Vater will Kind aus Isar retten – und ertrinkt

  • schließen
  • Weitere
    schließen

München - Beim Versuch, seinen kleinen Sohn aus der reißenden Isar zu retten, ist ein Mann in München ertrunken. Seine hochschwangere Ehefrau erlebte die Tragödie mit.

Die junge Familie hatte mit ihren beiden Kindern an der Marienklausenbrücke das schöne Wetter genossen und gemeinsam am Ufer der Isar gespielt. Dabei geriet der zweieinhalb Jahre alte Sohn vom seichten Wasser in die Strömung und verschwand in einer Wasserwalze. Trotz der reißenden Strömung sprang der Vater dem Kleinen hinterher.

Während Rettungsschwimmer der nahe gelegenen Wasserwachtstation das Kind stark unterkühlt retten konnten und auf eine Intensivstation brachten, wurde der Vater abgetrieben und ging unter. Auch ein Großaufgebot der Rettungskräfte konnte den Ertrinkenden nicht mehr entdecken. Er wurde schließlich auf eine Sandbank unterhalb der Corneliusbrücke getrieben. Helfer begannen sofort mit Wiederbelebungsversuchen, doch da der Mann zudem schwere Kopfverletzungen erlitten hatte, starb er noch am Ufer. Seine im achten Monat schwangere Ehefrau erlitt einen schweren Schock. Die 34-jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Zur Zeit ist die Isar auf Grund des Hochwassers lebensgefährlich. Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage hat sich der Fluss in einen reißenden Strom verwandelt.

dpa

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser