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Lesermeinungen zu explodierenden Spritpreisen

Viele Autofahrer wütend: „Warum müssen wir in Deutschland die Welt retten?“

Zapfpistole mit der Aufschrift „Super“ steckt in der Tanköffnung eines Fahrzeugs.
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Russlands Krieg gegen die Ukraine hat die Spritpreise erneut auf Rekordhöhen getrieben.

Tanken ist in Deutschland so teuer wie nie. Und eine Entspannung der Preislage ist für Autofahrer nicht in Sicht – im Gegenteil. Viele, die beruflich auf ihr Auto angewiesen sind, verzweifeln. Leser haben uns ihre Meinung dazu geschildert:

Russlands Krieg gegen die Ukraine hat die Spritpreise auf Rekordhöhen getrieben: Zwei Euro und mehr sind für den Liter Superbenzin derzeit normal. Für den Liter Diesel mussten Verbraucher am Wochenende laut ADAC sogar mehr bezahlen als für Super E10

Dass Diesel derzeit so teuer ist, liegt nach Einschätzung des ADAC an der im Moment sehr hohen Nachfrage nach Heizöl. „Das ist eigentlich saisonuntypisch, aber offenbar kaufen die Leute Heizöl, weil sie nicht wissen, wie es im kommenden Winter wird“, erklärte ein ADAC-Sprecher.

Mobilität als Luxusgut?

Soweit will es die Linke im Bundestag nicht kommen lassen, die Partei schlägt Alarm: „Zwei Euro und mehr sind inakzeptabel und erfordern ein unverzügliches Gegensteuern der Bundesregierung“, so Fraktionschef Dietmar Bartsch gegenüber der dpa. Er forderte eine Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent und eine spürbare Reduzierung der Energiesteuer auf Sprit.

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte am Montag im ZDF-Morgenmagazin eine Spritpreisbremse: „Für viele Menschen ist das eine massive Beeinträchtigung, deswegen sollte die Mehrwertsteuer reduziert werden soweit es geht, vielleicht sogar - mit Zustimmung der Europäischen Union - auf 0 Prozent“.

Denn: den größten Teil der Spritkosten machen die Steuern aus. Der Staat verdient also kräftig mit an jedem Liter getanktem Diesel oder Benzin.  

Abgabe pro Liter Benzin/Super in Cent Diesel in Cent
Energiesteuer65,4547,04

Hinzu kommen noch Abgaben wie der Erdölbevorratungsbeitrag und natürlich 19 Prozent Mehrwertsteuer, die sich am Verkaufspreis des Kraftstoffes orientieren. Die Einnahmen sind hier also variabel. Je höher der Preis, desto höher also auch die Einnahmen des Staates.

Der ADAC empfiehlt, das Tanken eher auf abends zu verlegen, dann sind die tagesaktuellen Preise am niedrigsten. Auch ein Vergleich lohnt sich, denn nur wenige Kilometer können einige Cent Unterschied ausmachen. Täglich checken kann man die Preise in diversen Tank-Apps, aber auch im Online-Preisvergleich des ADAC.

Was meint Ihr? Was haltet Ihr von den immer weiter steigenden Spritpreisen? Wir haben Euch um Leserbriefe gebeten und Ihr habt fleißig geschrieben.

Horrende Spritpreise: Das sind Eure Leserbriefe

Daniela aus Bayern

Mein Mann und ich sind beide berufstätig, jeder von uns fährt in die Arbeit 50 Kilometer einfach, das sind täglich 200 Kilometer hin und zurück. Wir sind also beide auf die Autos angewiesen. Wir arbeiten beide im ÖPNV, wir sind die, welche die Fahrgäste befördern. Wir wissen bald nicht mehr, wie es weitergehen soll, denn auf Dauer können wir uns das nicht leisten. Wir bekommen auch nicht mehr Lohn, niemand stockt ihn auf! Auch der Strom wird immer teurer, aber niemand zahlt uns mehr Geld.

Georg aus Schwindegg

Spritpreise! Wenn man so auf der Straße fährt, sieht man, dass der Spritpreis den Autofahrern gleichgültig ist! Es wird gerast, Vollgas gegeben! Ich war Berufskraftfahrer und habe ein Fahrertraining gemacht. Ergebnis: Einsparungspotential bis zu 30 Prozent! Der Großteil der Leute weiß gar nicht - oder wollen es nicht wissen - wie man sparsam fährt. Meiner Ansicht nach müsste der Preis noch viel mehr steigen, dass die Autofahrer es kapieren!

Franz aus Traunstein

Ich fahre einen Diesel und nutze ihn hauptsächlich, um in die Arbeit zu fahren. Bereits im letzten Jahr habe ich mir einen E-Scooter zugelegt, um im Sommer 13 Kilometer in die Arbeit zu fahren. Aktuell ist es noch recht kalt in der Früh, was mich aber nicht davon abhält, den Scooter am Morgen zu wählen. Die richtige Kleidung ist natürlich gefragt. Geladen wird der Scooter übrigens per Mini-Solartankstelle zu Hause. Mit einem Grinsen an der Tankstelle vorbei …

Auf den Facebook-Seiten von OVB24 wurde heftig zu dem Thema diskutiert:

Christopher Ertas

Egal wie es sich entwickelt, die Gebühren und Steuern für den Klimaschutz müssen obendrauf kommen, denn nur diese können letztlich in erneuerbare Energien beziehungsweise in die Förderung von erneuerbaren Energien investiert werden. Nur weil der Preis fürs Öl steigt, heißt das nicht, dass Klimaschutzziele nicht eingehalten werden müssen. Selbstverständlich müssen diese Gebühren also, unabhängig vom Preis, obendrauf bezahlt werden.

Rita Carter

Unsere Regierung könnte etwas tun, damit die Spritpreise sinken, indem die Steuer ausgesetzt wird. Wie sollen Leute, die drei Schichten arbeiten, ohne Auto zur Arbeit kommen? Und das sind keine Luxusverdiener! Öffentlicher Nahverkehr ist heutzutage ein Witz! Am laufenden Band sind die am streiken. Ich musste mein Kind mit dem Auto in die Stadt fahren, wochenlang, obwohl sie eine Buskarte hat. So etwas war früher undenkbar! Wenn die Grünen wollen, dass wir mit Bus und Bahn fahren, dann muss das günstiger werden, öfter fahren, morgens ab 4 Uhr und nachts nach 23 Uhr. Und keine Streiks mehr. Alles andere ist unlogisch.

Anke Ahlers

Warum müssen wir in Deutschland die Welt retten? Alles wird teurer, aber der Lohn steigt nicht.

Gina Kohnert

Es ist traurig. Gerade Alleinverdiener oder - wie ich - alleinerziehende Alleinverdienerinnen geben bald mehr für den Diesel aus, um in die Arbeit zu kommen, als für unser tägliches Brot.

Felix Haller

Klimakatastrophe egal, Hungersnot egal, Abhängigkeit von Diktaturen egal, Krieg egal, aber wehe das Benzin wird teuer.

Anm. der Red.: Der Inhalt der Leserbriefe gibt ausschließlich die Meinung der Einsender wieder und muss nicht die Ansicht(en) der Redaktion widerspiegeln.

Wie sehr treffen Euch die steigenden Spritpreise?

Seid Ihr auf Euer Auto angewiesen? Könnt Ihr Euch das Tanken auch immer weniger leisten? Wie seht Ihr die Entwicklung in Zukunft, wird die Regierung eingreifen und wird sich die Lage an den Tankstellen wieder verbessern? Schreibt uns Eure Meinung, schildert uns Eure Situation, wie sehr betrifft Euch der Preis und was soll Eurer Meinung nach dagegen getan werden? Schreibt uns zum Thema per Mail an leserbriefe@ovb24.de (Kennwort: „Spritpreise“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Texten auch Euren Namen und Euren Wohnort – und am besten auch ein Foto von Euch. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt Namen und Wohnort anschließend in einem entsprechenden Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

si/as