Unwetter am Donnerstag, Aussichten für die Region

Juni auf Rekordkurs - aber wieder Sturzregen und Unwetter?

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Landkreis - Kaum zu glauben, aber wahr: nach dem April und dem Mai ist auch der Juni auf Rekordkurs. Doch es droht auch wieder - wie am Donnerstag - Gefahr von oben.

Denn ab dem späten Nachmittag gab es in der Region zum Teil heftige Gewitter. In München regnete es "Sturzbäche" am Hauptbahnhof, wobei auch die Gleishalle - im Bereich von Gleis 26 - beschädigt wurde, wie unser Partnerportal tz.de berichtet. Aus Sicherheitsgründen sperrte die Bahn allerdings Teile des Längsgangs zum Flügelbahnhof.

Auch Fridolfing im Landkreis Traunstein hat es erwischt. Dort sind am Abend unwetterartige Regenschauer niedergegangen. Ein Keller wurde überflutet, genauso wie die örtliche Turnhalle. Die Feuerwehr musste das Wasser abpumpen und ableiten. Auch im Bereich zwischen Rosenheim und Ebersberg sollen durch den sinnflutartigen Regen einige Straßen überschwemmt worden sein, wie ein User an rosenheim24.de meldete. Insgesamt ging es allerdings glimpflich aus. Gegen 20 Uhr wurden die Warnungen für die Region dann aufgehoben.

Unwetter in Fridolfing

Vorgeschmack auf die nächsten Wochen?

Zwar ist in der nächsten Woche eine kleine Abkühlung auf Werte zwischen 20 und 25 Grad in Sicht, doch die nächste Hitzewelle steht dann offenbar schon bereit. Zudem müssen wir in den kommenden Tagen immer wieder mit heftigen Unwettern durch Sturzregen rechnen.

"(...) Der Juni geht warm weiter. Nächste Woche gibt es nur eine marginale Abkühlung. Das reicht mit etwas Glück zum Luft holen, doch um das 3. Juni-Wochenende herum könnte es schon wieder sehr heiß werden. Der Juni 2018 ist bisher deutschlandweit 3,5 Grad zu warm und hat eine Mitteltemperatur von 18,9 Grad. Der bisher wärmste Juni aller Zeiten war im Jahr 2003 – dem Jahr des Jahrtausendsommers – mit 19,4 Grad. Drei Monate mit Allzeit-Rekord in Folge hat es in der deutschen Klimageschichte noch nie gegeben. Ob es wirklich so kommt, können wir erst am Monatsende sagen", erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

Die Aussichten für die nächsten Tage:

  • Freitag: 24 bis 31 Grad, erst freundlich, später im Südwesten Unwetterpotenzial, Richtung Küsten trocken
  • Samstag: 26 bis 34 Grad, vielfach freundlich, später wieder Quellwolken und besonders in der Mitte und im Süden lokale Unwetter
  • Sonntag: 26 bis 32 Grad, auch im Norden gibt es heute Gewitterpotenzial, dazwischen schein auch mal die Sonne
  • Montag: 25 bis 32 Grad, schwül-warm und gewittrig
  • Dienstag: 15 bis 25 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und Schauern

Wird's nächste Woche nass?

SERVICE:

Wetterwarnungen Deutscher Wetterdienst (DWD)

Wegen der hohen Unwettergefahr gilt es, die entsprechenden amtlichen Warnungen genau im Auge zu behalten – und auch den Himmel. Neben starkem Regen drohen auch großer Hagel und Sturmböen. Selbst die Bildung von Tornados ist wieder möglich, kann zu diesem Zeitpunkt aber nicht vorhergesagt werden. 

Auch die kommende Woche könnte sehr nass ausfallen. Das gilt besonders für den Süden. Es wird zwar kühler, aber der starke Regen würde uns mitunter erhalten bleiben. Zum nächsten Wochenende könnte es dann wie schon erwähnt erneut deutlich wärmer werden!

wetter.net/DWD/mw

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