Benefizspiel für Sascha Breneizeris

Waldkraiburg: "Gemeinsam für einen Freund"

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Der VfL Waldkraiburg und der SV Aschau spielen am Sonntag zugunsten der Familie von Sascha Breneizeris
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Waldkraiburg - Vor einem Jahr ist Sascha Breneizeris bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen. Am Sonntag bestreiten zwei seiner Vereine ein Benefizspiel für seine Familie.

Vor über einem Jahr, im April 2014, riss ein tragischer Arbeitsunfall Sascha Breneizeris aus dem Leben, mit gerade einmal 39 Jahren. Der Familienvater hinterließ nicht nur bei seinen Angehörigen, sondern auch bei seinen Freunden in den Sportvereinen im Landkreis eine große Lücke. Breneizeris spielte bei sieben Vereinen, war zudem als Trainer im Jugendbereich aktiv. "Das war ein total beliebter und sympathischer Mann", erinnert sich Rupert Feuerlein, Sprecher des VfL Waldkraiburg.

Erlös kommt der Familie zugute

Beim VfL begann Breneizeris seine Fußballkarriere als Jugendlicher, engagierte sich dort später selbst als Jugendtrainer. Der VfL plant schon lange eine Veranstaltung zu Ehren Breneizeris'. "Man wollte im Winter schon mal ein Hallenturnier machen. Aber da hat man keinen gemeinsamen Termin gefunden. Und jetzt haben wir gesagt: Bevor wir gar nichts machen, machen wir dieses Benefizspiel mit dem SV Aschau", erklärt Feuerlein.

Das Benefizspiel zwischen dem VfL Waldkraiburg und dem SV Aschau findet am Sonntag, 19. Juli, um 15 Uhr im Jahnstadion Waldkraiburg statt. Der Eintritt kostet fünf Euro.

Mit dem Benefizspiel wollen die beiden Vereine nicht nur an ihren langjährigen Freund und Weggefährten erinnern, sondern auch dessen Familie helfen. "Er war nicht verheiratet, das heißt, die Mutter seines Kindes kriegt jetzt keine Rente oder irgendwas. Die wollen wir auf alle Fälle unterstützen mit so einer Aktion." Der Erlös des Benefizspiels mit dem Motto "Gemeinsam für einen Freund" soll deshalb zu hundert Prozent Sascha Breneizeris' Freundin und der gemeinsamen Tochter zugute kommen.

"Der Kern hält sehr stark zusammen"

Breneizeris' Vater betreue beim VfL die erste Mannschaft, aber auch darüber hinaus sei die Familie Breneizeris sehr mit dem Fußball im Landkreis verbunden, so Feuerlein. Der Kontakt zur Familie sei nach dem tragischen Unfall immer da gewesen. Ein solcher Zusammenhalt ist aus Sicht Feuerleins aber nicht ungewöhnlich. "Ich glaube, das ist ganz normal im Sport."

Es gebe zwar auch Legionäre, die jedes Jahr den Verein wechselten. Diese seien wahrscheinlich schon außen vor. Ganz anders Menschen mit einer gewissen Vereinstreue und einer Treue zur Region. Breneizeris wechselte den Verein zwar auch mehrfach, was aber immer mit der Region verbunden. Seine Stationen als Aktiver waren etwa Waldkraiburg, Aschau, Mettenheim, Ampfing - alles keine weit entfernten Orte. Vor diesem Hintergrund ist das Benefizspiel nur folgerichtig. "Der Zusammenhalt in den Sportvereinen ist generell sehr groß", sagt Feuerlein. "Der Kern hält schon sehr stark zusammen."

Quelle: innsalzach24.de

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