Waldkraiburg soll Sicherheitswacht bekommen

„Wir brauchen keine Bürgerwehr und keine Rambos“

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So sieht die Sicherheitswacht bereits unter anderem in Freilassing, Burghausen oder Rosenheim aus.

Waldkraiburg - Einstimmig sprachen sich in dessen jüngster Sitzung die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses für die Einführung einer Sicherheitswacht aus. Diese soll für mehr Sicherheit sorgen. Als Vorbild wurde auch Rosenheim genannt.

„Wir brauchen keine Bürgerwehr und keine Rambos", das machte Polizeihauptkommissar Dirk Schreyer in der Diskussion in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses deutlich. Damit ging er auf Sorgen der Stadträte ein. Wenn von der federführend tätigen Polizeiinspektion nicht mindestens acht geeignete Personen gefunden würden, gäbe es auch keine Wacht, schreiben die Waldkraiburger Nachrichten.  So sei das bei einer geplanten Einführung in Traunstein vor einigen Jahren gewesen, dort gibt es inzwischen einen neuen Anlauf.

Immer im Kontakt mit der Polizei

Eine aus Bürgerinnen und Bürgern, die von der Polizei ausgewählt werden, zusammengestellte Sicherheitswacht überwacht ausschließlich den öffentlichen Raum. Die Sicherheitswacht steht in der Regel mit einem Funkgerät in Verbindung mit der Polizei und ist paarweise unterwegs. Die Sicherheitswacht ist einheitlich uniformiert, gesucht werden Frauen und Männer zwischen 18 und 60 Jahren. Nach der erforderlichen Personalauswahl bildet die Polizei die Ehrenamtlichen in etwa 40 Stunden aus. Ein Richtwert für die Einsatzzeit sind zehn bis 15 Stunden im Monat.

Sicherheitsgefühl hat gelitten

Das Sicherheitsgefühl in der Stadt hat in der jüngsten Zeit arg gelitten. Deshalb setzt die Polizei dort bereits seit kurzem verstärkt auf Fußsstreifen. Diese bestreifen vor allem auch den Stadtpark oder den Peterspark, letzteren auch wegen der Nähe zur Dependance. "Wir zeigen uns dort, weil manche Menschen Bedenken haben", erklärte die Polizei der Zeitung in einem Bericht am Montag. Die Sicherheitslage in den beiden Parks ist immer wieder Thema in Waldkraiburg. Im Mai waren dort auch Beamte der Rosenheimer Reiterstaffel im Einsatz, um das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung zu verbessern.

In der Ausschusssitzung verwiesen Vertreter der Polizei auch auf Erfahrungswerte aus Rosenheim, dem Vorreiter bei der Einführung von Sicherheitswachten in der Region. Dort habe sich durch deren Arbeit der Salingarten von einem Ort, um den die meisten Bürger einen weiten Bogen machten zu einer Stätte gewandelt wo jeder zu jeder Tages- und Nachtzeit hingehen kann“. Mehrkosten oder ein erhöhter Verwaltungsaufwand kommen auf die Stadt nicht zu. Der Ausschuss sprach sich einstimmig für deren Einführung aus, nun muss noch der Stadtrat dafür stimmen.

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Quelle: innsalzach24.de

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