehmer).

mh/News5

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