Salzsäure tritt aus - Großeinsatz!

Vaterstetten - Ein mit Salzsäure beladener Sattelzug und weißer Rauch an der Oberseite - keine gute Kombination! Ein Großeinsatz war notwendig, ehe das Gefährt nach Wasserburg weiterfahren durfte.

Am 22.07.2014, gegen 18.20 Uhr, bemerkte ein aufmerksamer Reisender in der Rastanlage Vaterstetten-West an der A 99, dass an der Oberseite eines Tanklastzuges mit Gefahrgut-Kennzeichnung weißer Rauch austrat. Der Tanklastzug eines Transportunternehmens aus Meppen war im Busparkplatzbereich, neben den Pkw-Parkplätzen abgestellt. Der 57-jährige Fahrer schlief im Führerhaus des Sattelzuges.

Der gesamte Parkplatzbereich wurde durch Feuerwehr und Polizei vorsorglich geräumt und die Zufahrt zur Rastanlage gesperrt. Die Feuerwehr näherte sich mit Atemschutzgeräten dem Tanklastzug und weckte den Fahrer auf.

Aus den Ladepapieren war ersichtlich, dass der Tanklastzug mit 24 Tonnen Salzsäure beladen war. Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Atemschutzgeräten und Schutzanzügen kletterten auf den Tankauflieger und stellten fest, dass aufgrund eines technischen Defekts an der Dichtung eines Entlüftungrohres Säuredampf austrat, der mit der Feuchtigkeit der Umgebungsluft reagierte. Der Feuerwehr gelang es schließlich das Entlüftungsrohr abzudichten.

Nachdem mehrere Kontrollmessungen ergaben, dass keine Salzsäure mehr austrat, setzte der Fahrer seine Fahrt zum Entladeort in Wasserburg fort. Aus Sicherheitsgründen wurde er von einem Beamten der Gefahrgut-Trupps der Autobahnpolizeistation Hohenbrunn bis Wasserburg begleitet.

Die Rastanlage Vaterstetten-West war für gut zwei Stunden gesperrt. Insgesamt waren 85 Feuerwehrkräfte der Feuerwehren Ebersberg, Vaterstetten, Feldkirchen, Hergolding, Eglharting, und ABC-Zug München-Land im Einsatz.

Pressemeldung Autobahnpolizei Hohenbrunn

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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