Leichen-Fundort ist wohl doch der Tatort

Vachendorf - Nach dem Leichenfund in Wimpasing wurde nun Haftbefehl erlassen. Vor der Tat gab es einen Streit zwischen der Rumänin und dem 47-jährigen Verdächtigen. 

In Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt an einer 35-jährigen Rumänin wurde der Tatverdächtige von Rom nach Traunstein überführt. Der Ermittlungsrichter hat am Mittwoch, 25. Juli, den Haftbefehl gegen den österreichischen Staatsangehörigen bestätigt.

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Am Montagvormittag, 9.Juli, wurde in einem Waldstück vor Wimpasing, in Gemeinde Vachendorf, die Leiche einer rumänischen Staatsangehörigen aufgefunden. Der Tatverdacht richtet sich gegen den 47-jährigen Lebensgefährten der Frau, einen österreichischen Staatsangehörigen mit türkischer Herkunft. Der Mann ist mit dem Auto des Opfers, einem schwarzen Audi A6, in die Schweiz gefahren, um sich von dort über Italien in die Türkei abzusetzen. Er konnte am Donnerstag, den 12.Juli, im Stadtzentrum von Rom festgenommen werden.

Nach Bewilligung der Auslieferung wurde der Mann am Dienstag, den 24.Juli, von zwei Beamten der Ermittlungsgruppe „Rahela“ und zwei Beamten der Fachdienststelle Schubwesen des Polizeipräsidiums München nach Traunstein überführt. Der 47-jährige Tatverdächtige hat sich bei der polizeilichen und richterlichen Vernehmung mit Einschränkungen zum Sachverhalt geäußert.

Nach dem jetzigen Kenntnisstand dürfte es sich bei dem Fundort in Wimpasing, Gemeinde Vachendorf, auch um den wahrscheinlichen Tatort handeln. Ein Streit zwischen dem Tatverdächtigen und der Rumänin hat sich möglicherweise aufgeschaukelt und in den tödlichen Verletzungen der Frau geendet. Den gewaltsamen Tod hat eine Untersuchung am Institut für Rechtsmedizin in München bestätigt.

Nachdem die Rumänin abseits der Straße im Unterholz abgelegt wurde, hat sich der Mann mit dem schwarzen Audi vom Tatort entfernt. Am Fundort der Frau wurden auch persönliche Gegenstände des Opfers, u.a. ihre Handtasche mit ihrem Reisepass, sichergestellt. Das Fahrzeug des Opfers konnte am 10.Juli in der Schweiz, in der Nähe von Schaffhausen, sichergestellt werden. Die erste Überprüfung durch die örtliche Polizei hatte zunächst keine Hinweise auf einen möglichen Tatort im Fahrzeug ergeben. Das Auto wurde am 19.Juli nach Deutschland überführt und wird derzeit durch die Kriminalpolizei Traunstein nach Spuren durchsucht.

Gegen den 47-jährigen Lebensgefährten des Opfers wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein bereits am Montagabend, 9.Juli, umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Diese führten durch die Zusammenarbeit der  Polizeiverbände aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien zum schnellen Erfolg. 

Mit der Auslieferung des Tatverdächtigen nach Traunstein und der Bestätigung des Haftbefehls durch den Ermittlungsrichter ist die Arbeit der Ermittlungsgruppe „Rahela“ noch nicht beendet. Nun gilt es die gesicherten Spuren mit den Angaben des möglichen Täters und der Zeugen abzustimmen, daraus entstehende Ermittlungsansätze zu überprüfen und den Sachverhalt beweiskräftig aufzuklären.

Pressebericht Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Bilder und Video vom Tatort:

Wimpasing: Fundort der Leiche

Polizeieinsatz zur Spurensicherung

Polizeieinsatz nach Leichenfund

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © Aktivnews

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