Dauerregen in der Region - Bis zu 140 Liter/qm

Wasser-Pegelstände steigen weiter - Erste Straße überschwemmt

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Der Wasserpegel des Inns ist seit Sonntag drastisch gestiegen

Landkreis - Am Sonntagmorgen, 2. Februar, sah es in der Region vielerorts deutlich mehr nach Frühling als nach Winter aus. Allerdings hat sich das bereits geändert: Es schüttet in der Region wie aus Eimern. Die erste Straße im Berchtesgadener Land ist bereits überschwemmt.

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Update, 18.46 Uhr - DWD warnt vor Dauerregen, Tauwetter und orkanartigen Böen

Der Deutsche Wetterdienst gab am Montagabend eine Unwettervorabwarnung für die gesamte Region heraus. In den Landkreisen Rosenheim, Altötting, Mühldorf, Traunstein und dem Berchtesgadener Land können in Lagen oberhalb 800 Meter orkanartige Böen auftreten. 


Laut DWD muss im Verlauf der Nacht zum Dienstag bis in tiefe Lagen verbreitet mit Sturmböen oder schweren Sturmböen (85 bis 100 km/h) aus West gerechnet werden. Besonders mit Durchzug einer Kaltfront aus Nordwest treten während der zweiten Nachthälfte vorübergehend auch im Tiefland orkanartige Böen oder Orkanböen (105 bis über 120 km/h) aus West auf. 

Im Bergland bzw. entlang exponierter Lagen muss wiederholt mit Orkanböen von mehr als 120 km/h gerechnet werden.

Des Weiterhin bleiben die amtlichen Warnungen vor ergiebigem Dauerregen, in höhren Lagen vor leichtem Schneefall und starkem Tauwetter erhalten (siehe Erstmeldung und Montag 6.49 Uhr).

Auch das Team von Unwetterservice Südostbayern erwartet unter Berücksichtigung verschiedener Wetterradaren bis einschließlich zur zweiten Nachthälfte weitere, ergiebige Niederschläge. 

Hinzu kommt, dass ab Mitternacht oberhalb 800 Meter Orkanböen mit Geschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometer drohen. Selbst in Lagen ab 400 Meter können diese mit bis zu 90 Stundenkilometer auftreten. 

Bitte parken Sie ihre Autos nicht unter Bäumen, da diese aufgrund deraufgeweichten Böden sehr leicht umstürzen können.

Update, 18.06 Uhr - 26 von 240 Pegel in Bayern melden Hochwasser

Am frühen Nachmittag meldeten 26 von 240 Pegel in Bayern Hochwasser. Vor allem einige Donauzuflüsse sind betroffen und zeigen verbreitet die Überschreitung der Meldestufe eins und zwei - vereinzelt auch drei. Der Schwerpunkt liegt in Schwaben. 

Nach Vorhersage des Hochwassernachrichtendienstes sollen die Pegel der Flüsse in unserer Region - ausgenommen die Mangfall in Rosenheim - keine Meldestufe mehr erreichen. 

Update, 17.38 Uhr - Kein Grund zur Panik

Trotz der zu erwartenden enormen Wassermassen und Veränderungen der Pegelstände gibt es noch keinen Grund zur Sorge oder gar Panik. In unserer Region hat laut Hochwassernachrichtendienst allein die Mangfall in Rosenheim Meldestufe eins erreicht. Das bedeutet: "Stellenweise kleinere Ausuferungen". Der letzte Messwert von der Mangfall datiert von 17.30 Uhr. Hier wurden 277 Zentimeter gemessen. 

In allen weiteren Städten und Gemeinden in unserer Region haben die Pegel der Flüsse noch keine Meldestufe überschritten. 

Update, 16.55 Uhr - Überflutete Fahrbahn bei Surheim

Wie der Unwetterservice Südostbayern mitteilt, muss im Gemeindebereich Ainring Mitterfelden am Kreisverkehr der BGL18 in den nächsten Stunden mit einer Überflutung der Fahrbahn gerechnet werden. Die Verbindungsstraße von Surheim zur B20 sei bereits überschwemmt. In der Stadt Freilassing habe außerdem bereits der erste Feuerwehreinsatz wegen Überschwemmung von Gebäuden stattgefunden.

In einem Facebookpost teilte der Unwetterservice außerdem Bilder, die die Lage in Berchtesgaden und an der Traun zeigen. Auf einem Bild wird deutlich: Eine Unterführung an der Königsseer Ache ist überflutet. Auch die Traun ist stellenweise über die Ufer getreten.

Update, 16.45 Uhr - Pegel der Mangfall steigt

Auch der Pegel der Mangfall steigt weiter an. Er befindet sich in Rosenheim bei 274 Zentimetern. 

In Kolbermoor kann man an der Mangfall den hohen Stand des Flusses sehen.

Die Mangfall in Kolbermoor.

Bis Dienstagmorgen soll es weiter 90 bis 140 Liter pro Quadratmeter in Staulagen der Alpen regnen, berichtet der DWD. Hinzu komme voraussichtlich noch einmal die selbe Menge Tauwasser durch schmelzende Schneedecken.

Update, 16.20 Uhr - Wasserstand in Wasserburg drastisch gestiegen

Der Pegel des Inns in Wasserburg ist von Sonntag auf Montag drastisch angestiegen. Gegen 15 Uhr war er am Sonntag bei gerade Mal 130 Zentimetern, bereits einen Tag später, gegen 16 Uhr maß der Pegel 250 Zentimeter. 

Update, 15.15 Uhr - Lawinenwarnung in den Alpen

Zunächst haben sich die Dauerregenfälle nach Südbayern verlegt, meldet das Hochwasserportal. An der Donau kommt es vereinzelt zu Überschreitungen der Meldestufen eins und zwei, teilweise sogar drei. In Rosenheim meldet der Hochwassernachrichtendienst Bayern einen Pegelstand von 252 Zentimetern (Meldestufe eins) für die Mangfall.  Auch am Inn steigt der Pegel auf inzwischen 200 Zentimeter. Aktuell herrscht dort aber noch Meldestufe null. An Sur und Saalach herrscht direkt an der Grenze Meldestufe eins.

Ab Dienstag und Mittwoch soll es dann in den Alpen teils über 50 Zentimeter Neuschnee geben, meldet die dpa. Der Lawinenwarndienst gab deshalb eine Warnung der Stufe drei für das bayerische Voralpenland, die Chiemgauer Alpen und die Berchtesgadener Alpen heraus. Unterhalb von 2.000 Metern stelle vor allem die Selbstauslösung zahlreicher mittelgroßer und großer nasser Lockerschnee- und Schneebrettlawinen ein Problem dar. 

Update, 14.40 Uhr - Kein Betrieb auf dem Königssee

Wie die Bayerische Seenschifffahrt GmbH in einer Pressemeldung mitteilt, findet wehen der stürmischen Wetterbedingungen am 4. und 5. Februar kein Fahrbetrieb auf dem Königssee statt. 

Update, 10.51 Uhr: Orkanböen in der Nacht zu Dienstag

Der Deutsche Wetterdienst gibt aktuell eine Warnung vor Orkanböen aus. Im Verlauf der Nacht zum Dienstag muss bis in tiefe Lagen mit Sturmböen oder schweren Sturmböen aus westlicher Richtung gerechnet werden. Die Warnung gilt am Dienstag, von 2 Uhr bis 9 Uhr morgens.

Update, 10.49 Uhr: Baum blockiert St2095

Auf der St2095 zwischen Bad Endorf und Hemhof ist ein Baum durch das anhaltende Unwetter umgestürzt und auf der Straße liegengeblieben. Die Freiwillige Feuerwehr Bad Endorf beseitigte das Hindernis.

Baum auf St2095 zwischen Bad Endorf und Hemhof

 © Rosemarie Ammelburger
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 © Rosemarie Ammelburger
 © Rosemarie Ammelburger

UPDATE, 10.07 Uhr: Kein Skibetrieb an der Jennerbahn

Wegen der schlechten Witterung und kleinerer Lawinenabgänge findet kein Skibetrieb auf dem Jenner statt.

UPDATE, 8.14 Uhr: Liftatanlagen am Sudelfeld bleiben geschlossen

Wegen des Anhaltenden Tauwetters bleiben die Skilifte am Sudelfeld geschlossen.

UPDATE, Montag (3. Februar) 6.49 Uhr: Dauerregen bis Dienstagmorgen

In den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Mühldorf, Altötting und Berchtesgadener Land tritt bis Dienstagmorgen "ergiebiger Dauerregen" auf. Der DWD erwartet Niederschlagsmengen zwischen 70 Liter/Quadratmeter und 90 Liter/Quadratmeter. Infolge des Dauerregens sind unter anderem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich.

Gleichzeitig warnen die Wetterexperten auch vor Tauwetter im Alpenraum oberhalb von 1000 Metern. Dabei werden Abflussmengen über 100 Liter/Quadratmeter, punktuell sind auch bis 150 Liter/Quadratmeter nicht ausgeschlossen.

Hochwasserlage am Inn

Der Inn ist bei Wasserburg seit Sonntagnachmittag etwa einen Meter gestiegen, von 130 cm auf 235 cm (Stand: 6 Uhr). Bis zum Abend kann der Pegel bis auf 4 Meter steigen.

Hochwasserlage Tiroler Ache und Alz

Auch das Wasser der Tiroler Ache steigt schnell. Derzeit liegt der Wasserstand bei 331 cm, bis Dienstag werden bis zu 450 cm erwartet. Auch die Alz steigt, bis Dienstagmorgen werden 230 cm erwartet.

Hochwasserlage an der Salzach

Die Salzach bei Burghausen führt derzeit (6 Uhr) einen Wasserstand von 184 cm. Der Pegel kann bis Dienstagnachmitag auf 395 cm steigen. 

Der DWD hat für die gesamte Region die Warnstufe 3 ausgerufen.

UPDATE, 15 Uhr - Lage noch entspannt

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Hochwasser in Flüssen und Bächen. Die Lage am Inn ist im Moment aber entspannt. Der Wasserstand liegt in Wasserburg am Inn im Moment bei 129 cm. Die Meldestufe 1 beginnt bei 420 cm.

UPDATE, 12 Uhr - Warnung gilt ab sofort

Um 12 Uhr ist die bereits veröffentliche Warnung vor ergiebigem Dauerregen (Stufe 3 von 4) in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting in Kraft getreten. Diese ist vorerst bis Dienstag, 4. Februar, 9 Uhr, gültig.

Dabei werden Niederschlagsmengen zwischen 70 l/m² und 90 l/m² erwartet. In Staulagen können sogar Mengen bis 140 l/m² erreicht werden.

UPDATE, 10.10 Uhr - DWD gibt weitere Warnung

Es gibt nun noch eine weitere Warnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD): Neben Orkanböen und ergiebigem Dauerregen wird in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land nun auch vor starkem Tauwetter (Stufe 3 von 3) gewarnt. Diese Warnung ist ebenfalls ab Sonntag, 12 Uhr, gültig und vorerst bis Dienstag, 9 Uhr, datiert.

Hinweis auf mögliche Gefahren: Hochwasser an Bächen und Flüssen ist möglich (www. hochwasserzentralen.de). Unter anderem können Straßen überflutet werden.

Die Erstmeldung:

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine amtliche Unwetterwarnung herausgegeben. In den Landkreisen Rosenheim, Traunstein, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Altötting wird demnach vor ergiebigem Dauerregen gewarnt (Stufe 3 von 4). Gültig ist die Warnung ab Sonntag, 2. Februar, 12 Uhr und (vorerst) bis Dienstag, 4. Februar, 9 Uhr, datiert. Laut Wettervorhersage sind ab Dienstag dann auch Schneefälle möglich.

Hinweis auf mögliche Gefahren: Infolge des Dauerregens sind unter anderem Hochwasser an Bächen und kleineren Flüssen sowie Überflutungen von Straßen möglich. Weitere Details hierzu gibt es unter www.hochwasserzentralen.de. Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen!

In höheren Lagen auch Sturmgefahr

In höheren Lagen der Alpen, also vor allem in den südlichen Teilen der Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land gibt es zudem eine Warnung vor Orkanböen. Es treten oberhalb von 1.500 Metern schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) aus südwestlicher Richtung auf. In exponierten Lagen muss mit orkanartigen Böen bis 110 km/h (31m/s, 60kn, Bft 11) gerechnet werden. Diese Warnung gilt ab Sonntag, 2. Februar, 10 Uhr, und ist vorerst bis Montag, 3. Februar, 8 Uhr, gültig.

Hinweis auf mögliche Gefahren: Vereinzelt können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände.

DWD/RWB München, mw

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