Hunde sollten von Rumänien nach Spanien

Zollbeamte retten "tierische Weihnachtsgeschenke" auf der A8

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Zwei Hundewelpen wurden bei einer Kontrolle des Zolls auf der A8 bei Dachau gefunden. 

Dachau - Zwei junge Hundewelpen sollten wohl an Weihnachten unter dem Christbaum in Spanien landen. Bei einer Kontrolle auf der A8 konnten die viel zu jungen Tiere allerdings gerettet werden.

Am Donnerstagmorgen, 12. Dezember, wurden auf einem Parkplatz an der A8 im Landkreis Dachau zollrechtliche Fahrzeugkontrollen durchgeführt. In einem Kleintransporter stellten die Zollbeamte der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamts Rosenheim zwei Hundewelpen fest. 


Die Welpen befanden sich vollkommen ungesichert in einem offenen Karton, der einfach auf dem übrigen Reisegepäck abgestellt war, wie das Hauptzollamt Rosenheim am Mittwoch, 18. Dezember, bekannt gab. Der Fahrer gab an, die Welpen von Rumämien nach Spanien zu transportieren. Dort würde er die Hunde einem Freund übergeben, da sie als Weihnachtsgeschenk für dessen Kinder bestimmt seien. Die dafür erforderlichen Papiere wie Tierausweis oder Impfnachweise für die Hundewelpen konnte er aber nicht vorlegen. 

Die zwei Welpen wurden vollkommen ungesichert in einem offenen Karton transportiert. 

Hundewelpen von Läusen befallen

Auf Befragen der Zollbeamten, wie alt die Welpen seien, gab der Rumäne an, dass sie etwa vor 2 Monate geboren wurden. Grundsätzlich muss bei Hunden auf Reisen eine vollständige Tollwutimpfung nachgewiesen werden. Hundewelpen müssen jedoch mindestens 15 Wochen alt sein, um diese empfangen zu können.

Zollbeamte haben die zwei kleinen Hunde gerettet. 

Daraufhin wurde das zuständige Veterinäramt Dachau von den Zollbeamten informiert und nach Rücksprache mit diesem wurden dann die Hundebabys dem Tierheim Dachau überstellt. Dort wurde das Alter der Welpen auf lediglich 5 bis 6 Wochen geschätzt - die Trennung von der Mutter fand somit viel zu früh statt. Auch der schlechte Gesundheitszustand der stark verschmutzten und auch von Läuse befallenen Welpen wurde vom Fachpersonal festgestellt. Die Hundebabies wurden noch vor Ort fachmännisch verpflegt.

Appell vor Weihnachten: "Tiere sind keine Geschenke"

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und der Deutsche Tierschutzbund appellieren, zu Weihnachten keine Tiere zu verschenken. "Die Anschaffung eines Haustiers muss sorgfältig überlegt werden", so Klöckner gegenüber der Deutschen Presseagentur. "Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke", ergänzt die Sprecherin des Deutschen Tierschutzbunds, Hester Pommerening. 

Wenn die Entscheidung für ein Haustier gründlich überlegt sei, sollte zu Weihnachten zunächst lieber ein Ratgeber, Heimtierzubehör oder ein Gutschein verschenkt werden. Denn viele unüberlegt angeschaffte Tiere würden über kurz oder lang ausgesetzt oder einem Tierheim übergeben

jg

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