In München durch Stiche lebensgefährlich verletzt

Nach versuchtem Mord: Vierten Tatverdächtigen verhaftet

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München - Ein Mann (31) wurde am ZOB angegriffen. Die Polizei hat alle Verdächtigen ermittelt. Nur einer der Gefassten räumt bisher Tatbeteiligung ein.

Update Montag, 12.25 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Durch Beamte des Kommissariats 102 konnte am vergangenen Freitag, gegen 15.15 Uhr, der letzte von vier Tatverdächtigen in München festgenommen werden. Es handelt sich um einen 18-jährigen Auszubildenden mit kosovarisch-serbischer Staatsangehörigkeit.

Er wurde am Samstag dem Ermittlungsrichter vorgeführt, um den bereits bestehenden Haftbefehl wegen versuchten Totschlags in Mittäterschaft in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in Mittäterschaft zu eröffnen. Er wurde zudem in die Untersuchungshaft eingeliefert.

Wie bereits berichtet, war es am 23. Juli, gegen 3.30 Uhr, auf dem Parkplatz des ZOB beziehungsweise im Umfeld der Diskothek Neuraum zu einem versuchten Tötungsdelikt gekommen. Dabei wurde ein 31-jähriger Angestellter durch Stiche in die Brust lebensgefährlich verletzt. Alle Beteiligten hatten sich zuvor in der Diskothek Neuraum aufgehalten.

Zwischenzeitlich konnten die vier Tatverdächtigen identifiziert und drei von ihnen auch schon festgenommen werden. Es handelt sich um einen 23-Jährigen und zwei 19-Jährige aus München.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums München

Update Mittwoch, 14.55 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Beim versuchten Mord nahe der Diskothek Neuraum sind drei Täter festgenommen und einer noch flüchtig. Bei dem Vorfall Sonntagnacht war ein 31-Jähriger aus dem Landkreis Weilheim-Schongau im Zuge einer Auseinandersetzung mit vier anderen Discobesuchern in eine körperliche Auseinandersetzung geraten und durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzt worden.

Zwischenzeitlich konnten die vier Tatverdächtigen identifiziert und drei von ihnen auch schon festgenommen werden. Es handelt sich um einen 23-jährigen, zwei 19-jährige und einen noch flüchtigen 18-jährigen Münchner. Die Fahndung nach dem vierten Tatverdächtigen läuft.

Die Tatwaffe konnte bislang nicht aufgefunden werden, weswegen im Tatortbereich bereits am Sonntag Suchmaßnahmen zur Sperrung der S-Bahn-Stammstrecke führten. Eine weitere Absuche im Gleisbereich verlief ebenfalls ergebnislos. Aus diesem Grund muss auch am Mittwoch wieder gesucht werden.

Der 31-jährige Geschädigte ist nach wie vor in stationärer Behandlung. Sein Zustand ist stabil.

Bei den Vernehmungen machten zwei der bisher Festgenommenen keine Angaben. Einer von ihnen räumte eine Tatbeteiligung ein. Gegen alle Tatverdächtige wurde von der Staatsanwaltschaft Antrag auf Haftbefehl wegen Beteiligung an einem versuchten Tötungsdelikt beantragt. Bei dem schon am Montag festgenommenen 19-Jährigen wurde der Haftbefehl entsprechend erlassen. Die beiden am Dienstag Festgenommenen werden heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums München

Erstmeldung

Im Fall eines versuchten Tötungsdeliktes am vergangenen Sonntag in München hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 19-jährige Auszubildende aus München wird verdächtigt, einen Mann am Sonntag, gegen 3.30 Uhr, auf dem Parkplatz des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) beziehungsweise im Umfeld der Diskothek Neuraum verletzt zu haben. Der 31-jährige Angestellte wurde dabei durch Stiche in die Brust lebensgefährlich verletzt.

Nachdem der 19-Jährige am Montag festgenommen wurde, streitet er die Tat in seiner Vernehmung ab. Am Dienstag wird er dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft beantragt gegen ihn Haftbefehl wegen versuchten Totschlags.

Der Gesundheitszustand des 31-Jährigen hat sich unterdessen stabilisiert. Er konnte kurz durch die Mordkommission befragt werden. Die Polizei fahndet weiter nach drei anderen Tatverdächtigen, den Begleitern des 19-Jährigen.

Personen, die sachdienliche Hinweise zur Tat oder den flüchtigen Tatverdächtigen machen können, werden gebeten, sich mit der Mordkommission München unter 089/29100 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Pressemitteilung des Polizeipräsidiums München

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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