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Hohe Belohnung für Hinweise ausgesetzt

In Plastiktüte am Grund der Donau in Oberbayern gefunden: Unbekannter toter Junge hat nun ein Gesicht

Toter Junge in der Donau
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Am 19. Mai wurde eine Kinderleiche in der Donau gefunden. Die Identität des Jungen konnte bis heute nicht geklärt werden. Jetzt wurde das Gesicht des Jungen rekonstruiert.

Sechs Monate nach der Entdeckung einer Kinderleiche in der Donau haben Rechtsmediziner das Gesicht des Kindes rekonstruiert und erhoffen sich dadurch neue Hinweise. Noch immer ist die Identität des Kindes ungeklärt.

Vohburg (Pfaffenhofen an der Ilm) - Am 19. Mai hatte ein Kanufahrer den Leichnam eines etwa drei bis sieben Jahre alten Buben in der Donau entdeckt. Die Leiche war verpackt und lag bereits eine längere Zeit im Wasser. Die sterblichen Überreste sollen sich, stark verwest, in einer Plastiktüte befunden und nach einer Obduktion als menschlich erwiesen haben.

Mehrere Suchaktionen der Kripo am Ufer und in der Donau mit Spezialtechnik und Suchhunden blieben danach erfolglos. Bislang ist völlig unklar, wer der Junge war, wie er in den Fluss gelangt ist und was davor mit ihm passiert war.

Vohburg: Kinderleiche in der Donau gefunden

Die Obduktion am Institut für Rechtsmedizin in München ergab später, „dass es sich um die Leiche eines Jungen im Vorschulalter handelt“. Nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen war der Junge zwischen drei und sieben Jahre alt, 110 Zentimeter groß, etwa 15 Kilogramm schwer, hatte blaue Augen und dunkelblonde bis braune Haare. 

Am 19. Mai wurde eine Kinderleiche in der Donau gefunden. Jetzt wurde das Gesicht des Jungen rekonstruiert.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Ingolstadt wurde inzwischen das Gesicht des Kindes durch Rechtsmediziner rekonstruiert. „Wissenschaftliche Erkenntnisse lassen fundierte Rückschlüsse, ausgehend von der individuellen Kopfform, auf das tatsächliche Aussehen zu Lebzeiten zu“, heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. Das Ergebnis liegt nun vor, durch die Veröffentlichung der Bilder erhoffen sich die Ermittler neue Hinweise auf die Identität des Toten.

Die Ermittler fragen konkret:

  • Wer erinnert sich an einen Jungen, auf den die oben genannte Beschreibung zutrifft und hat diesen seit Anfang 2022 nicht mehr gesehen?
  • Zudem bittet die Kripo Ingolstadt um Hinweise zu dem ebenfalls abgebildeten Stein, mit dem der Leichnam beschwert worden war. Der 40x20x6 Zentimeter große Pflasterstein wird unter dem Markennamen Diephaus, Typ „Natura Vigo“ vertrieben.
Mit diesem Stein wurde der Leichnam des Jungen beschwert.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Ingolstadt unter der Telefonnummer 0841-93430 entgegen. Für Hinweise, die zur Identifizierung des Kindes, zur Klärung der Todesumstände und somit ggf. zur Ergreifung eines Täters führen, ist eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt.

Die Kripo überprüft mehr als 100 Vermisstenfälle aus Deutschland und weitere im Ausland. In vielen dieser Fälle, die teils schon längere Zeit zurückliegen, seien zeitintensive Nachforschungen anzustellen, berichtete das Ingolstädter Polizeipräsidium im Sommer. „Nur so kann gewährleistet werden, dass keine relevanten Details übersehen werden.“

mz/jg

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