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Riesige Probleme bei Reisen

Koffer-Wahnsinn und 17 Stunden Verspätung: So haben unsere Leser das Flugchaos erlebt

Koffer-Chaos am Münchner Flughafen
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Dieses Koffer-Chaos hat ein Leser kürzlich am Münchner Flughafen erlebt.

Lange Schlangen vor dem Check-In, Koffer-Chaos bei der Abfertigung, Verspätungen und Annullierungen, Streiks bei den Beschäftigten - eine Flugreise kann derzeit zum Stresstest werden. In Bayern fangen die Ferien in Kürze erst an, der Münchner Flughafen sieht sich gerüstet. Wir wollten wissen, wie Eure Erfahrungen an den Flughäfen in letzter Zeit waren. Und die hatten es durchaus in sich.

Nach über zwei Jahren Pause durch Corona ist die Reiselust der Deutschen deutlich gestiegen. „Wir nähern uns im Moment der 80-Prozent-Marke, und es steigt weiter. In den Spitzen sind wir schon über Vor-Corona-Niveau“, so Ingo Anspach, Sprecher des Münchener Flughafens. Zur schnellen Behebung des derzeitigen personellen Notstands, hat die Bundesagentur für Arbeit jetzt grünes Licht für die vorübergehende Anwerbung von 2000 Flughafenmitarbeitern aus der Türkei gegeben. Die Sonderregelung ist befristet und gilt nur für Arbeitsverträge, die spätestens am 6. November enden, wie die Bundesagentur mitteilte.

Auch wenn das zweite Ferienwochenende in Nordrhein-Westfalen und der Ferienstart z.B. in Berlin nicht mehr ganz so chaotisch verliefen, können die Probleme im Luftverkehr nach Einschätzung von Lufthansa-Chef Carsten Spohr nicht schnell gelöst werden. Die von Personalmangel, Teileknappheit und eingeschränktem Luftraum geprägte Situation werde sich „kurzfristig kaum verbessern“, sagte der Chef der größten Airline-Gruppe Europas in einem Entschuldigungsschreiben an die Passagiere.

Doch wie ist die Lage wirklich? Wir wollten wissen, was Ihr in letzter Zeit an den Flughäfen erlebt habt - das sind Eure Erfahrungen:

Anonym aus Rosenheim

Auch wir haben ernüchternde Erfahrungen gemacht. Bei unserer Rückkehr aus dem Türkei-Urlaub vor einigen Wochen mussten wir am Münchner Flughafen über eineinhalb Stunden auf unsere Koffer warten. Das Abfertigungspersonal war offensichtlich vollkommen überlastet. Auf diverse Nachfragen beim Sicherheitspersonal bzw. am Schalter der Gepäckverfolgung reagierten die Mitarbeiter teils sehr gereizt und machten deutlich, dass sie nicht wüssten, wie lange es noch dauert, bis die Koffer auf dem Gepäckband landen würden. Begründung: Akuter Personalmangel! Fakt war, dass das Band für den Flug aus Dalaman im Ankunftsbereich zunächst eigentlich sehr schnell „ausgeschrieben“ war. Plötzlich waren dort jedoch auch Flüge aus Istanbul und Dschidda aufgeführt. Diese Koffer kamen dann auch zuerst – von den Passagieren dieser Flüge fehlte jedoch jede Spur. Nach ewiger Warterei blieb den Passagieren des Dalaman-Fluges nichts anders übrig, die „falschen“ Koffer vom Band abzuräumen und in der Ecke der Ankunftshalle zu stapeln. Ansonsten hätte das Gepäcksystem überhaupt keine Koffer mehr ausgegeben, da das Band bereits hoffnungslos überfüllt war.

Katharina U.

Am Sonntag, 26.06.2022 um 11:30 Uhr wäre unser planmäßiger Flug von München nach Mallorca gegangen. Aufgrund einer Empfehlung des Reiseveranstalters waren wir bereits drei Stunden vor Abflug am Flughafen. Die Schalterabfertigung (Kofferabgabe, Check-In) und die Sicherheitskontrollen erfolgten recht zügig. Als wir nach dem Boarding im Flieger saßen, wurde uns mitgeteilt, dass sich der Abflug verspäten würde, da das Flugzeug vom Vorflug erst ausgeladen werden müsse. Nach 1 ½ Stunden Wartezeit teilten die Piloten mit, dass wir endlich starten können, nachdem der Co-Pilot beim aus- bzw. einräumen mitgeholfen hat.  

Als wir in Mallorca gelandet sind und auf die Koffer warteten, kam ca. nach 15 Minuten eine Mitarbeiterin des Flughafens, die meinte, dass ein großer Teil der Koffer gar nicht beladen worden ist und diese aktuell in München verbleiben. Nach schneller Aufnahme der Kontaktdaten durch die Fluggesellschaft vor Ort wurde uns zugesichert, dass die Wartezeit ca. 1-2 Tage beträgt – nach Erfahrungswerten eher 24 Stunden. Dies war leider nicht der Fall. Unsere Koffer kamen erst drei Tage später an. Die Reiseveranstalter hielten sich von Anfang an aus dem Fall raus, da dies Angelegenheit der Fluggesellschaft ist. Die Fluggesellschaft gab kaum Infos raus, außer dass wenn der Koffer am Flughafen ankommt, die Lieferzeit zum Hotel noch einen Tag zusätzlich dauert. Wenn wir die Koffer jedoch selber geholt hätten, würde man uns hier keine Kosten rückerstatten. Ebenfalls teilte man mir mit, dass die Nichtbeladung der Flugzeuge teilweise wissentlich erfolgt. Auch entscheiden nur die Piloten ob sie auf ihren Flügen vergessenes bzw. verspätetes Gepäck mitnehmen oder nicht?! Dies habe ich nach Recherche im Internet sowie auf sozialen Medien immer öfters gehört (viele Erfahrungsberichte auf Instagram und Facebook). Nach mehreren E-Mails an die Fluggesellschaft, etc. habe ich bis heute keine Rückmeldung bekommen. Ebenfalls wurden auch keine Infos gegeben durch Reiseveranstaltung und Fluggesellschaft wie man bezüglich Ersatzeinkäufe und Rückerstattungen vorgeht. Leider eine sehr ärgerliche Erfahrung die uns natürlich auch für das nächste mal eine Lektion war: Handgepäck für 1-3 Tage ausrüsten.

Bernadett Jäger

Wir sind am Sonntag (3. Juli, Anm. der Redaktion) von München nach Madeira geflogen und es hat alles super geklappt 
Es war auch für einen Flughafen nicht viel los, für das was man davor überall gelesen hat. Das einzige was bei manchen für Unruhe gesorgt hat, ist das unübersichtliche Anstehen zum Check-In, denn es waren einige Bänder offen, die eigentlich zu gehört hätten. Daher standen leider ein paar Leute erst mal falsch, was aber zum Glück für keine Unruhe gesorgt hat. Sobald man denn Koffer abgegeben hat, muss man durch die ganzen Wartenden durchlaufen, fand ich persönlich ein wenig doof, aber nicht schlimm. Es kam alles in Madeira an und das alles ohne Probleme.

Melanie Striegl

Wir waren in den Pfingstferien in der Türkei. Sind ab Wien pünktlich nach Antalya geflogen ohne irgendwelche Vorkommnisse. Zurück das gleiche. Kann ich nur jedem empfehlen. Wir fliegen immer von Österreich aus. Unsere Bekannten ab Nürnberg. Da war auch alles gut. Eine Unverschämtheit was da abgeht. Als ob niemand hätte erahnen können, dass die Leute wieder in den Urlaub fliegen.

Helena Schneider

Wir sind am Samstag geflogen, von den Leuten her war eigentlich nichts los. Alles entspannt. Nur hatte unser Flug knapp 17 Stunden Verspätung, was extrem ärgerlich war und das Personal am Flughafen hat uns falsche Informationen gegeben.

Hauptgrund für das Durcheinander: Personalmangel

Die Gründe für das Chaos an den Flughäfen haben unterschiedliche Ursachen: zum einen Personalmangel. Zum anderen streikt das Personal einiger Airlines wie Ryanair, Easyjet oder Lauda-Air, was die Situation zusätzlich verschärft. Zudem klagen einige Airports über einen außergewöhnlich hohen Krankenstand beim Personal, auch coronabedingt, der nur schwer auszugleichen sei.

Der Flughafen München sieht dem Start in die bayerischen Sommerferien im August dagegen relativ gelassen entgegen. Ein Chaos wie an anderen Airports soll es nicht geben: Die Münchner Flughafengesellschaft habe, auch dank Kurzarbeit, einen Großteil ihrer Belegschaft halten können - aktuell beschäftigt sie 8700 Mitarbeiter, vor der Krise waren es 10 000. „Wir sind nicht so schlecht aufgestellt.“, so Flughafensprecher Ingo Anspach.

Schreibt uns Eure Reiseerfahrungen!

Flugreisende berichten derzeit immer wieder von teils extrem langen Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen, von Flugausfällen und verloren gegangenem Gepäck. Und Viele machen sich Sorgen, dass dieses Chaos den ganzen Sommer über so weitergeht. Wart Ihr selbst schon betroffen? Dann schildert uns Eure Odyssee.

Durch die vielen Verspätungen und Flugausfälle werden einige Passagiere von den Airlines auf die Bahn umgebucht. Das heißt: auch der Fernverkehr ist oft stark überlastet, der Regionalverkehr durch das 9-Euro-Ticket ohnehin teils an der Belastungsgrenze. Schreibt uns Eure Erlebnisse und Fotos von überfüllten Zügen, Bahnsteigen oder Gepäckausgaben an Flughäfen oder Bahnhöfen per E-Mail an leserbriefe@ovb24.de (Kennwort: „Reisechaos“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Texten auch Euren Namen und Euren Wohnort – und am besten auch ein Foto von Euch. Die Redaktion veröffentlicht Leserbriefe samt Namen und Wohnort anschließend in einem entsprechenden Artikel, wir behalten uns Kürzungen vor und können eine Veröffentlichung nicht garantieren.

si

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