Die Aussichten für die kommenden Tage

Bringt ein „Kälte-Ei“ zum Dezember-Start den ersten Wintereinbruch in der Region?

Grüßt uns in der kommenden Woche der Winter, oder eher nicht? Auf diese Frage gibt es zwei unterschiedliche Antworten - je nachdem, welches führende Wettermodell man für die Entscheidung bemüht.

Während das Wettermodell des US-Wetterdienstes „NOAA“ für die nächste Woche lediglich ein paar vereinzelte Schneeflocken voraussagt, rechnet das europäische Wettermodell für Mittwoch und Donnerstag mit Schneefall bis in die tieferen Lagen. Ab 300 Meter könne man sogar mit vorübergehend weißen Landschaften rechnen.

Der europäische Wetterdienst sagt allerdings auch voraus, dass es ab dem zweiten Advent (6. Dezember) wieder sehr mild werden könnte, woraufhin die „weiße Pracht“ schnell wieder aus den Landschaften verschwinden würde. Die Unsicherheiten für die Aussichten der nächsten Woche bleiben dagegen groß. Schuld daran ist der Kaltlufttropen, ein Höhentief. Die Zugbahn dieses Gebildes ist nicht sicher und je nachdem wie es zieht, gibt es mehr oder weniger Winterwetter in der Region. Es ist ein echtes „Kälte-Ei“ und steckt in rund 5500 Metern Höhe, wo es zwar auf der Höhenwetterkarte zu sehen ist, jedoch nicht auf der Bodenwetterkarte - daher der Name „Höhentief“.

„Da gibt es in der nächsten Woche noch einige Unsicherheiten was die genaue Wetterlage angeht. Wir wollen uns nicht beschweren, egal was kommt, Hauptsache mal etwas Abwechslung in dieser grauen Novemberöde. Auch heute setzt sich das neblige Novemberwetter fort. Dabei sind aber einige auch im Sonnenglück, andere sitzen im Dauergrau fest. Es ist das altbekannte Nebelbingo was heute und in den kommenden Tagen gespielt wird. Wo kommt die Sonne raus, wo bleibt es trüb? Das kann man im Vorfeld nicht exakt vorhersagen und muss man abwarten. Nächste Woche dann weiterhin Spannung. Kommt der erste Schnee oder kommt er nicht? Wir müssen die Prognosen noch ein paar Tage beobachten“ so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met (www.qmet.de) gegenüber dem Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

So geht‘s in den nächsten Tagen weiter:

  • Samstag: 5 bis 10 Grad, Mix aus Nebel und Sonne
  • Erster Advent: 1 bis 6 Grad, Nebel und Sonnenschein geben sich die Hand
  • Montag: 2 bis 5 Grad, Nebel und Sonne wechseln sich ab
  • Dienstag: 1 bis 8 Grad, stellenweise etwas Sonne, sonst Nebel und trocken
  • Mittwoch: 0 bis 8 Grad, Niederschläge mit großen Unsicherheiten, dabei teil Schneeregen und Schnee bis runter
  • Donnerstag: 0 bis 5 Grad, nass-kalt, Schneeflocken möglich

Bis Dienstag ändert sich beim Wetter nur wenig, es ist oft trüb und grau, ab und an scheint auch mal die Sonne. Was allerdings dringend gebraucht werden würde: Regen! Der November brachte deutschlandweit nur 25 Prozent der üblichen Niederschlagsmengen und ist daher viel zu trocken. „Die Trockenheit wird wieder zu einem Problem“, so Wetterexperte Jung.

aic (mit Material von wetter.net)

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