SOHN DES FRÜHEREN WAGINGER BÜRGERMEISTERS

Felix Daxenberger: Seine Gründe für den Wechsel weg von den Grünen

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Felix Daxenberger war kein Mitglied der Grünen, sondern zog als Parteiloser über die gemeinsame Liste von Grünen und Bürgerliste in den Gemeinderat ein. 2020 will er wieder als Parteiloser für den Gemeinderat kandidieren - diesmal aber über die Freien Wähler. 
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Waging - Wie schon sein Vater Sepp begann auch Felix Daxenbergers politische Karriere bei den Grünen - doch jetzt wechselt er im Gemeinderat die Fraktion. Wir haben mit ihm über die Gründe gesprochen.

Felix Daxenbergers Laufbahn in der Grünen-Fraktion in Waging ist beendet.Vergangene Woche verkündete Daxenberger im Gemeinderat nie ein "typischer Grüner" gewesen zu sein - und gab seinen Wechsel zu den Freien Wählern bekannt. "Ich hab' mir das lange überlegt, aber vor allem in der Kommunalpolitik passen die Freien Wähler besser zu mir", so Daxenberger gegenüber chiemgau24.de.

Schon bei Rewe/Rossmann-Ansiedlung trennten sich die Wege

Das eine, große Schlüsselerlebnis, um der Grünen-Fraktion den Rücken zu kehren, gab es laut Felix Daxenberger nicht. Doch ein Beispiel nennt er: Die Ansiedlung von Rewe und Rossmann vor den Toren Wagings. Die Grünen stimmten geschlossen dagegen, nur Daxenberger wich ab. "Ich war zuerst zerrissen. Aber nach Gesprächen mit vielen Bekannten, hatte ich dann doch für die Ansiedlung gestimmt." Einen persönlichen Streit in der Fraktion habe es nicht gegeben

Felix Daxenberger war und ist parteilos und will das auch bleiben. Selbst beschreibt er sich im Gespräch als "liberal" und "links der Mitte", doch auch mit den Bundes-Grünen hadert er etwas: "Manches ist mir da zu abgedreht und geht zu weit. Natürlich muss sich ökologisch etwas ändern, aber mit allen Vorschlägen der Grünen bin ich nicht einverstanden." Bei den Kommunalwahlen im kommenden Jahr will Daxenberger dann für die Freien Wähler kandidieren und so möglichst wieder in den Waginger Gemeinderat einziehen.

Daxenberger: Fraktionswechsel sei "nur konsequent"

Der Name Daxenberger war über Waging hinaus immer fest mit den Grünen in Verbindung: Vater Sepp Daxenberger, der 2010 einem Krebsleiden erlag, wurde 1996 in Waging zum ersten Bürgermeister der Grünen in ganz Bayern gewählt und war später auch Grünen-Spitzenkandidat bei den Landtagswahlen. Sein ältester Sohn Felix schien es ihm nachzumachen und wurde 2014 über die "Bürgerliste/Grüne" in den Gemeinderat gewählt und hat das Amt des 3. Bürgermeisters inne.

"Natürlich" habe er auch wegen seines Vaters zuerst zu den Grünen tendiert: "Ich kannte viele der Grünen und wollte es auch auf diesem Weg probieren", so Felix Daxenberger. Doch schon sein Vater habe immer gesagt, er solle das machen, was er will. "Darum war das jetzt nur konsequent."

xe

Quelle: chiemgau24.de

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