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Rätsel um schreckliche Bluttat in Oberbayern

Nach Gewaltverbrechen in Weilheim: Obduktionsergebnis liegt vor

Bluttat mit vier Toten in Bayern
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Ein Polizeiauto steht vor einem Wohnhaus im Ort. In Weilheim hat sich eine Bluttat mit vier Toten ereignet. 

Vier Tote, alle verwandt: Ein Verbrechen erschüttert die Kleinstadt Weilheim in Oberbayern. Unter den Toten ist auch der mutmaßliche Täter. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln weiter zu den noch völlig unklaren Hintergründen der schockierenden Tat.

Update, 14. November, 16.07 Uhr - Obduktionsergebnis liegt vor

Mitteilung im Wortlaut

Das vorläufige Ergebnis der Obduktion ergab, dass für die beiden Männer Schussverletzungen und für die beiden Frauen stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Kopf todesursächlich waren. Des Weiteren konnte im Zuge der Ermittlungen eine Abschiedsnachricht des mutmaßlichen Täters aufgefunden werden. Über den genauen Inhalt werden keine weiteren Auskünfte erteilt.

Pressemitteilung PPOBS

Update, 13. November, 10.31 Uhr - Polizei bestätigt: Waffe neben Verdächtigem gefunden

Neben der Leiche des mutmaßlichen Dreifachmörders von Weilheim haben Ermittler eine Waffe gefunden. „Nun wird untersucht, ob es die Tatwaffe ist“, sagte Polizeisprecher Alexander Huber am Sonntag. „Das liegt natürlich nah.“ Huber bestätigte Informationen der „Bild am Sonntag“, wonach es sich bei der Waffe um eine Handfeuerwaffe handelt. Ob es eine Pistole ist oder ein Revolver, wollte er nicht sagen. Zudem müsse noch ermittelt werden, ob der Mann eine Waffe führen durfte.

Der 59 Jahre alte Verdächtige soll am Freitag drei Verwandte in der Kreisstadt Weilheim in Oberbayern getötet und sich anschließend das Leben genommen haben. Das Motiv für die Tat ist bisher ungeklärt. „Die Ermittlungen sind nicht abgeschlossen, bloß weil der mutmaßliche Täter tot ist“, sagte Huber. „Man wird die Hintergründe beleuchten.“ Zeugenbefragungen liefen weiter, gesicherte Spuren würden untersucht. Ob es einen Abschiedsbrief gibt, wollte der Sprecher nicht verraten.

Am Montag sollen die Leichen der vier Toten obduziert werden. Huber rechnet damit, dass frühestens am Dienstag Ergebnisse dieser Untersuchung veröffentlicht werden.

Bei den Toten handelt es sich nach dpa-Informationen um Zwillingsschwestern und deren Männer. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei tötete der Verdächtige erst die Frauen (57) und dann den 60-jährigen Mann. Von den Ermittlern war aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes zum genauen Verhältnis der Toten zueinander nichts zu erfahren.

Update, 17.12 Uhr - Zwillingsschwestern und Männer sterben gewaltsam - Rätseln über Motiv

Vier Tote in einer Kleinstadt, keine Stunde von München. Der Täter scheint ausgemacht, doch warum er offenbar seine Verwandten tötete, bleibt zunächst rätselhaft. Drei Tatorte, vier Tote und eine drängende Frage: Was treibt einen Mann dazu, im beschaulichen Weilheim südwestlich von München seine Frau, deren Zwillingsschwester und ihren Mann zu töten? Die Ermittler halten sich zunächst bedeckt, und auch in der Kreisstadt ist das Verbrechen am Samstagmorgen meist kein großes Thema.

„Davon habe ich noch nichts gehört. Das wundert mich, weil wir viele ältere Kunden haben, das ist ein sehr familiäres Umfeld, hier wird normalerweise über alles gesprochen. Ich glaube, davon weiß unsere Kundschaft gar nichts“, sagt eine Verkäuferin in einem Bio-Lebensmittelgeschäft in der Innenstadt. „Es passiert so viel auf der Welt, was sind da vier Tote?“, meint eine Bedienung in einem Café. „Darüber wurde heute nicht gesprochen.“

Bei den Toten handelt es sich nach dpa-Informationen um zwei Zwillingsschwestern und deren Männer. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei tötete ein 59-Jähriger am Freitag erst die Frauen (beide 57) und dann einen 60-Jährigen. Anschließend soll sich der Verdächtige das Leben genommen haben.

Die Ermittler wollen aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht verraten, wie das genaue Verhältnis der Toten zueinander war. Sie teilen lediglich mit, sie seien miteinander verwandt gewesen. Wer wo mit wem wohnte und ob die Toten Kinder haben, geben die Polizisten ebenfalls nicht an.

Das Motiv des Täters war am Samstag zunächst nicht bekannt. „Das ist aktuell Gegenstand der kriminalpolizeilichen Untersuchung“, sagt Polizeisprecher Alexander Huber. Aber selbst wenn die Polizei irgendwann etwas Handfestes dazu hat, wird die Öffentlichkeit darüber wahrscheinlich kaum mehr erfahren. „Letztlich ist es kommuniziert, dass es sich um eine Beziehungstat handelt“, erklärt Huber. Da der mutmaßliche Täter tot sei und keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden habe, sei die Frage des Motivs auch eine Frage des Persönlichkeitsschutzes und werde daher wahrscheinlich nicht veröffentlicht.

Die Schwestern starben nach Ermittlerangaben im Haus des mutmaßlichen Täters an „massiven Verletzungen“. „Die Frauen hatten keine Schussverletzungen“, sagt Huber. Auch über mögliche Stichverletzungen sei ihm nichts bekannt. Die genaue Todesursache soll eine Obduktion klären. Diese sei für Montag geplant.

Nach dieser Tat soll der Verdächtige seinen Schwager umgebracht haben – rund einen Kilometer vom Fundort der Frauen entfernt. Eine Zeugin hatte den 60-Jährigen leblos im Garten eines Mehrfamilienhauses im Ortszentrum von Weilheim entdeckt und Polizei und Rettungsdienst verständigt – der entsprechende Notruf ging um 16.50 Uhr ein. Die Reanimationsmaßnahmen blieben nach Angaben der Polizei erfolglos. Seine Leiche weise eine Schussverletzung auf, sagt Huber.

Anschließend soll sich der 59-Jährige auf einer Parkbank das Leben genommen haben, in der Nähe des Flusses Ammer, keine drei Kilometer vom Fundort des 60-Jährigen entfernt. Auch seine Leiche hat Huber zufolge eine Schussverletzung. Ein Passant hatte den Toten am Freitag gegen 19.15 Uhr gefunden.

Weilheim hat etwa 23 000 Einwohner. Die Stadt liegt rund 50 Kilometer südwestlich von München im Landkreis Weilheim-Schongau, von der Landeshauptstadt ist sie mit der Bahn gut zu erreichen. Am Samstagmittag scheint alles wie immer zu sein. Nur an den Tatorten, an denen die drei Opfer starben, steht jeweils ein Polizeiauto. An einem Haus liegen Blumen, jemand hat eine Kerze aufgestellt.

Update, 14.07 Uhr - Obduktion doch später als gedacht

Nach dem gewaltsamen Tod von zwei Ehepaaren in Oberbayern sollen die Leichen nun doch erst am Montag (14. November) und nicht wie ursprünglich gedacht am heutigen Samstag (12. November) obduziert werden. Mit Ergebnissen sei nicht vor Montagnachmittag zu rechnen. Ob man diese dann auch mit der Öffentlichkeit teilen werde, sei noch unklar, wie Polizeisprecher Alexander Huber am Samstag erklärte.

Update, 11.18 Uhr - Tote von Weilheim waren Schwestern und deren Ehemänner

Bei den vier Toten von Weilheim handelt es sich nach dpa-Informationen um zwei Schwestern und deren Männer. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei tötete ein 59-Jähriger am Freitagnachmittag erst die Frauen (57) und dann einen 60-Jährigen. Anschließend soll sich der Verdächtige das Leben genommen haben. Das Motiv war am Samstag nicht bekannt. Die Ermittler wollten aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht verraten, wie das genaue Verhältnis der Toten zueinander war. Sie teilten lediglich mit, sie seien miteinander verwandt gewesen.

Die Leichen der Männer wiesen Schussverletzungen auf. «Die Frauen hatten keine Schussverletzungen», sagte Polizeisprecher Alexander Huber am Samstag. Auch über mögliche Stichverletzungen sei ihm nichts bekannt. Wie genau die 57-jährigen Frauen starben, soll nun eine Obduktion klären. Diese werde womöglich noch am Samstag erfolgen. Die Toten waren am Freitag entdeckt worden.

Update, 10.52 Uhr - Tote Männer in Weilheim haben Schussverletzungen - Frauen nicht

Die Leichen der bei einer Gewalttat in Oberbayern getöteten Männer weisen Schussverletzungen auf. „Die Frauen hatten keine Schussverletzungen“, sagte Polizeisprecher Alexander Huber am Samstag. Auch über mögliche Stichverletzungen sei ihm nichts bekannt. Wie genau die beiden 57-Jährigen starben, soll nun eine Obduktion klären. Diese werde womöglich noch am Samstag erfolgen. Die vier Toten waren am Freitag in Weilheim entdeckt worden.

Die Frauen und die Männer im Alter von 59 und 60 Jahren sollen miteinander verwandt gewesen sein - inwiefern genau, also ob eventuell verschwägert, wollen die Ermittler nicht sagen. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um eine Beziehungstat. Demnach hat der 59-Jährige am Freitagnachmittag erst die Frauen und dann den 60-Jährigen getötet. Anschließend soll sich der Verdächtige das Leben genommen haben. Das Motiv war zunächst unbekannt.

Update, 10.04 Uhr - Ermittlungen laufen

Nach einem Gewaltverbrechen mit vier verwandten Todesopfern in Weilheim bei München ermittelt die Polizei zu den bisher noch unklaren Hintergründen der Tat. Am Samstagmorgen gab es dazu noch keine neuen Erkenntnisse, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Demnach hat ein Mann am Freitagnachmittag erst zwei 57 Jahre alte Frauen und dann einen 60-Jährigen getötet. Anschließend soll der 59-Jährige sich selbst das Leben genommen haben.

Eine Zeugin habe den noch lebenden 60-Jährigen in einem Garten eines Mehrfamilienhauses gefunden und den Notruf gewählt, berichtete die Polizei. Die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen waren jedoch erfolglos - der Mann starb noch vor Ort an seinen schweren Verletzungen. Die anschließende Großfahndung der Polizei blieb zunächst ohne Erfolge.

Knapp zweieinhalb Kilometer weiter und mehr als zwei Stunden später entdeckte ein Zeuge den leblosen 59-Jährigen auf einer Parkbank. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war der mutmaßliche Täter bereits tot. In seinem Anwesen fanden die Beamten dann die zwei toten Frauen. Ihnen wurden „massive Verletzungen“ zugefügt.

Update, 12. November, 7.11 Uhr - Mutmaßlicher Täter tot

Nach einem Gewaltverbrechen mit insgesamt vier Toten im oberbayerischen Weilheim ermitteln die Behörden weiter mit Hochdruck zu den Hintergründen der Tat. Ein 59-Jähriger soll am Freitagnachmittag zwei 57-jährige Frauen und einen 60-jährigen Mann getötet und sich anschließend selbst das Leben genommen haben. Das teilte die Polizei in der Nacht zum Samstag nach ersten kriminalpolizeilichen Untersuchungen und Ermittlungen mit. Alle vier Personen seien miteinander verwandt gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Zunächst fanden die Beamten den 60-Jährigen leblos im Garten eines Mehrfamilienhauses im Ortszentrum von Weilheim. Eine Zeugin hatte den Mann dort entdeckt und Polizei und Rettungsdienst verständigt - der entsprechende Notruf ging um 16.50 Uhr ein. Die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen blieben nach Angaben der Polizei erfolglos, der Mann sei noch vor Ort an seinen schweren Verletzungen gestorben.

Die Polizei Weilheim leitete daraufhin sofort eine Großfahndung ein, unterstützt von zahlreichen Einsatzkräfte umliegender Dienststellen. Die Fahndung blieb allerdings für mehrere Stunden ohne Erfolg.

Gegen 19.15 Uhr entdecke ein Passant dann eine leblose Person auf einer Parkbank, und zwar in einem ganz anderen Eck von Weilheim - dabei handelte es sich um den 59-Jährigen, der beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits tot war. In dessen Anwesen, ebenfalls in Weilheim, fand die Polizei schließlich die beiden leblosen Frauen, laut Mitteilung mit „massiven Verletzungen“. Ein Notarzt habe nur noch den Tod der beiden 57-Jährigen feststellen können.

Aufgrund der ersten Erkenntnisse aus den kriminalpolizeilichen Untersuchungen sei davon auszugehen, dass der 59-Jährige zunächst die beiden Frauen und den 60-jährigen Mann tödlich verletzte und sich anschließend selbst tödliche Verletzungen zufügte, hieß es in der Mitteilung der Polizei. Die Ermittlungen führen die Kriminalpolizei Weilheim und die Staatsanwaltschaft München II.

Weilheim hat rund 23.000 Einwohner. Die Stadt liegt rund 50 Kilometer südwestlich von München im Landkreis Weilheim-Schongau.

Erstmeldung, 23.20 Uhr:

Die Polizeimeldung im Wortlaut:

Weilheim in Oberbayern – Am Freitag (11. November) ging gegen 16.50 Uhr über Notruf die Mitteilung über einen schwerverletzten Mann bei der Integrierten Leitstelle ein. Eine Zeugin hatte im Garten eines Mehrfamilienhauses im Ortszentrum einen schwerverletzten Mann bemerkt und daraufhin sofort die Polizei und den Rettungsdienst verständigt.  

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war der 60-jährige Mann noch immer nicht ansprechbar. Der Mann erlag trotz der sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen noch vor Ort seinen schweren Verletzungen.

Im Zuge der weiteren polizeilichen Maßnahmen wurden noch drei weitere leblose Personen, darunter auch der mutmaßliche Täter, aufgefunden. Zunächst nahmen Beamte der Polizeiinspektion Weilheim die ersten Ermittlungen zum Tathergang auf. Diese wurden kurz darauf von Ermittlern des Kriminaldauerdienstes der Kripo Weilheim fortgeführt. Das Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizei Weilheim hat, mit Unterstützung des Fachkommissariats für Spurensicherung, mittlerweile unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft München II die weiteren Ermittlungen übernommen.

Pressebericht des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd/dpa

Generell berichten weder Polizei noch wir über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Da im vorliegenden Fall zugleich ein Tötungsdelikt vorliegt, überwiegt jedoch das öffentliche Informationsinteresse. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0800-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

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