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Exklusiver Wetterbericht für die Region

Nach dem Regen ist vor dem Unwetter: Hoch Beate hat einiges im Gepäck

Die Wetteraussichten für die Region ab 3. Juli
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Die Wetteraussichten für die Region ab 3. Juli

Landkreis - Nach der Hitze und den vielen Unwettern, war jetzt erstmal kühleres Wetter mit einigen Schauern angesagt - was viele als durchaus angenehm empfunden haben. Doch jetzt dürfte es mal wieder etwas sommerlicher werden. Tatsächlich ist ab Mittwoch auch eine Mini-Hitzewelle in Sicht, die aber auch wieder Unwetter im Schlepptau hat.

Zum Beginn in den Juli starten wir mal mit ein bisschen Statistik für den Monat Juni. Ok, Statistiken sind meist trocken, aber diese hier ist es unterm Strich sicher nicht. Wie man schon vermuten mag war dieser Monat recht warm und recht sonnig. Die durchschnittliche Temperatur in Bayern lag bei 18,7°C. Zum Vergleich: das langjährigen Mittel der letzten 20 Jahre lag bei 16,8°C. Und auch bei den Sonnenstunden haben wir ein deutliches Plus zu verzeichnen. Mit 256 Stunden in Bayern lagen wir im Juni deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von 225 Stunden.

Aber auch bei der Niederschlagssumme können wir in Bayern auf ein deutliches Mehr im Vergleich zu den letzten 20 Jahren blicken. Der Durchschnitt der Jahre 2001-2020 liegt bei 94mm, der diesjährige Monatsniederschlag für Juni liegt bei 118mm. Dabei befindet sich der Südosten aber sogar leicht unter dem Durchschnitt. In den fünf Landkreisen Altötting, Mühldorf, Traunstein, Rosenheim und Berchtesgadener Land kommen wir ungefähr auf einen Durchschnitt von 80mm. Was allerdings bemerkenswert ist, sind die großen Differenzen die hier innerhalb weniger Kilometer aufgetreten sind.

Örtlich große Unterschiede bei den Niederschlagsmengen

In unserer Region kann man an den Maximal- und Minimalwerten feststellen, dass die Niederschlagsmengen hauptsächlich aus Gewittern generiert wurden: Chieming hat nur deutlich unterdurchschnittliche 51,5 mm Niederschlag zu verzeichnen während ein paar Kilometer weiter Ruhpolding mit 158,6 mm sowohl den regionalen und auch den bayernweiten Durchschnitt deutlich übertrumpft. Bei diesen Zahlen könnte man versucht sein, irgendwelche Jahrhundertrekorde oder klimarelevante Abweichungen zu erkennen. Da kann man jetzt aber zum Glück feststellen, dass dem nicht der Fall ist. Diese Werte entsprechen allesamt der langjährig dokumentierten Schwankungsbreite.

Für die Statistikfüchse unter euch, denen diese Zahlen noch zu wenig waren, sei die Seite www.mtwetter.de empfohlen. Hier findet ihr alles, was an Durchschnittswerten und Statistiken der letzten grob 100 Jahre aufgezeichnet ist.
Nun aber zum aktuellen Wetter: Die letzte Woche war ja erst ziemlich „unwettrig“ und dann gefolgt von kühlem, gefühlt fast schon kalten Regenwetter. Auch am Freitag war es zwar schon meist trocken, aber immer noch verhältnismäßig frisch. Wie es in der Region nun die nächsten Tage ausschaut verraten euch die Kollegen vom „Himmel im Südosten“:

Die Aussichten für die Region im Detail:

  • Samstag, 3. Juli: Am Samstagmorgen starten wir recht freundlich mit leicht bewölktem Himmel in das Wochenende. Die Frühtemperaturen reichen von frischen 9 Grad im Landkreis Mühldorf, bis hin zu 12 Grad im Berchtesgadener Land. Im Laufe des Nachmittags steigen die Temperaturen dann auf Höchstwerte zwischen 23 Grad im Landkreis Traunstein und bis zu 25 Grad in den übrigen Kreisen.
  • Sonntag, 4. Juli: Auch der Sonntag startet sehr freundlich. Die Frühwerte sind moderat mit 13° in den Landkreis Mühldorf Rosenheim und Altötting und bis zu 15° im Berchtesgadener Land. Ab dem Mittag verdichten sich aber die Wolken und zum Nachmittag/Abend hin nimmt die Schauerneigung deutlich zu. Örtlich können auch Gewitter auftreten, die stellenweise heftiger ausfallen. Die Höchsttemperaturen liegen am Nachmittag zwischen 21° im Landkreis Traunstein und 24° in den Landkreisen Altötting, dem Berchtesgadener Land und Mühldorf
  • Montag, 5. Juli: Am Montag ist es ratsam, nicht ohne Regenschirm aus dem Haus zu gehen. Schon ab dem Morgen müssen wir immer wieder mit Schauern und/oder Nieselregen rechnen, das ganze bei 14 bis 16 Grad. Und auch der Nachmittag wird anfangs eher nass verlaufen, dann aber bei gemäßigten 19 bis 22 Grad. Zum Abend hin lässt der Regen nach und es lässt sich vereinzelt sogar die Sonne blicken.
  • Dienstag, 6. Juli: Der Dienstag wird dann freundlicher, nur an und in den Bergen könnte es in der zweiten Tageshälfte einen kurzen Schauer geben. Die Frühtemperaturen liegen bei 13 bis 15 Grad, am Nachmittag steigt das Quecksilber dann, je nach Sonnenscheindauer, auf angenehme 22 bis 26 Grad.

Wie lange bleibt das Wetter „ruhig“?

Doch wie lange bleibt (Zwischen-)Hoch Beate und bis wann bleibt die Wetterlage ruhig? Geht es nach einem Experten, dann wohl nicht so lange. „Die brenzlige Wetterlage ist schneller zurück als es uns lieb ist. Längeres stabiles schönes Sommerwetter ist in den kommenden sieben bis 14 Tagen nicht in Sicht. Der Tropensommer geht weiter“, warnte Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met (www.qmet.de), gegenüber dem Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

Das heißt: Es ist insgesamt recht warm, besonders nach Osten, aber zudem auch sehr nass mit heftigen Starkregenschauern – Wetter wie in den Tropen. „Das scheint ein teurer Sommer für Versicherungsunternehmen zu werden. Schon der Juni brachte in Deutschland nach Unwettern Millionenschäden und nicht nur bei uns. Auch bei unseren Nachbarn kam es durch die Unwetter zu erheblichen Schäden“, so Jung abschließend.

mw/si

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