Austritte aus evangelischer Landeskirche gesunken

München  - Die evangelische Landeskirche kann einen Erfolg verbuchen: Im vergangenen Jahr sind weniger Personen als zuvor ausgetreten. In Zukunft will die Kirche ihr Image weiter verbessern.

Die Zahl der Austritte aus der evangelischen Landeskirche ist in Bayern gesunken. 16.483 Menschen kehrten im vergangenen Jahr der Kirche den Rücken, wie das Landeskirchenamt am Mittwoch in München mitteilte. In den drei Jahren zuvor hatten jeweils rund 20. 000 Menschen ihren Austritt erklärt. Die Präsidentin der Landessynode, Dorothea Deneke-Stoll, hofft nun auf eine “Trendwende“. Die Kirche müsse deutlich machen, “dass sie für alle Menschen da sein will, ohne sie zu vereinnahmen“. Der Landeskirche in Bayern gehören etwa 2,6 Millionen Christen an. 3139 Menschen entschieden sich im vergangenen Jahr, in die evangelische Kirche einzutreten.

Die Landeskirche im Freistaat müsse für ein zeitgemäßes, offenes Christentum stehen, gute Traditionen pflegen und gleichzeitig versuchen, “das bei manchen noch anzutreffende Image einer gewissen Altbackenheit“ loszuwerden, sagte Deneke-Stoll.

Die katholischen Bistümer im Freistaat haben bislang noch keine Zahlen zu den Kirchenaustritten im Jahr 2011 veröffentlicht. Der Missbrauchsskandal hatte dort zu einem starken Anstieg der Austritte geführt. Zudem litt vor allem das Bistum Augsburg unter dem Skandal um Bischof Walter Mixa. Ihm war unter anderem vorgeworfen worden, in seiner Zeit als Stadtpfarrer Heimkinder verprügelt zu haben.

dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild (dpa)

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