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Handel in Unterkunft in Waldkraiburger Siemensstraße

Bande dealte von Flüchtlingsheim aus mit Marihuana

Waldkraiburg - Vor dem Amtsgericht Mühldorf wurde kürzlich der Fall eines Dealers verhandelt. Wie die Waldkraiburger Nachrichten schreiben, ist er "nur ein kleines Rädchen in einer Struktur, die Schwarzafrikaner in der Region aufgebaut haben, um Marihuana zu verkaufen."

Seinen Handel betrieb der 47-jährige Senegalese, wie auch andere Dealer, von seiner Wohnung im dritten Stock einer Gemeinschaftsunterkunft in der Waldkraiburger Siemensstraße aus.

Ihm wird der Besitz von nicht geringen Mengen von Marihuana sowie gewerbsmäßiger Handel vorgeworfen. Wie die Zeitung berichtet, waren ihm die letzten beiden Aspekte jedoch nicht nachzuweisen. Von einer Gewinnerzielungsabsicht sei das Gericht am Ende der Beweisaufnahme nicht mehr ausgegangen. Das meiste der 325 Gramm Cannabis habe er selbst konsumiert, „weil er sonst nicht leben konnte“, wie er dem Gericht mitteilte.

Verkauf an Minderjährigen

Wie die Zeitung schreibt, warf ihm die Anklageschrift auch vor, in mehreren Fällen Marihuana auch an einen Minderjährigen verkauft zu haben. Es handelte sich um einen heute 16-Jährigen. Der Angeklagte stritt ab, sich über das Alter seines Kunden bewusst gewesen zu sein. 

Sein Verteidiger argumentierte, dass Mitteleuropäer das Alter von Schwarzafrikanern auch nicht gut einschätzen können, wie die Waldkraiburger Nachrichten schreiben. Ebenso sei es anders herum auch seinem Mandanten gegangen. Dieses Argument griff jedoch nicht. Das Gericht ging davon aus, dass er es "zumindest billigend in Kauf genommen" habe, einem Minderjährigen Drogen zu verkaufen.

Im Verlauf des Prozesses wurden auch Einzelheiten über die Organisation des Drogenhändler-Rings, dem er angehörte bekannt. Diese warb gezielt Afrikanische Asylbewerber an, um Marihuana zu verkaufen.

Urteil gefällt

Der Angeklagte zeigte sich umfassend geständig. Ein psychiatrisches Gutachten der Landgerichtsärztin bescheinigte ihm eine schwere seelischen Störung und wies auf schon frühen Rauschmittelkonsum hin. Außerdem habe er stark Reue und Willen zur Rehabilitation gezeigt. Das Gericht verurteilte ihn schließlich zu einem Jahr und drei Monaten Haft und Unterbringung in einer Entzugseinrichtung.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie auf OVB Online oder in der gedruckten Heimatzeitung!

hs

Rubriklistenbild: © dpa

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