In Klinik in München

Mordversuch: Hebamme unter Verdacht

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München - Wollte wirklich eine Hebamme vier Mütter und deren Neugeborene im Kreissaal töten? Diesen Verdacht hat die Münchern Polizei gegen eine 33-Jährige.

Mit Schreiben vom 10.07.2014 erstattete eine Münchner Klinik bei der Staatsanwaltschaft München I Strafanzeige gegen Unbekannt wegen des Verdachts des versuchten Mordes in vier Fällen. Dieser Anzeige lag zu Grunde, dass es bei vier Kaiserschnittgeburten im Zeitraum von April bis Juni 2014 zu Blutungen mit einer auffälligen Veränderung des Blutgerinnungssystems kam.

Interne Ermittlungen der Klinik begründeten den Verdacht, dass den Patientinnen das blutgerinnungshemmende Medikament Heparin in hoher Dosis verabreicht worden war, obwohl dies medizinisch nicht indiziert war.

Durch diesen Stoff in der entsprechenden Dosis kam es bei den Patientinnen zu einem akut lebensbedrohlichen Blutverlust, der nur aufgrund sofortiger Notfallmaßnahmen abgewendet werden konnte. Es bestand sowohl konkrete Lebensgefahr für die Mütter als auch die Neugeborenen.

Der Tatverdacht richtet sich gegen eine 33-jährige deutsche Hebamme.

Mit den Ermittlungen beauftragte die Staatsanwaltschaft München I die Mordkommission München.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I erließ der zuständige Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen die o.g. Tatverdächtige. Dieser wurde am zurückliegenden Freitag, 18.07.2014, vollzogen. Die Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft. Sie hat den Tatvorwurf zurückgewiesen.

Die Ermittlungen dauern an.

Pressemitteilung der Polizei München

Weitere Informationen zum Fall finden Sie auf unserem Partnerportal tz.de.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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