Vogtlandbahn

Streik: Hunderte Pendler müssen auf Zug warten

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Zahlreiche Züge der Vogtlandbahn fielen am Mittwoch aus.

München - Hunderte Berufspendler in Bayern müssen am Mittwoch-Morgen lange auf ihren Zug warten. Der Grund: Ein Streik der Vogtlandbahn. Etwa 80 Prozent der Verbindungen fallen aus.

Ein Streik der Lokführer und Zugbegleiter der Vogtlandbahn hat am Mittwochmorgen Hunderte Berufspendler auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Alleine in Bayern fielen nach Angaben eines Sprechers der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) 80 Prozent der Züge der Vogtlandbahn zwischen 4.30 und 11.00 Uhr aus.

„Viele Pendler haben versucht, auf die Züge der Deutschen Bahn auszuweichen. Aber auch diese waren zum Teil so voll, dass sie keine Menschen mehr aufnehmen konnten“, sagte der Betriebsratsvorsitzende der Vogtlandbahn Mitte, Bernhard Zeitler.

In Bayern waren die Strecken von München über Kempten nach Lindau und Oberstdorf ebenso vom Streik betroffen wie die Strecken zwischen München, Landshut, Regensburg, Weiden und Hof. Auch bei der Oberpfalz-Linie zwischen Regensburg und Marktredwitz fielen einige Züge aus.

Festgefahrene Tarifverhandlungen

Hintergrund sind die festgefahrenen Tarifverhandlungen zwischen der GDL und der Vogtlandbahn GmbH (VBG). „Wir haben den Verdacht, dass die VBG eine Hinhaltetaktik verfolgt. Wir wollen uns nicht veralbern lassen“, sagte der GDL-Bezirksvorsitzende Frank Nachtigall.

Die Gewerkschaft fordert die Übernahme des Bundesverkehrstarifvertrages. Ende Februar will die Vogtlandbahn ein neues Angebot machen. Ende März sollen die Tarifpartner erneut an einen Tisch kommen.

Auch in Sachsen waren am Mittwochmorgen zahlreiche Verbindungen der Vogtlandbahn ausgefallen. Die Züge der Elstertalbahn zwischen Greiz, Plauen und Weißschlitz fielen komplett aus. Zwischen Plauen, Auerbach und Falkenstein fuhr nur jeder dritte Zug.

dpa

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