Jemand hängt alte Wahlplakate auf

Kurios: Wahlplakate aus der Nachkriegszeit tauchen in der Region auf

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Unbekannte hängen Wahlplakate aus der Nachkriegszeit in der Region auf
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Landkreis - Ein oder mehrere Unbekannte treiben derzeit in der Region ihr Unwesen und hängen überall Retro-Wahlplakate aus der unmittelbaren Nachkriegszeit auf.

Gleich mehrere Leser aus verschiedenen Ecken der OVB24-Region meldeten sich bei uns, um mitzuteilen, dass irgendjemand Wahlplakate aus der Nachkriegszeit nachgedruckt und aufgehängt hat. Teilweise werden aktuelle Plakate der Parteien heruntergerissen und durch die Retro-Plakate ersetzt. Derzeit sind unserer Redaktion Fälle aus Rosenheim, Bad Aibling und Freilassing bekannt.

Wie uns Jürgen Thalmeier, Pressesprecher des Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte, sei auf präsidialer Seite noch nichts angezeigt worden. Sollten aber Beschädigungen oder Beschmierungen angezeigt werden, gehe mad dem selbstverständlich nach. "Je nach dem was drauf geschmiert wird, wird dann geprüft, ob es eine Sachbeschädigung ist oder darüber hinaus geht." Die Polizei Freilassing hat die drei Wahlplakate am ESV-Stadion inzwischen fotografiert und die drei betroffenen Parteien informiert.

Wahlplakate zerstören ist kein Kavaliersdelikt

Das Zerstören oder überkleben von Wahlplakaten ist kein Kavaliersdelikt. Es drohen harte Strafen. Besonders hart können die Strafen ausfallen, wenn verfassungsfeindliche Symbole auf Wahlplakate geschmiert werden. Zum Beispiel, wenn Wahlwerbung der Linken mit Hakenkreuzen besprüht werden. Der Vandalismus zieht sich jedoch durch alle politischen Lager.

Werden die Zerstörer erwischt drohen ihnen Geldstrafen oder sogar bis zu zwei Jahre Haft wegen Sachbeschädigung. „Ebenso wird bestraft, wer unbefugt das Erscheinungsbild einer fremden Sache nicht nur unerheblich und nicht nur vorübergehend verändert“, heißt es im Strafgesetzbuch.

Retro-Wahlplakate aus der unmittelbaren Nachkriegszeit werden derzeit in der Region aufgehängt

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