Wie geht der diesjährige Sommer weiter?

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Landkreis - Traurig, aber wahr: In dieser Woche gestaltet sich das Wetter wechselhaft und vor allem kühl. Daran wird sich in den kommenden Tagen auch nichts ändern - und dann?

Am gestrigen Dienstag wurden nur Höchsttemperaturen zwischen 13 und 18 Grad erreicht, dabei gab es immer wieder Schauer und im Südosten Deutschlands sogar länger anhaltenden Regen. Dieses durchwachsene Wetter wird sich in der letzten Juniwoche nicht wesentlich ändern. Doch wie sieht es in der ersten Juliwoche aus?

Momentan befindet sich Deutschland zwischen tiefem Luftdruck über Osteuropa und hohem Luftdruck über dem mittleren Nordatlantik und Westeuropa in einer nördlichen Strömung, mit der kalte und feuchte Luft aus dem Norden Europas zu uns transportiert wird.

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Betrachtet man die aktuellen Vorhersagen der Wettermodelle für die nächsten zehn Tage, so ist keine grundsätzliche Umstellung der Wetterlage in Sicht. Allerdings wird sich der hohe Luftdruck etwas Richtung Mittel- und Südeuropa ausweiten. Dadurch würde das Wetter in Nordeuropa eher durch tiefen Luftdruck und vor allem in Südeuropa durch hohen Luftdruck bestimmt. Eine solche Wetterlage bezeichnet man als antizyklonale Westlage. Bei einer solchen Lage gelangen mäßig warme Luftmassen zu uns. Die Zugbahn der Tiefdruckgebiete verläuft dann wahrscheinlich aber nördlich von Deutschland, so dass deren Ausläufer Deutschland nur in abgeschwächter Form erreichen. Insgesamt bedeutet das etwas höhere Temperaturen, die tagsüber meist im Bereich zwischen 20 und 25 Grad liegen werden. Ein leicht wechselhafter Wettercharakter würde uns allerdings erhalten bleiben, so dass man neben freundlichen Abschnitten hin und wieder mit Schauern oder leichtem Regen rechnen muss.

Kann man nun aufgrund dieser Wetterentwicklung auf den weiteren Verlauf des Sommers schließen? Die Siebenschläferregel besagt, dass sich Ende Juni bis Anfang Juli oftmals eine Großwetterlage einstellt, die auch in den darauffolgenden Wochen die Witterung in Mitteleuropa bestimmt. Würde man diese Regel auf die aktuelle Wettervorhersage anwenden, ständen uns weder ein heißer und trockener noch ein verregneter und kühler Sommer bevor. Aber keine Regel ohne Ausnahme, und da die Siebenschläferregel ohnehin nur eine geringe Trefferquote hat, ist das letzte Wort über den Wetterverlauf des diesjährigen Sommers noch nicht gesprochen.

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Deutscher Wetterdienst

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