FAMILIENSTREIT IN WALDKRAIBURG ESKALIERTE

Mann geht brutal auf Mutter und Polizisten los - 29-Jährigen festgenommen

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Waldkraiburg - Ein 29 Jahre alter Mann soll am Montag, 16. April 2018, seine Mutter massiv angegriffen und verletzt haben. Nachdem eine Nachbarin die Polizei alarmiert hatte, konnte der Mann von der Polizei überwältigt und festgenommen werden. Das Opfer erlitt glücklicherweise keine schwerwiegenden Verletzungen. Der Tatverdächtige wurde in eine Fachklinik eingeliefert.

Einer couragierten Nachbarin ist es möglicherweise zu verdanken, dass es bei einer heftigen Auseinandersetzung in der Wohnung einer 51-Jährigen in Waldkraiburg nicht zum Äußersten kam. Nachdem die Mitteilerin um kurz vor 12 Uhr wegen eines lautstarken Streits über die Notrufnummer 110 die Polizei alarmiert hatte, drangen die Beamten der Polizeiinspektion Waldkraiburg kurz darauf gewaltsam in die Wohnung des Mehrfamilienhauses im Stadtteil Föhrenwinkel ein. 

Der 29-Jährige Sohn der Wohnungsinhaberin ließ von seiner Mutter ab, ging sofort massiv auf die Beamten los und konnte nur mühsam überwältigt werden. Dabei mussten die Polizisten auch Pfefferspray gegen den Mann einsetzen. Er selbst, wie auch zwei Beamte, erlitten leichte Verletzungen. Das 51-jährige Opfer kam zur Behandlung in ein Krankenhaus, konnte die Klinik inzwischen aber bereits wieder verlassen.

Der Tatverdächtige wurde am Dienstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt. Weil sich eindeutige Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung des Mannes ergeben haben, ordnete das Gericht wegen des Verdachts der Körperverletzung, der Bedrohung und des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte die einstweilige Unterbringung an. 

Der 29-Jährige wurde daraufhin in die geschlossene Abteilung einer Fachklinik eingeliefert. Bei den weiteren Ermittlungen werden die Kriminalpolizei Mühldorf und die Staatsanwaltschaft Traunstein auch prüfen, ob ein versuchtes Tötungsdelikt vorliegt.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: innsalzach24.de

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