Umstände noch unklar

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen: Münchner Max-Planck-Institut feuert Klinik-Chef

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Prof. Dr. Martin Keck ist nicht mehr Chefarzt und Direktor des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München.
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München - Prof. Dr. Martin Keck ist seit Freitag nicht mehr Klinik-Chef des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie. 

Der renommierte Mediziner und Psychiater Martin Keck wurde von der Max-Planck-Gesellschaft am Freitag gefeuert. Dies bestätigte Christina Beck, Kommunikations-Chefin der Gesellschaft, unserem Partnerportal tz.de. „Zu weiteren Umständen können wir uns zu diesem Zeitpunkt nicht äußern.“

Die Hintergründe für die Entlassung des jahrelangen Direktors sowie ärztlichen Leiters an der Kraepelinstraße in Schwabing sind derzeit noch unklar. 

Verdacht des Abrechnungsbetrugs und Vorwurf der Untreue

Das Max-Planck-Institut für Psychiatrie steht seit mehr als drei Jahren im Visier der Staatsanwaltschaft. Es soll sich hierbei um den Verdacht des Abrechnungsbetrugs und den Vorwurf der Untreue handeln. Der Verdacht richte sich unter anderem gegen Professor Keck. Diese noch laufenden Ermittlungen sollen aber laut tz.de nicht ausschlaggebend für die Entlassung gewesen sein.

Im Februar 2017 kam es aufgrund mehrerer anonymer Hinweise zu einer Durchsuchung des Max-Planck-Institut. Bei einer Großrazzia wurden Aktenberge von Staatsanwaltschaft und Polizei sichergestellt. Die Max-Planck-Gesellschaft wies damals die Anschuldigungen vehement von sich - hatte sogar Strafanzeige wegen Rufschädigung gegen Unbekannt erstattet. 

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