Fahndungsplakate und DNA-Untersuchung

Vergewaltigung in Regensburg: 3.000 Euro Belohnung ausgesetzt - Polizei jagt Täter

Die Kriminalpolizei Regensburg bittet um Mithilfe: Vergewaltigung in Regensburg!
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Die Kriminalpolizei Regensburg bittet um Mithilfe: Vergewaltigung in Regensburg!

Am 2. November des vergangenen Jahres kam es im Donaupark zu einer Vergewaltigung. Ein unbekannter Täter hatte eine junge Frau mit einem Revolver überfallen und sexuell missbraucht. Nun hat das Bayerische Landeskriminalamt für Hinweise zur Ergreifung des Täters eine Belohnung in Höhe von 3.000 Euro ausgesetzt.

Regensburg - Es war ein Freitagabend als eine junge Frau von einem unbekannten Mann, der mit seinem Fahrrad unterwegs war, überrascht wurde. Unter Vorhalt eines Revolvers vergewaltigte der Täter das Opfer. Der Mann konnte unbemerkt flüchten. Trotz sofort durch die Kriminalpolizei eingeleiteter Ermittlungen gab es bislang keine zielführenden Hinweise. Zur Aufklärung dieser und möglicher damit in Verbindung stehender Taten, wurde bei der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg die „Ermittlungsgruppe (EG) West“ eingerichtet.

Offenbar ein Wiederholungstäter

Hinzu kommt, dass sich mehrere Wochen nach der Tat eine weitere Frau bei der Polizei meldete. Auch sie sei von dem Unbekannten spät Abends an einer Bushaltestelle angesprochen worden. Als die Frau mit ihrem Hund ihre Gassi-Runde fortsetze, habe sie der Unbekannte verfolgt, wenig später mit dem selben Revolver bedroht und in unsittlicher Weise berührt. Auch hier konnte der Täter flüchten.

Durch das Bayerische Landeskriminalamt wurde nun für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters der Vergewaltigung vom 2. November 2020 führen, eine Belohnung in Höhe von 3.000 Euro ausgesetzt.

Entsprechende Fahndungsplakate wurden bereits am 25. November im Regensburger Stadtwesten in Geschäften und öffentlichen Gebäuden ausgehängt - ohne zielführenden Hinweis.

Der Polizei liegt folgende Personenbeschreibung vor:

  • männlich
  • schwarzes, krauses Haar
  • dunkelhäutig
  • 20 bis 35 Jahre alt
  • 165 -175 cm groß
  • schlank
  • schmales Gesicht
  • sprach Deutsch mit Akzent
  • führte einen silber/grau/chromfarbenen Revolver mit sich
  • führte ein dunkles Fahrrad mit Reflektoren („Katzenaugen“) in den Speichen mit

DNA-Reihenuntersuchung

Inzwischen hat das Amtsgericht Regensburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft Regensburg auch eine DNA-Reihenuntersuchung angeordnet. Die rechtliche Grundlage dafür ergibt sich aus §81h StPO. Die Kriminalpolizei Regensburg konnte in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsmedizin in Erlangen eine DNA-Spur sichern, die dem Täter zugeordnet wird. Dieser konnte trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen und Ermittlungen mit über 60 Hinweisen aus der Bevölkerung immer noch nicht festgestellt werden.

Nun soll unter Berücksichtigung der Täterbeschreibung eine DNA-Reihenuntersuchung von bislang etwa 200 Personen helfen, den Mann zu finden. Die zur Abgabe einer Speichelprobe aufgeforderten Männer hatten in einem bestimmten Zeitraum einen Bezug zur näheren Umgebung der Tatorte.

Die Teilnahme an der DNA-Reihenuntersuchung ist freiwillig. Durch das bayerische Landeskriminalamt werden die anonymisierten Speichelproben ausgewertet und im Anschluss an den Abgleich mit der DNA-Spur des Täters sofort vernichtet. Ein Abgleich mit anderen Fällen oder eine Speicherung in der DNA-Datenbank erfolgt nicht.

mz

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