Freibeträge, Homeoffice, Kurzarbeit

Was man bei der Steuererklärung 2020 jetzt beachten muss

Ein Taschenrechner und verschiedene Euro-Geldscheine und Münzen
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Durch Corona und den damit verbundenen finanziellen Folgen gibt es auch bei der Steuererklärung einiges zu beachten.

Höhere Freibeträge, Kurzarbeitergeld, Homeoffice-Pauschale: Bei der Steuererklärung 2020 müssen Steuerzahler einiges beachten. Einen Überblick mit allen Infos findet Ihr hier.

Habt Ihr Euch schon um die Steuererklärung für 2020 gekümmert? Ein bisschen Zeit ist noch: Die Frist für die Abgabe läuft eigentlich am 31. Juli ab - also für alle, die zur Abgabe verpflichtet sind; und weil das ein Samstag sei, sogar erst am 2. August 2021, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge. Alle, die auf die Hilfe eines Steuerberaters oder Lohnsteuerhilfevereins setzen würden, hätten zudem bis Ende Februar 2022 Zeit. Durch die Coronakrise gibt es bei der Steuererklärung einige Veränderungen zu beachten.

Das sollten Sie bei der Steuererklärung 2020 beachten

Höhere Freibeträge: Der steuerliche Grundfreibetrag ist dpa zufolge 2020 von 9.168 Euro auf 9.408 Euro gestiegen. Sprich: Bis zu einem Bruttoeinkommen von 9.408 Euro fallen keine Steuern an. Außerdem sei der Kinderfreibetrag 2020 um 192 Euro gestiegen. Bei gleichbleibendem Betreuungsfreibetrag betrage er für 2020 exakt 7.812 Euro pro Kind und Jahr (2019: 7620 Euro). Wer alleinerziehend sei und mindestens ein Kind bei sich wohnen habe, profitiere 2020 von einem steuerlichen Entlastungsbetrag von 4.008 Euro (zuvor: 1908 Euro). Für jedes weitere Kind erhöhe sich der Entlastungsbetrag um jeweils 240 Euro, erklärt Jana Bauer vom Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine laut dpa.

Höhere Umzugspauschale und Verpflegungspauschale bei Dienstreisen

Höhere Umzugs- und andere Pauschalen: Seit 1. März 2020 können Steuerzahler eine höhere Umzugspauschale geltend machen. Die Pauschale steigt für Singles auf 820 Euro (zuvor: 811 Euro), für Verheiratete oder Alleinerziehende auf 1.639 Euro (zuvor: 1622 Euro). Und auch höhere Verpflegungspauschalen bei Dienstreisen gibt es: Wer mehr als acht Stunden am Tag dienstlich unterwegs sei, könne je Tag in der Steuererklärung 14 Euro (vorher: 12 Euro) angeben, schreibt dpa. Bei einer Dienstreise, die an einem Tag mindestens 24 Stunden dauere, könnten 28 Euro (vorher: 24 Euro) geltend gemacht werden.

Kurzarbeit kann zu Nachzahlungen führen

Kurzarbeitergeld: Wer 2020 Kurzarbeitergeld bekommen hat, zahlt darauf selbst keine Abgaben. Das Kurzarbeitergeld unterliegt allerdings dem Progressionsvorbehalt. Das führt dazu, dass das Kurzarbeitergeld den Steuersatz für die übrigen Einkünfte erhöht. Daher sei eine Steuernachzahlung durchaus möglich, erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler demnach. Das könnte zum Beispiel dann gelten, wenn der Arbeitnehmer weniger Wochenstunden gearbeitet hat und sein Lohn mit Kurzarbeitergeld aufgestockt wurde; aber: „Oft wird es auch zu einer Steuererstattung kommen, da für den Arbeitslohn zu viel Lohnsteuer abgezogen wurde“.

Neue Homeoffice-Pauschale steuerlich geltend machen

Homeoffice-Pauschale: Wer in der Corona-Krise von zuhause arbeitet, bekommt einen Steuerbonus. Pro Homeoffice-Tag kann man fünf Euro geltend machen, maximal 600 Euro pro Jahr. Allerdings gibt es die Homeoffice-Pauschale nicht zusätzlich zum Werbungskostenpauschbetrag. Daher ist sie für jene von Vorteil, die Werbungskosten von über 1.000 Euro haben. Bei Arbeitstagen im Homeoffice entfällt zudem die Pendlerpauschale, da es keine Fahrten zur Arbeitsstätte gab. „Eine Homeoffice-Tagespauschale von fünf Euro darf man nur angeben, wenn man an dem Tag ausschließlich von zu Hause aus gearbeitet hat“, so BVL-Geschäftsführer Uwe Rauhöft. Wer an einem Tag zusätzlich in die Firma fährt - etwa um Post abzuholen -, kann die Tagespauschale von fünf Euro nicht geltend machen, wohl aber die Entfernungspauschale zwischen Wohnung und Firma.

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