Tat in München jährt sich

Waffenhändler soll von Plänen des OEZ-Amokläufers gewusst haben

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Vor einem Jahr sind bei einem Amoklauf im Münchener OEZ neun Menschen getötet worden.
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München - Am 22. Juli jährt sich der Amoklauf zum ersten Mal. Neun Menschen und sich selbst erschoss ein Amokläufer damals am OEZ. Nun gibt es neue und schwerwiegende Vorwürfe gegen den Waffenhändler, der ihm seine Tatwaffe verschaffte.

Fast ein Jahr nach dem Amoklauf im Münchener OEZ gibt es neue Vorwürfe gegen den Waffenhändler, der David S. seine Waffe verschaffte. Er soll von den Plänen des 18-jährigen Schützen gewusst haben, der am Abend des 22. Juli 2016 neun Menschen und sich selbst erschossen hat, wie merkur.de* berichtet.

Chat-Protokoll aus dem Darknet

Yavuz Narin, der Anwalt mehrerer Opfer,erhebt die Mitwisservorwürfe gegen den Waffenhändler, wie er auf Anfrage des Merkur bestätigte. Zuvor hatte bereits der Bayerische Rundfunk darüber berichtet und sich auf ein Chat-Protokoll eines Darknet-Forums bezogen. Dort behaupte ein Teilnehmer, der Waffenhändler Philipp K. habe gewusst, wofür der spätere Mörder David S. die Waffe brauchte und er habe ihm sogar Tipps für einen Amoklauf gegeben.

Falls sich dieser Vorwurf erhärtet, droht dem Waffenhändler eine Anklage wegen Beihilfe zum Mord. Bisher wird gegen den 32-Jährigen wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Der mutmaßliche Waffenhändler war im August in Marburg festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Er soll mit diversen Waffen gehandelt haben, darunter auch halbautomatische Schusswaffen, die als Kriegswaffen gelten. Auch über das Motiv von Attentäter David S., der auch jahrelang in der Schule gemobbt worden sein soll, gibt es mittlerweile weitere Erkenntnisse. Er hat eine Art Manifest hinterlassen.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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