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Exklusiver Wetterbericht für die Region

Extreme Schneearmut: Warum die Experten dem „schneelosen Braten“ nicht trauen

München/Landkreis – Der Winter hätte in den Bergen gar nicht so schlecht begonnen: Ende November beziehungsweise Anfang Dezember kam der Schnee und machte Hoffnung auf eine gute Wintersportsaison. Inzwischen ist die Lage anders – doch wie geht es nun in Sachen Wetter weiter?

Doch mittlerweile ist in tiefen und mittleren Lagen so gut wie alles wieder weggeschmolzen. Eine große Schneearmut macht sich breit. Ist die Saison jetzt gelaufen? Besonders in den letzten Jahrzehnten ist Schneearmut im Januar nichts Neues. Immer wieder gab es Jahre, in denen sich die weiße Pracht ziemlich zurückgehalten hat. Aber grundsätzlich „neu“ ist dieses Phänomen nicht. Aber hat wenig Schnee im Januar eine Aussagekraft darüber, ob der Winter schon gelaufen ist? Meteorologe Kai Zorn erwähnt in einem seiner Videos als Gegenbeispiele 1999 oder auch 1988. Auch in diesen Jahren war der Januar teils extrem schneearm. 1988 lag am 6. Januar außer oben auf der Zugspitze und wenigen anderen hohen Gipfeln kein Schnee. Sogar auf dem Wendelstein lagen auf 1833 Metern nur spärliche sechs Zentimeter. 1999 sah nur unwesentlich besser aus.

Allerdings kann man beileibe nicht sagen, dass ein schneearmer Januar automatisch einen schneearmen Winter bedeutet. Denn in den oben genannten Jahren kam nämlich kurz darauf sehr viel Schnee. 1999 kam sogar so viel Schnee, dass dieses Starkschnee-Ereignis zur Lawinenkatastrophe von Galtür geführt hat, bei der 38 Menschen starben. „Diese Beispiele sollen jetzt nicht den Teufel an die Wand malen! Sie zeigen aber deutlich, dass man Anfang Januar, egal wie der Winter bis dahin ausgesehen hat, diesen noch lange nicht abschreiben darf. Und auch dieses Jahr ist die aktuelle Wetterlage durchaus noch geeignet, den Wintersportfreunden ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern“, erklärten die Experten von www.der-himmel-im-suedosten.de in diesem Zusammenhang.

Die Aussichten für die Region im Detail:

Wetter in Südostbayern ab 6. Januar 2023.
  • Freitag (6. Januar): Der Feiertag (Heilig-Drei-König) beginnt mit Tiefstwerten von 1 Grad in Rosenheim, 3 Grad im Berchtesgadener Land, 4 Grad in Traunstein, 5 Grad in Altötting und bis zu 6 Grad in Mühldorf. Die Sonne zeigt sich überall, wenn auch nur kurz, durch dichte Wolken. Mit Niederschlag ist nicht zu rechnen. Die Höchstwerte erreichen 9 Grad in Altötting, Mühldorf, Rosenheim und Traunstein. Bis 11 zu Grad erreichen wir im Berchtesgadener Land.
  • Samstag (7. Januar): Am Samstag starten wir mit Temperaturen von 1 Grad in Mühldorf und Traunstein. 0 Grad erreichen wir als Tiefstwert in Altötting, Berchtesgadener Land und Rosenheim. Die Sonne zeigt sich wahrscheinlich etwas öfter – sofern es ihr die Wolken und der Nebel ermöglichen. Die Temperaturen erreichen höchstens 7 Grad in Rosenheim, 8 Grad in Altötting und Mühldorf, 9 Grad in Traunstein und bis zu 10 Grad im Berchtesgadener Land.
  • Sonntag (8. Januar): Der Sonntag beginnt mit winterlichen Allüren. Wir erreichen am Morgen Tiefstwerte von minus 1 Grad in Rosenheim und um die 0 Grad in Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Traunstein. Erneut zeigt sich hier und da die Sonne. Es ziehen aber auch mal kompakte Wolken durch. Die Höchstwerte erreichen 6 Grad in Mühldorf, 7 Grad in Altötting, 9 Grad in Rosenheim und Traunstein. Mit Föhnunterstützung können bis 11 Grad im Berchtesgadener Land erreicht werden.
  • Montag (9. Januar): Am Montag startet die neue Woche mit Temperaturen von 1 bis 3 Grad. Dazu ziehen meist dichte Wolken mit teils kräftigen Regenschauern durch. Die Sonne hat zwischen den Schauern allerdings auch mal die Chance sich zu zeigen. Die Höchstwerte liegen zwischen 4 und 7 Grad.

Der regionale Wetterbericht wird präsentiert von www.der-himmel-im-suedosten.de.

Wetterexperte traut „schneelosem Braten“ nicht

Am Dienstag halten sich weiterhin dichte Wolken auf. Die Sonne zeigt sich höchstens zwischendurch mal. Dazu gehen auch Regenschauer nieder. Die Temperaturen steigen auf 2 bis 5 Grad. Am Mittwoch und Donnerstag werden die Wolken wieder mehr. Mit Sonnenschein ist es dann erstmal wieder vorbei. Am Mittwoch regnet es dazu auch teilweise kräftig. Die Temperaturen liegen zwischen 1 und 9 Grad am Mittwoch und Donnerstag.

Der weitere Trend ist noch unsicher. Es wird aber wohl etwas „jahreszeit-gerechter“. Schneefall bis 1000 Meter wird auch wieder möglich sein. „Ich traue diesem schneelosen Braten nicht und auch nicht diesem milden Braten“, sagte Zorn. Der Experte glaubt ebenfalls, dass heuer noch Schnee kommen sollte. Es wird also wieder spannend in der Wetterküche.

mw

Rubriklistenbild: © Benedikt von Imhoff/dpa

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