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So war der Sommer 2012 dahoam

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Landkreis - Bergpanorama, Weißbier und Kaiserwetter: Wir wärmen wir uns noch an den Leserfotos aus heimatlichen Gefilden. Was sagen die Statistiken der Meterologen rückblickend zum Sommer?

Unser Leser Hubert Wildgruber muss diesen Sommer genossen haben! Das zumindest lassen seine Fotos vom "Urlaub auf der Alm" vermuten, die er uns zugeschickt hat. Strahlender Sonnenschein, dazu ein Weißbier und den Bergblick genießen - unter dem Motto "Dahoam is dahoam" entstanden die Bilder während seiner Touren durch die Inntaler Bergwelt.

Dahoam is dahoam - Sommerurlaub auf der Alm

Die Meteorologen sagten dem diesjährigen Sommer übrigens schon gestern, am 1. September, auf Wiedersehen. Für uns Anlass für einen Rückblick. Zu nass? Zu kalt? Wie war denn der Sommer 2012 eigentlich im direkten Vergleich?

So war der Sommer 2012:

Wie im Vorjahr begann der Sommer 2012 im Juni und Juli recht wechselhaft - die Sonne wurde immer wieder durch Wolken mit Schauern und Gewittern verdrängt. Die richtige Wende kam erst im August mit meist trockenem und sonnenscheinreichem Wetter und teilweise extrem hohen Temperaturen. Die statistische Bilanz weist deshalb einen durchschnittlichen Sommer aus - für viele Menschen scheint das wechselhafte Wetter eher das Gefühl vermittelt haben, der Sommer sei wieder mal ins Wasser gefallen. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.

Zunächst durchschnittliche Temperaturen, Ende Juli und im August Hitzewellen

Für den Sommer 2012 errechnete der DWD eine Mitteltemperatur von 17,2 Grad Celsius (°C), die nach der international gültigen Referenzperiode 1961-1990 um 0,9 Grad, nach der Vergleichsperiode 1981-2010 um 0,1 Grad über dem jeweiligen Klimawert lag. Der Juni und Juli verliefen meist durchschnittlich. So traten anfangs noch einige sehr frische Nächte auf. Ende Juli erreichte heiße, subtropische Luft vor allem den Süden und Westen Deutschlands. Noch höher kletterte das Quecksilber während der zweiten Hitzewelle, die Deutschland ab Mitte August erfasste. Am 20. August schnellten die Temperaturen in Dresden-Strehlen auf 39,7°C und in Dresden-Hosterwitz sogar auf 39,8°C empor.

Zehn Prozent zu viel Regen

Der Sommer 2012 übertraf sein Regensoll von 239 Litern pro Quadratmeter (l/m²) mit ungefähr 263 l/m² um 10 Prozent. Die Niederschläge resultierten hauptsächlich aus heftigen Schauern und Gewittern, die sich im Juni und Juli in ganz Deutschland, im August vorzugweise im Süden entluden. Häufig traten in ihrer unmittelbaren Nähe auch schwere Sturmböen auf. So wurden zwischen dem 29. Juni und 7. Juli neun Menschen durch Blitze oder umstürzende Bäume erschlagen. Die größte 24-stündige Regensumme entstand laut DWD am 6. Juli in Lichtentanne westlich von Zwickau mit 81,1 l/m². Nasseste Station war Garmisch-Partenkirchen mit insgesamt etwa 656 l/m².

Sonnenscheindauer durchschnittlich – August glich Defizit aus

Mit einer Sonnenscheindauer von 591 Stunden verfehlte der Sommer 2012 das für Deutschland typische Mittel von 604 Stunden nur um zwei Prozent. Das im Juni und Juli entstandene Sonnenscheindefizit konnte der August beinahe ausgleichen. Sonnenscheinreiche Gebiete befanden sich im Süden von Bayern und Baden-Württemberg, aber auch auf den Inseln der Ostsee. Der Münchener Flughafen meldete mit zirka 737 Stunden den höchsten Wert. Am Ende der Tabelle stehen Braunlage im Harz und der Kahle Asten im Sauerland mit jeweils nur 450 Stunden.

Das Wetter in Bayern:

Bayern zählte im Sommer 2012 mit 17,4°C (15,9°C) zu den wärmeren Regionen. Trotzdem trat in Nürnberg-Netzstall in jedem der drei Sommermonate Bodenfrost auf. Bayern war mit 642 Stunden (623 Stunden) das zweitsonnenscheinreichste Bundesland. Am Münchener Flughafen schien die Sonne mit insgesamt 737 Stunden deutschlandweit am längsten. Obwohl der Nordosten zu den trockensten Gebieten gehörte, war Bayern mit 329 l/m² (314 l/m²) das nasseste Bundesland. In Garmisch-Partenkirchen fiel mit etwa 656 l/m² im Sommer deutschlandweit der meiste Niederschlag. In der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli fegten heftige Gewitter besonders über das nördliche Schwaben hinweg.

Deutscher Wetterdienst

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