Neue Erkenntnisse im Fall von vermeintlicher Tierquälerei

Doch kein Kuh-Schänder in Warngau unterwegs - Verletzungen stammen von "Ektoparasiten"

Warngau -  Ein Landwirt stellte nicht unerhebliche Verletzungen an zwei seiner Kühe fest. Die Polizei Holzkirchen ging zuerst von einem Fall von Tierquälerei aus, was sich letztendlich aber nicht bestätigte.

Update, 14. Mai: Überraschende Wende im Fall des "Tierquälers"

Am Freitag, dem 8. Mai, meldete die Polizei Holzkirchen, dass ein bislang Unbekannter in der Nacht in den Stall eines 49-jährigen Landwirts in Warngau eingedrungen war und eine Kuh mit einem Nagel- oder Messer erheblich verletzt hat. Eine ähnliche Verletzung fand der Landwirt später auch bei einer weiteren Kuh. Die Polizei bat auch um sachdienliche Hinweise von Zeugen.


Die polizeilichen Ermittlungen haben derweil ergeben, dass die Kuh nicht durch einen Unbekannten verletzt wurde. Eine Tierärztin bestätigte nun, dass die Wunden im Hals- und Rückenbereich der beiden Kühe vielmehr durch einen Ektoparasiten (Anmerkung der Redaktion: z.B. Mücken oder Zecken) hervorgerufen wurde.

Pressemitteilung Polizei Holzkirchen


Erstmeldung, 9. Mai: Landwirt entdeckt Kühe mit Verletzungen an Rücken und Hals

In Warngau im Landkreis Miesbach treibt offenbar ein Tierquäler sein Unwesen, wie jetzt bekannt wurde. Unvorstellbar für die meisten Menschen: Der Täter drang vorsätzlich in den Stall eines Bauernhofs ein, um ein Tier zu verletzen!

Böse Überraschung für Landwirt in Warngau 

Ein 49-jähriger Landwirt stellte bei einer seiner Kühe erhebliche Verletzungen fest, als er morgens den Stall betrat. Die Kuh hatte Schnittwunden an beiden Halsseiten und auf dem Rücken, die Verletzungen waren nicht unerheblich. Zuerst vermutete der Landwirt, die Kuh könnte sich selbst an einem spitzen Gegenstand verletzt haben, das Verletzungsmuster ließ diesen Rückschluss aber letztendlich nicht zu. 

Kuh-Schlitzer treibt sein Unwesen

Offenbar hatte sich ein Unbekannter nachts in den Stall geschlichen und der arglosen Kuh die Verletzungen mit einem Messer oder einem Nagel zugefügt. Am 8. Mai stellte der Landwirt erneut Verletzungen am Rücken einer weiteren Kuh fest, ein hinzugezogener Tierarzt bestätigte: Fremdeinwirkung! Der Tierquäler hatte offenbar in der Nacht vom 7. auf den 8. Mai erneut zugeschlagen und das Tier am Rücken verletzt.

Wer hat etwas gesehen?

Die Polizei Holzkirchen (08024/90740) bittet dringend um Hinweise aus der Bevölkerung, insbesondere um Feststellungen von fremden Autos oder auffälligen Personen im Bereich der Lindenstraße in den letzten Tagen.

bcs/Polizei Holzkirchen

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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