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Um russisches Öl zu sparen

Leser-Diskussion: Erst Ausgangssperre, jetzt autofreie Sonntage? Oder doch Tempolimit? „Totaler Blödsinn“

Collage: Die Nadel eines Tachos steht bei 100 Stundenkilometer/Leser Jens Knabe
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Spart ein Tempolimit wirklich Sprit? Leser Jens Knabe hat dazu eine eindeutige Meinung.

Der Vorschlag von Greenpeace und einigen Politikern, um ein vorübergehendes Tempolimit hat hohe Wellen geschlagen. Grund für den Vorstoß war, dass damit fossile Brennstoffe aus Russland eingespart werden können. Auch viele unserer Leser haben sich an der Debatte beteiligt:

Der Energiepreisschock sitzt vielen in den Knochen. Hohe Heizkosten, Benzinpreise, die durch die Decke gehen - für kleine Betriebe und Handwerker geht es teilweise um die Existenz. Die Ampel-Koalition möchte jetzt ein Entlastungs-Paket auf den Weg bringen. Demnach sollen alle Arbeitnehmer einmalig eine Pauschale von 300 Euro ausbezahlt bekommen, die versteuert werden muss. Für Selbstständige wird die Vorauszahlung um 300 Euro gesenkt. Zudem wird die Energiesteuer für drei Monate gesenkt. Auch Empfänger von Sozialleistungen, sowie Familien mit Kindern sollen entsprechende Zahlungen erhalten. Und der Öffentliche Nahverkehr soll so günstig werden wie noch nie: 9 Euro pro Monat soll sein Ticket kosten, zunächst befristet auf drei Monate. Damit sollen die Bürger entlastet werden, aber man möchte langfristig auch weg von importiertem Öl und Gas aus Russland.

Umweltschützer fordern weiterhin ein Tempolimit

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) forderte am Mittwoch dennoch weitere Entscheidungen zum Energiesparen. „Die Bundesregierung hätte seit Beginn dieses Krieges mit einem Tempolimit schon mehr als 300 Millionen Liter Benzin und Diesel vermeiden können, hat aber tatsächlich bislang nicht einen Tropfen Sprit eingespart“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Das ist unentschuldbar.“ Nach DUH-Berechnungen ließe sich mit einem Tempolimit von 100 Stundenkilometern auf Autobahnen, 80 auf Landstraßen und 30 innerorts pro Monat mehr als 300 Millionen Liter Sprit sparen.

Auch die Umweltschutzorganisation WWF verlangte Fortschritte: „Die Antworten sind ein Tempolimit auf Autobahnen, ein Schub für den Ausbau von Solardächern und Wärmepumpen sowie gezielte Entlastungsmaßnahmen für die Energiekosten für vulnerable Haushalte.“, so die Leiterin für Klimaschutz- und Energiepolitik Viviane Raddatz.

Temporäres Tempolimit? Das sagen unsere Leser:

Thomas Lanzinger aus Stephanskirchen:

Eigentlich sind die Spritpreise, genauso wie Heizöl und Erdgas noch immer viel zu billig, wenn man bedenkt, wie viel Schaden der Umwelt (insbes. Klimaerwärmung) und Leid der Menschen dadurch verursacht wird. Hätten die Grünen die Forderung nach einem Spritpreis von 5 Mark damals durchsetzen können, dann würden uns heute mit Sicherheit alternative Lösungen zur Verfügung stehen, die uns von den fossilen Brennstoffen befreit hätten. Natürlich schmerzt der Ausstieg und er ist auch nicht sozialgerecht; aber wenn er nicht weh tut, dann passiert auch nichts.
Warum finden wir auf der Mehrzahl der Hausdächer keine Solarthermie bzw. Photovoltaik? Warum gilt der fette SUV-Geländewagen auf unseren Straßen immer noch als Statussymbol? Warum sitzen die meisten Pendler allein im PKW und verstopfen allmorgens unsere Straßen - ach ja, manchmal auch zu zweit, wenn die Prinzessinnen und Prinzen in die Schule gefahren werden, weil sie keinen Bus nehmen wollen. Fahrgemeinschaften sind da sehr rar gesät. Warum stauen sich LKW auf Autobahnen, die Halbfertigprodukte von einem Ende Europas ins andere Ende karren. Warum brauchts Flugreisen - teils mehrmals im Jahr? Diese Aufzählung von Fehlentwicklungen lässt sich noch beliebig fortsetzen.
Ohne die Einnahmen aus den fossilen Energien würde es für Putin und seine Oligarchen genauso wie für viele Diktatoren in Südamerika oder in den Wüstenländern ganz anders ausschauen. Kernkraft ist auch keine Lösung, weil die Risiken zu hoch sind und wir den Müll späteren Generationen hinterlassen. Obwohl wir alle wissen, dass Erdöl und Erdgas endlich ist, halten wir daran fest. Ein hoher Preis für fossile Brennstoffe würde Innovation fördern und unsere Ingenieure auf der Suche nach sauberen Energielösungen anspornen.

Jens Knabe aus Bayern

Totaler Blödsinn, Modell Österreich zeigt ja schon, dass sich mit einem Tempolimit kein Sprit sparen lässt, weil jeder eine andere Geschwindigkeit fährt, es kommt eher zu Stau-Zonen in Ballungsgebieten, wo es viele Zufahrtsstraßen zu den Autobahnen gibt, eine kontinuierliche Geschwindigkeit je nach Fahrzeug Modell zwischen 120 - 140 km/h sind bei vielen Fahrzeugen im Pkw-Bereich die Grüne Zone, wenn man vorausschauend und kontinuierlich fährt!

Leser Jens Knabe äußert sich zum Thema Tempolimit.

Kurze Erklärung zu meiner Aussage, da ich schon einige Spritsparkurse bei deutschen Automobilherstellern gemacht habe: Als Berufskraftfahrer sichert man sich seinen Job mit jedem Ersparten Liter! Die Fahrzeuge, die in Deutschland produziert worden sind, bis heute, sind die Übersetzungen im höchsten Gang, auf die vorgegebene Richtgeschwindigkeit von 130 km/h ausgelegt, die optimale Drehzahl zur Übersetzung, der Achse und zur Übersetzung der Reifen. Sprit kann gespart werden, durch die entsprechenden Reifen, regelmäßigen überprüfen des Reifendrucks, kein unnötiges Bremsen und beschleunigen, an roten Ampeln wenn möglich hinrollen um bei Grün den Schwung zu nutzen, im Gefälle rollen lassen ! Ein 100 km/h Limit schont nicht den Bürger, sondern füllt eher die Löcher der Gemeindekassen! Dann wären Kurse beim Autokauf für ökonomes Autofahren sinnvoller!

Michael aus Bayern

Autofreie Sonntage! Also langsam spinnen die Politiker komplett. Erst Ausgangssperren, jetzt steht im Raum uns vorzuschreiben wann wir fahren dürfen und wann nicht. Senkt lieber mal die Steuern auf Energie und und Kraftstoff. Hauptsache ihr macht euch die Taschen voll!

Fabian Grill über Facebook (rosenheim24.de)

Warum kein Klimaticket wie in Österreich einführen, um Leuten den ÖPNV attraktiver zu machen?

Veronika Weber aus Bayern

Die Befürworter könnten doch mit gutem Beispiel voran gehen und auch ohne Verbot langsam fahren, das wäre doch schon mal sehr gut für den Geldbeutel und natürlich das Klima! Also nur zu, die Wohltäter der Nation sind nun gefragt!

Wie ist Eure Meinung zum temporären Tempolimit?

Kann es tatsächlich helfen, wenn wir vorübergehend nur 100 km/h auf der Autobahn fahren? Wie sehen Eure Lösungen aus, um drohende Pleiten von Betrieben abzuwenden und den Energiepreis zu senken und vor allem: was wäre die Alternative zu russischen Öl-und Gasimporten? Schreibt uns dazu eine Mail an leserbriefe@ovb24.de (Kennwort: „Tempolimit“ im Betreff). Bitte sendet uns neben Euren Texten auch Euren Namen und Euren Wohnort – und am besten auch ein Foto von Euch. Die Redaktion veröffentlicht Eure Leserbriefe samt Namen und Wohnort anschließend in einem entsprechenden Artikel.

Anm. der Red.: Die Redaktion behält sich vor, Zuschriften entsprechend zu kürzen oder die Veröffentlichung gegebenenfalls ohne Angabe von Gründen zu verweigern.

si