Busfahrerin nimmt sturzbetrunkenen Asylbewerber nicht mit

Massive Attacken: "Habe den Terror eineinhalb Stunden ausgehalten..."

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Weilheim - Schon seit einem Monat kann eine Busfahrerin nicht mehr richtig schlafen und ist seither wegen Angstzuständen krankgeschrieben. Der Grund: Sie hatte einem sturzbetrunkenen Asylbewerber die Mitfahrt in ihrem Bus verweigert und war deswegen von dessen Kumpanen massiv attackiert worden

Was war passiert? Wie unser Partnerportal merkur.de und die Schongauer Nachrichten berichten, waren am 2. November über 40 Asylbewerber am letzten Zahltag des Landratsamtes in Weilheim in einen RVO-Bus eingestiegen, der von der zierlichen 33-Jährigen gelenkt wurde. "Den letzten haben sie hereingetragen, so betrunken war er, er war gar nicht mehr zurechnungsfähig", sagte die Frau gegenüber merkur.de. Die Frau weigerte sich, den Sturzbetrunkenen mitzunehmen.

Daraufhin ging es offenbar rund: Die Frau wurde eigenen Angaben zufolge von den Begleitern des Betrunkenen und anderen Fahrgästen in verschiedenen Sprachen lautstark beschimpft. Die Polizei wurde gerufen, der Betrunkene soll sogar von einem Notarzt behandelt worden sein. Nach Rücksprache mit dem eingesetzten Beamten sollte die Frau ihre Fahrt letztlich fortsetzen - bis nach Steingaden.

Auf dem Weg dorthin beruhigten sich die "Fahrgäste" jedoch keineswegs. Einige der ausländischen Mitfahrer seien erheblich angetrunken gewesen und hätten sie während der ganzen Fahrt über weiter verbal attackiert, so merkur.de weiter. "Ich habe den Terror eineinhalb Stunden ausgehalten – und hatte ständig Angst, dass jemand handgreiflich wird", berichtet die Schongauerin unter Tränen.

Beim Regionalverkehr Oberbayern (RVO) gibt man zu, dass die Sache "absolut in die falsche Richtung gelaufen" sei. "Auch wenn das bisher ein absoluter Einzelfall ist, haben wir aktuell Gespräche geführt für den nächsten Zahltag und sind selbst präventiv unterwegs", so Sprecher Ralf Kreutzer. Der nächste Zahltag ist übrigens am Donnerstag. Da kommen wieder Asylbewerber aus 14 Gemeinden nach Weilheim, um ihr Geld in Empfang zu nehmen. Da das Problem mit der Investition in Alkohol bekannt sei, will der RVO einen männlichen Busfahrer einsetzen. Auch die Polizei wird Präsenz zeigen.

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