Vorstand von Anlegerschützern tritt zurück

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Bereits zwei Angeklagte rund um die Aktienaffäre des SdK wurden verurteilt.

München - Die Affäre um manipulierte Aktien hat weitere Konsequenzen für den SdK. Nun verliert der Kapitalanleger sogar ein Vorstandsmitglied. Zuvor waren im Prozess schon zwei Urteile gefällt worden.

Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) verliert - kurz vor Beginn des sogenannten Börsenbrief-Prozesses gegen einen ehemaligen SdK-Funktionär - ein Vorstandsmitglied. Ein Sprecher der Schutzgemeinschaft bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der Financial Times Deutschland (Freitag).

Demnach legte Harald Petersen bereits am Montag seine Ämter bei der SdK nieder, um mögliche Interessenkonflikte zu vermeiden, da er in dem Prozess unter anderem den Hauptangeklagten und früheren SdK-Vize Markus Straub vertritt. Das Verfahren wird am Montag eröffnet und dürfte viele Wochen dauern. Die Beteiligten sollen etwa Aktienkurse etlicher Firmen durch gezielte Informationen beeinflusst haben, um sich auf diese Weise bei Aktiengeschäften zu bereichern.

In zwei Prozessen rund um diesen Komplex sind in dieser Woche bereits zwei Angeklagte nach Absprachen vor Gericht im Gegenzug für Geständnisse zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Ein solches Ende gilt in dem am Montag beginnenden Prozess als unwahrscheinlich, es sind bereits zahlreiche Verhandlungstage angesetzt. Die Sdk hat sich von den Vorfällen distanziert und begrüßte die Prozesse.

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